Schriftzug Kaffee in Kaffeepulver, Quelle: dpa

- Kaffee - Lieblingsgetränk der Deutschen

Dem Lieblingsgetränk des Deutschen hat der Deutsche Kaffeeverband im September einen "Tag des Kaffees" gewidmet. rbb PRAXIS hat sich einigen gesundheitlichen Aspekten zugewandt.

Jährlich werden weltweit bis zu 2000 neue wissenschaftliche Studien veröffentlicht, die sich mit dem Einfluss des Kaffees auf die Gesundheit befassen. Damit gehört Kaffee gehört zu den am besten untersuchten Lebensmitteln. Inzwischen ist klar, dass sich Kaffee vor allem positiv auf den Organismus auswirkt. Dies wird vor allem zwei Inhaltstoffen zugeschrieben: Koffein und Antioxidantien.

HERZ/BLUTDRUCK

Es liegen keine Beweise vor, dass Kaffee das Risiko für Herz-Kreislauferkrankungen steigert. Herzrhythmusstörungen werden durch mäßigen Kaffeegenuss nicht gefördert, kurzzeitig kann es bei manchen Menschen zu einem leichten Ansteigen des Blutdrucks kommen. Der Blutdruck erhöht sich nach einer Tasse (125 ml) je nach Zubereitungsart um höchstens 10 mm Hg. Dieser Effekt geht bei regelmäßigem Genuss verloren, da sich der Körper an das Koffein gewöhnt.

MAGEN

Das Risiko von Magengeschwüren wird durch Kaffee nicht gesteigert. Die mengenmäßig wichtigste Säure ist die Chlorogensäure. Sie stimuliert die Salzsäureproduktion im Magen, was bei empfindlichen Menschen oder Magenkranken zu Problemen führen kann. Diese Menschen sollten Espresso dem Filterkaffee vorziehen: Espressobohnen werden länger geröstet, wodurch sie etwa 40 Prozent weniger dieser Säure als normal geröstete Bohnen enthalten.
Wasserglas neben Tasse mit Kaffee, Quelle: dpa

WASSERHAUSHALT

Die irrige Annahme, dass Kaffee durch die harntreibende Wirkung des Koffeins zum Flüssigkeitsverlust führt, geht auf die Fehlinterpretation einer Studie zurück. Trinkt man selten Kaffee, wirkt er tatsächlich hartntreibend, da sich der Körper noch nicht auf den Konsum eingestellt hat. Dennoch reguliert der Körper binnen 24 Stunden die verstärkt ausgeschiedene Wassermenge. Trinkt man regelmäßig Kaffee, erhöht der Körper seine Kompensationsmechanismen, wodurch er einen Flüssigkeitsverlust verhindert.

WACHHEIT/SCHLAF

Kaffee zunächst eine beruhigenden Wirkung. Legt man sich in den ersten 15 Minuten nach dem Kaffeetrinken hin, schläft man gut ein, da das Schlafzentrum des Gehirns gut durchblutet wird. 20 bis 30 Minuten nach dem Kaffeegenuss wirkt das Koffein anregend, was durchschnittlich vier bis sechs Stunden anhält. Kaffee steigert die Konzentrations- und geistige Leistungsfähigkeit. Internationale Untersuchungen weisen darauf hin, dass lebenslanger Kaffeekonsum den altersbedingten Abbau des kognitiven Leistungsvermögens verringert.

DARM

Studien haben keine Hinweise darauf gefunden, dass Kaffee das Krebsrissiko erhöht. Im Gegenteil: Kaffee enthält lösliche Ballaststoffe. Die Darmbakterien können daraus Fettsäuren herstellen, die wesentlich zur Gesunderhaltung des Darms beitragen und der Entstehung von Krebs entgegenwirken. Allgemein ist Kaffee eine wichtige Quelle für Antioxidantien, deren Krebs reduzierendeWirkung bekannt ist.

DIABETES 2

Vor allem die aktuelleren Studien weisen daraufhin, dass der regelmäßige Kaffeekonsum das Risiko für einen so genannten Alterdiabetes reduzieren kann. Das beobachteten auch Wissenschaftler des Instituts für Ernährungsforschung in Potsdam-Rehbrücke in einer Studie.

PARKINSON

Zunehmend finden Wissenschaftler Hinweise für eine schützende Wirkung von Kaffee bei Morbus Parkinson und Alzheimer-Demenz. Koffein hemmt die Wirkung von Parkinson, da es die Produktion des Nervenbotenstoffs Dopamin anregt. Auch der Ausbruch von Alzheimer kann demnach durch regelmäßigen Genuss verzögert werden.

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Menschliches Auge, Quelle: dpa

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