Gegrillter Pfirsichsalat garniert mit Granatapfelkernen (Quelle: imago/Westend61)

- Vegetarisch grillen - ganz ohne Fleisch?

Für viele gehört Grillen zum Sommer einfach dazu. Doch es muss nicht immer das Steak oder das Würstchen sein. Grillen funktioniert auch sehr gut ohne Fleisch. Auch die Vegetarier können also auf ihre Kosten kommen. Und die Pflanzenwelt hat für Grillfreunde einiges mehr zu bieten als nur Maiskolben und Folienkartoffeln.

Das Auge isst natürlich mit - schön bunt sollte der Grillteller also sein: Paprika, Zucchini, Zwiebeln, Maiskolben und Rote Bete sind wunderbare Grill-Gemüse. Die rauchige Note des Feuers umrandet sie zu einem perfekten Geschmackserlebnis. Diese Gemüsesorten können Sie direkt über der Glut zubereiten oder klein geschnitten und gewürzt in feuerfesten Gemüsegrillschalen aus Edelstahl garen. Artischocken, kleine Tomaten, Fenchel, Möhren und vorgekochte Kartoffeln sind besonders für indirektes Grillen geeignet. Dabei können sie in Ruhe bei mittleren Temperaturen ziehen und das Grill-Aroma aufnehmen.

Gemüsespieße in einer Grillschale. Quelle: imago

Der Klassiker: Gemüsespieße

Mit Brot, Couscous und Joghurtsoße werden Gemüsespieße für Vegetarier schnell zu einem köstlichen Hauptgericht. Für die Nicht-Vegetarier eignen sie sich als Beilagen zu Fisch und Fleisch. Die Holzspieße sollten Sie grundsätzlich 30 Minuten vor dem Befüllen in kaltes Wasser legen, damit sie auf dem Grill nicht anbrennen. Geeignet sind zum Beispiel Paprika, Zucchini, Auberginen, Zwiebeln, Champignons, Kirschtomaten und Fenchel. Wenn Sie experimentieren und Brokkoli, Teltower Rübchen oder Blumenkohl mitgrillen wollen, sollten Sie diese vor dem Grillen blanchieren und mit kaltem Wasser abschrecken.

Wer mehr Geschmack möchte, kann das Gemüse am Tag vorher marinieren. Zum Beispiel in einer Marinade aus Olivenöl, Kräutern der Provence, glatter Petersilie, Salz, Pfeffer und gehackten Knoblauchzehen. Hierfür die fertig bestückten Spieße in ein Gefäß legen, mit der Marinade bedecken und über Nacht im Kühlschrank lagern. Wenn die Zeit dafür fehlt: Bepinseln Sie die Gemüsestücke vor dem Grillen einfach leicht mit Olivenöl. Erst nach dem Grillen pfeffern und salzen. Und wer den Geschmack verfeinern möchte: nochmals mit Öl und eventuell etwas Balsamessig beträufeln und mit gehackten frischen Kräutern würzen. Die Grillzeit variiert je nach Gemüsesorten zwischen fünf und zehn Minuten. Kurz über der Glut scharf anrösten, dann mit geschlossenem Deckel indirekt weitergaren.

Auf was Sie achten sollten

Egal was Sie grillen, es gilt: Direkt vom Kühlschrank auf den Grill! Lassen Sie gerade im Sommer Ihr Grillgut nicht im Warmen liegen. Denn möglicherweise vorhandene Salmonellen und andere Bakterien könnten sich sonst schnell vermehren. Gemüse, Fleisch und Fisch sollten immer getrennt gelagert und verarbeitet werden.

Text von Nadine Bader

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