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Es gibt zwar seit 2007 einen gesetzlichen Anspruch auf spezialisierte ambulante palliative Versorgung, aber die praktische Umsetzung gestaltet sich schwierig. Es ist bisher noch nicht möglich, alle Patienten, die einen Anspruch auf palliative Versorgung hätten, auch tatsächlich zu betreuen. Vor allen Dingen existiert ein starkes Stadt-Land-Gefälle. Berlin ist relativ gut versorgt, Brandenburg weniger.
Trotz der Gesetzeslage weigerten sich manche Krankenkassen, mit Palliativteams Verträge abzuschließen, in anderen Fällen hatten kassenärztliche Vereinigungen Einwände. Inzwischen verbessert sich die Versorgungslage langsam. Aber die Angebote sind bundesweit immer noch sehr unterschiedlich und nicht flächendeckend.
Viele Menschen haben auch noch nie von den Möglichkeiten einer palliativen Versorgung zu Hause, im Hospiz oder auf Palliativstationen gehört. Aber auch Ärzte und andere Verantwortliche in Krankenhaus- oder Pflegeheimen sind oft unzureichend darüber informiert.
Manchmal erschweren abrechnungstechnische Modalitäten, Kostendämpfung und Effizienzgedanken eine optimale Versorgung. Patienten, die besser auf einer Palliativstation aufgehoben wären, werden nicht verlegt, sondern auf der gerade behandelnden Station aus ökonomischen Überlegungen behalten.
Viele Menschen haben auch noch nie von den Möglichkeiten einer palliativen Versorgung zu Hause, im Hospiz oder auf Palliativstationen gehört. Aber auch Ärzte und andere Verantwortliche in Krankenhaus- oder Pflegeheimen sind oft unzureichend darüber informiert.
Manchmal erschweren abrechnungstechnische Modalitäten, Kostendämpfung und Effizienzgedanken eine optimale Versorgung. Patienten, die besser auf einer Palliativstation aufgehoben wären, werden nicht verlegt, sondern auf der gerade behandelnden Station aus ökonomischen Überlegungen behalten.
Situation im Pflegeheim
Viele Pflegeheime verfügen nicht über im Palliativbereich ausgebildetes Personal, sondern sie arbeiten mit niedergelassenen Ärzten und SAPV-Teams zusammen. Zum Sterben werden Heimbewohner häufig ins Krankenhaus transportiert - aus Angst vor dem Vorwurf , man hätte Hilfeleistung unterlassen.
Generell ist die Situation in der Pflege schwierig - der ökonomische Druck ist hoch, viele Heime leisten sich kein gut ausgebildetes Personal. Überforderung und Überlastung ist die Folge. Das gilt z.B. auch für Pflegekräfte, die nicht gut deutsch sprechen. Sie können unter Umständen die Wünsche der Sterbenden nicht verstehen.
Auch kann es vorkommen, dass man sich in manchen Heimen weigert, den Sterbenden Morphium zur Schmerzlinderung zu geben- mit Argumenten, man leiste doch keine Sterbehilfe oder wolle nicht, dass Patienten abhängig werden. Angst oder Unkenntnis blockieren so eine angemessene Behandlung.
Viele Pflegeheime verfügen nicht über im Palliativbereich ausgebildetes Personal, sondern sie arbeiten mit niedergelassenen Ärzten und SAPV-Teams zusammen. Zum Sterben werden Heimbewohner häufig ins Krankenhaus transportiert - aus Angst vor dem Vorwurf , man hätte Hilfeleistung unterlassen.
Generell ist die Situation in der Pflege schwierig - der ökonomische Druck ist hoch, viele Heime leisten sich kein gut ausgebildetes Personal. Überforderung und Überlastung ist die Folge. Das gilt z.B. auch für Pflegekräfte, die nicht gut deutsch sprechen. Sie können unter Umständen die Wünsche der Sterbenden nicht verstehen.
Auch kann es vorkommen, dass man sich in manchen Heimen weigert, den Sterbenden Morphium zur Schmerzlinderung zu geben- mit Argumenten, man leiste doch keine Sterbehilfe oder wolle nicht, dass Patienten abhängig werden. Angst oder Unkenntnis blockieren so eine angemessene Behandlung.
Demographischer Wandel.
Noch schwer vorstellbar sind die Folgen des demographischen Wandels und unserer veränderten Lebensweisen. Geringe Geburtenzahlen, steigende Lebenserwartung dank des medizinischen Fortschritts und die Auflösung von Familienstrukturen, gekoppelt an die Notwendigkeit von Mobilität, verändern unsere Gesellschaft radikal. Graphisch nähert sich unsere Bevölkerungspyramide dem Bild eines Pilzes.
2008 lebten etwa vier Millionen 80-Jährige und Ältere in Deutschland, dies entsprach etwa fünf Prozent der Bevölkerung. Diese Zahl wird kontinuierlich steigen und im Jahre 2060 etwa bei 14 Prozent der Bevölkerung liegen. Jeder Dritte wird im Jahr 2060 über 65 Jahre alt sein. Viele von ihnen werden alleine wohnen. Politische Strategien gegen diese Probleme lauten: Stärkung der Zivilgesellschaft, Förderung neuer Lebensformen.
Noch schwer vorstellbar sind die Folgen des demographischen Wandels und unserer veränderten Lebensweisen. Geringe Geburtenzahlen, steigende Lebenserwartung dank des medizinischen Fortschritts und die Auflösung von Familienstrukturen, gekoppelt an die Notwendigkeit von Mobilität, verändern unsere Gesellschaft radikal. Graphisch nähert sich unsere Bevölkerungspyramide dem Bild eines Pilzes.
2008 lebten etwa vier Millionen 80-Jährige und Ältere in Deutschland, dies entsprach etwa fünf Prozent der Bevölkerung. Diese Zahl wird kontinuierlich steigen und im Jahre 2060 etwa bei 14 Prozent der Bevölkerung liegen. Jeder Dritte wird im Jahr 2060 über 65 Jahre alt sein. Viele von ihnen werden alleine wohnen. Politische Strategien gegen diese Probleme lauten: Stärkung der Zivilgesellschaft, Förderung neuer Lebensformen.
Palliativmedizin im Medizinstudium
Erst seit 2009 ist Palliativmedizin Pflicht- und Prüfungsfach während eines Medizinstudiums. Sie muss aktuell an allen deutschen medizinischen Fakultäten gelehrt werden. Wie und in welchem Umfang die Hochschulen das Fach lehren und prüfen, ist ihnen allerdings selbst überlassen.
Bisher haben neun Universitäten Lehrstühle für Palliativmedizin. (Aachen, Bonn, Erlangen, Freiburg, Göttingen, Köln, Mainz und München LMU, Witten-Herdecke). Viele dieser Lehrstühle wurden gestiftet und sollen nach Ende der Stiftungsphase von den Universitäten unterhalten werden.
Streitpunkt an einigen Universitäten ist, ob es nicht ausreiche, die Palliativmedizin bei der Schmerztherapie anzusiedeln. Neu auf jeden Fall für viele Ärzte ist der Gedanken, dass nicht das Heilen, sondern das Lindern im Zentrum steht, dazu kommen juristische Bedenken oder das Gefühl, gegen das grundsätzliche ärztliche Ethos zu handeln.
Erst seit 2009 ist Palliativmedizin Pflicht- und Prüfungsfach während eines Medizinstudiums. Sie muss aktuell an allen deutschen medizinischen Fakultäten gelehrt werden. Wie und in welchem Umfang die Hochschulen das Fach lehren und prüfen, ist ihnen allerdings selbst überlassen.
Bisher haben neun Universitäten Lehrstühle für Palliativmedizin. (Aachen, Bonn, Erlangen, Freiburg, Göttingen, Köln, Mainz und München LMU, Witten-Herdecke). Viele dieser Lehrstühle wurden gestiftet und sollen nach Ende der Stiftungsphase von den Universitäten unterhalten werden.
Streitpunkt an einigen Universitäten ist, ob es nicht ausreiche, die Palliativmedizin bei der Schmerztherapie anzusiedeln. Neu auf jeden Fall für viele Ärzte ist der Gedanken, dass nicht das Heilen, sondern das Lindern im Zentrum steht, dazu kommen juristische Bedenken oder das Gefühl, gegen das grundsätzliche ärztliche Ethos zu handeln.


