
rbb PRAXIS - Was sind Masern?
Masern sind keine harmlose Kinderkrankheit. Die Krankheit ist hochansteckend und kann erhebliche Komplikationen und Folgeerkrankungen mit sich bringen. Impfungen bieten einen wirksamen Schutz. In Deutschland wurden von 2001 bis 2009 über 16.000 Masernfälle gemeldet.
Was sind Masern?
Symptome
Verbreitung
erforderlichen 95 Prozent. Im Jahr 2008 lag sie bei 89 Prozent.
2010 registrierte das Robert-Koch-Institut 777 Masern-Fälle. Im Jahr zuvor waren es 571. In Deutschland seien seit Januar mehr als 400 Menschen erkrankt. Weltweit konnte die Zahl der Todesfälle durch Masern zwischen 2000 und 2008 durch Impfungen um mehr als 75 Prozent reduziert werden. Auf dem nord- und südamerikanischen Kontinent gilt die Krankheit seit 2002 als eliminiert.
Schutz
Die Ständige Impfkommission am Robert Koch-Institut in Berlin (STIKO) empfiehlt die Schutzimpfung für Kinder ab dem vollendeten elften Lebensmonat. Sie passiert meist in Kombination mit der Immunisierung gegen Röteln, Mumps und auch Windpocken. Wichtig ist, dass der Wiederholungstermin eingehalten wird: Seit 2001 ist die zweimalige Impfung üblich.
Geht das Kleine schon vor dem ersten Lebensjahr in eine Kinderkrippe oder hat es ältere Geschwister, raten Kinderärzte oft auch zu einer früheren Impfung. Wichtig ist in jedem Fall, dass ein Kind beim Impftermin gesund ist. Nur dann kann ein optimaler Impfschutz auch tatsächlich aufgebaut werden. Ein Schnupfen oder eine leichte Erkältung sind nach Ansicht von Kinderärzten kein Grund, eine Masern-Schutzimpfung abzusagen.

