Arzt hört die Lunge eines Patienten ab (Quelle: rbb)

- Alle Vorsorgeuntersuchungen im Überblick

Was Wann/Wer Was wird untersucht Wie sinnvoll Wer zahlt
Augen: Glaukom-Früherkennung (Grüner Star) Männer und Frauen ab 40 Jahre; Risikopatiente: alle zwei Jahre; für Gesunde keine Empfehlung Bei dem Glaukom (Grüner Star) ist der Augeninnendruck erhöht. Das schädigt die Netzhaut und den Sehnerv und kann bis zur Erblindung führen. Die Untersuchung kombiniert zwei Verfahren: Der Arzt misst den Augeninnendruck, spiegelt den Augenhintergrund und beurteilt den Zustand des Sehnervenkopfes (Papille) und der Nervenfaserschicht. Wie sinnvoll das Screening für Gesunde ist, ist international umstritten. Für Diabetiker ist es geeignet. Jeder vierte Betroffene mit erhöhtem Augeninnendruck hat bei wiederholter Messung normale Werte, längst nicht jede Druckerhöhung ist gleich ein Glaukom. Die Untersuchung reicht nicht, um die Diagnose Glaukom zu stellen. IGel-Leistung für Gesunde: Bei Diabetikern oder Risikopatienten ist übernimmt die gesetzliche Kasse die Kosten von etwa 20 Euro.
       
Zähne: Zahnärztliche Vorsorge Männer und Frauen: halbjährlich, Kinder von drei bis 6 Jahren dreimal jährlich Der Zahnarzt untersucht die Zähne auf Karies, Parondontitis, entfernt Zahnstein und schließt andere Erkrankungen im Mund- und Kieferbereich aus. Empfehlenswert, die Mundgesundheitsstudie zeigt, dass die zahnärztliche Vorsorge die Karies in allen Altersklassen zurückdrängen konnte. Die Krankenkassen übernehmen die Kosten bei Erwachsenen zweimal pro Jahr, bei Kindern dreimal. Zahnstein wird einmal jährlich kostenlos entfernt. Wenn keine weiteren Behandlungen nötig werden, entfällt zudem die Praxisgebühr. Wer regelmäßig zur Vorsorge geht, erhält bei Zahnersatz einen Zuschuss.
Professionelle Zahnreinigung Männer und Frauen jeden Alters: ein- bis zweimal jährlich In der einstündigen Sitzung untersucht die Prophylaxe-Assistentin den Mund und das Zahnfleisch und sondiert mit einem Messgerät die Tiefe der Zahnfleischtaschen. Sie entfernt Zahnstein mit dem Ultraschallgerät, mit einem Mini-Sandstrahler Farbrückstände von Kaffee, Tee oder Tabak. Danach reinigt sie die Zahnfleischtaschen, poliert die Zähne und bestreicht sie mit Fluorid-Gel. Die professionelle Zahnreinigung macht auch für fleißige und regelmäßige Zähneputzer Sinn: Denn selbst wer seine Zähne gründlich putzt, wird nie den kompletten Zahnstein und die Plaque entfernen. Besondere Problemzonen für die Zahnbürste: die Weisheits- und Backenzähne, Zahnfleischtaschen. IGel-Leistung: Die gesetzlichen Krankenkassen übernehmen die Kosten nur im Ausnahmefall. Bei Menschen mit Parodontitis gehört sie zur Therapie und wird übernommen. Eine Sitzung kostet zwischen 70 bis 120 Euro.
       
Schilddrüse: Blutuntersuchung Schilddrüsenhormone Männer und Frauen ab 40 Jahre: bei Verdacht auf Schildrüsenstörung Der Arzt nimmt dem Patienten Blut ab und lässt es im Labor auf die Schilddrüsenhormone (TSH, T3 und T4) sowie das Hormon TSH (Thyreotropin) aus der Hirnanhangdrüse (Hypophyse) untersuchen. Der Test ist sehr zuverlässig, als routinemäßige Früherkennung eignet er sich nicht. Sinn macht der Bluttest bei bekannten Schilddrüsenproblemen oder bei -erkrankungen in der Familie. IGel-Leistung für Gesunde: Für Menschen ohne Beschwerden ist die Blutuntersuchung keine Leistung der gesetzlichen Krankenkassen. Als IgeL-Leistung kostet der Test etwa 17 Euro pro Wert. Patienten mit Beschwerden und/oder einem begründeten Verdacht auf eine Schilddrüsenerkrankung haben Anspruch.
       
Haut: Hautkrebs -Früherkennung Männer und Frauen ab 35 Jahre: alle zwei Jahre Der Arzt begutachtet die Haut von Kopf bis Fuß mit bloßem Auge und durch ein Handmikroskop mit Lampe. Bei Verdacht auf eine bösartige Veränderung prüft ein Hautarzt die Haut ein zweites Mal und nimmt eine Gewebeprobe. Empfehlenswert vor allem für Risikogruppen wie Menschen mit mehr als 100 Muttermale vorliegen, sie sich in Größe, Form oder Farbe verändern oder bei denen Hautkrebs in der Familie vorkommt. Die Krankenkasse übernimmt die Kosten, wenn ein Haut- oder Allgemeinmediziner mit entsprechender Zulassung die Untersuchung durchführt. Für die Untersuchung entfällt die Praxisgebühr.
       
Blut: Blutuntersuchungen im zur Früherkennung von Bluthochdruck, Stoffwechselstörungen und Kreislauferkrankungen Männer und Frauen Der Arzt nimmt eine Blutprobe und lässt im Labor folgende Werte bestimmen: Blutbild, Immunwerte (großes Blutbild, weiße Blutkörperchen, Immunglobuline), Hormone (Schilddrüsenhormone, Kortisol, Testosteron u.a.), Blutfette und Eiweiße (Gesamtcholesterin, Triglyceride, LDL, HDL, C-reaktives Protein (CRP), Fibrinogen u.a.), Metalle und Vitamine (Selen, Zink, Magnesium, Folsäure, Vitamine B12, B2, B6) Auffällige Blutwerte können nur gemeinsam mit anderen Untersuchungsergebnissen interpretiert werden. Zudem ist nicht belegt, dass die Blutuntersuchung die Gesundheit beschwerdefreier Menschen bessert oder deren Leben verlängert. Die Bestimmung der Vitamin- und Mineralstoffkonzentration ist überflüssig. IGeL-Leitung für Gesunde: die gesetzliche Kasse übernimmt die Kosten nicht. Im Rahmen des Gesundheits-Check-Ups wird Gesamtcholesterin und HDL kostenlos bestimmt. Bei Beschwerden und bei begründetem Verdacht zum Beispiel auf Herz-Kreislauf-Erkrankungen sind alle erforderlichen Untersuchungen im Leistungsspektrum der Gesetzlichen Krankenkassen enthalten.
Hormonspiegel/ Testosteronwert Männer ab 40 Jahre: bei Bedarf Der Arzt nimmt Blut ab und lässt im Labor den Blut-Testosteronwert bestimmen. Testosteron ist das wichtigste männliche Sexualhormon und wird in den Hoden gebildet. Er kann erhöht und erniedrigt sein und sollte morgens gemessen werden. Außerdem misst der Arzt das Schilddrüsenhormon TSH und das DHEAS (Vorstufe des Testosterons). Der Test ist nicht empfehlenswert, die Bestimmung des Blut-Testosteronwertes bei älteren, beschwerdefreien Männern hat keine oder nur geringe Aussagekraft. Ab dem 40. Lebensjahr sinkt der Wert physiologisch um jährlich etwa 1 Prozent. IGeL-Leistungen: TSH und das DHEAS je rund 25 Euro, TSH rund 17 Euro
       
Brust: Früherkennung von Brustkrebs mittels Tasten Frauen ab 30 Jahre: einmal jährlich Der Arzt tastet das Areal zwischen Schlüsselbein, Brustbein und Achselhöhle inklusive Brüste ab und sucht nach Verhärtungen, Rötungen, Knötchen oder vergrößerten Lymphknoten. Frauen sollten ihre Brüste regelmäßig allein abtasten. Die Tastuntersuchung reicht alleine nicht aus. Frauen mit einem verdächtigen Knoten sollten umgehend zum Arzt gehen. Die gesetzliche Krankenkasse übernimmt die Kosten für die Tastuntersuchung durch den Arzt sowie für die Anleitung zum Selbstabtasten einmal pro Jahr.
Früherkennung von Brustkrebs mittels der Film-Mammografie Frauen zwischen 50 und 69 Jahre: alle zwei Jahre Die Brust wird mit Röntgenstrahlen durchleuchtet. Ziel: Veränderungen im Brustgewebe und sehr kleine, nicht tastbare Tumore früh zu erkennen. Sollte sich der Verdacht auf eine Krebserkrankung ergeben, werden weitere Untersuchungen nötig. Die Mammografie gehört zu den am besten untersuchten Früherkennungs-Methoden. Mehreren Studien zufolge kann sie bei Frauen in entsprechendem Alter die Sterblichkeit senken. Die gesetzlichen Krankenkassen übernehmen die Kosten bei Frauen zwischen 50 und 69 Jahren alle zwei Jahre. Vor dem 50. Lebensjahr haben Frauen mit Verdacht auf Brustkrebs Anspruch.
       
Herz und Gefäße: Doppler-Sonografie der großen Gefäße von Kopf, Hals, Bauch und Beinen Männer und Frauen ab 30 Jahren: bei Beschwerden Mit der Doppler-Sonografie kann der Arzt die Richtung und die Geschwindigkeit des Blutflusses in den Hals- und Beingefäßen, im Herzen, den großen Körper und Nierengefäßen darstellen und Engstellen oder Verschlüsse schnell erkennen. Die Untersuchung ist nach Schlaganfällen sinnvoll oder wenn in der Familie bereits Schlaganfälle vorgekommen sind. Die gesetzliche Krankenkasse bezahlen die Doppler-Sonografie nicht routinemäßig. Wenn Beschwerden oder der begründete Verdacht auf Gefäßstenosen bestehen, übernimmt sie die Kosten. Zur Früherkennung ist sie eine IGeL-Leistung je nach Gefäßart zwischen 27 und 94 Euro.
Ultraschalluntersuchung des Herzens (Echokardiografie) Männer und Frauen: bei Beschwerden Bei der Untersuchung sendet ein Schallkopf Schallwellen, die durch das Gewebe des Herzens verändert werden und von dem Schallkopf wieder empfangen und in ein elektronisches Bild umgewandelt werden. Der Ultraschall erfolgt von außen über den vorderen Brustkorb oder von innen, der Schallkopf wird dabei durch die Speiseröhre geschoben. Die Echokardiografie ist Routine in der Diagnose von Herzerkrankungen und eignet sich zur Klärung eines Verdachts auf Herzfehler oder Störungen der Herzfunktion. Als routinemäßige Vorsorge für Menschen ohne Beschwerden macht sie keinen Sinn. Die gesetzlichen Krankenkassen bezahlen die Echokardiografie nicht routinemäßig. Wenn Beschwerden oder der begründete Verdacht auf Herzfunktionsstörungen bestehen, übernimmt sie die Kosten. Zur Früherkennung ist sie eine IGeL-Leistung zwischen 27 und 94 Euro.
MRT des Herzens (Magnetresonanztomo-grafie) Männer und Frauen: bei Beschwerden Mit dem MRT prüft der Arzt, wie das Herz arbeitet, wie die Herzklappen funktionieren, wie der Herzmuskel beschaffen ist und durchblutet ist. das MRT macht Sinn bei Herzbeschwerden, um die Funktion zu beurteilen oder um zum Beispiel eine Herzmuskelentzündung auszuschließen. Außerdem dient es als virtuelle Alternative zur herkömmlichen Koronarangiografie. Als routinemäßige Vorsorgeuntersuchung eignet sich das MRT nicht. IGeL-Leistung für Gesunde für rund 450 Euro. Wenn der begründete Verdacht auf Herzprobleme besteht, übernimmt sie die Kosten.
Atemtest zum Nachweis von Helicobacter pylori-Infektionen Frauen und Männer: bei Beschwerden wie Magendrücken, Blähungen, Sodbrennen oder gehäuften Durchfällen Der nüchterne Patient atmet tief in einen Beutel aus, trinkt einen speziellen Saft und atmet erneut in den Beutel. Die Atemprobe wird im Labor auf Kohlenwasserstoff untersucht, ein Stoffwechselprodukt der Bakterien. Eine chronische Hp-Infektion gilt als Risiko für Magenkrebs. Allerdings ist bislang nicht nachgewiesen, dass sich der Atemtest Methode zur Krebsfrüherkennung eignet. Die Krankenkassen zahlen den Atemtest zum Nachweis nur als Kontrolle nach einer Hp-Behandlung. Wer den Test privat machen lassen will, muss mit Kosten um die 25 Euro rechnen.
Check-Up zur Früherkennung von Herzkreislauf- und Nierenerkrankungen sowie Diabetes Männer und Frauen ab 35 Jahre: alle zwei Jahre; wenn das Risiko für Herzinfarkt und Schlaganfall gering ist, reicht auch ein Intervall von fünf bis zehn Jahren Der Check-Up umfasst verschiedene Untersuchungen: Zunächst spricht der Arzt mit dem Patienten über dessen eigene und familiäre Krankengeschichte und dessen Lebensstil. Er hört dessen Lunge und das Herz ab, lässt Puls und Blutdruck messen, tastet den Bauchraum ab und inspiziert den Bewegungsapparat, die Haut und die Sinnesorgane. Blut lässt er auf Gesamtcholesterin und Glukose untersuchen. Aus dem Urin werden Eiweiß, Zucker, rote und weiße Blutkörperchen und Nitrit bestimmt. Ein gründliches Durchchecken wird von vielen Ärzten und Patienten als sinnvoll angesehen. Nachgewiesen ist der Nutzen noch nicht. Der Check-Up ist eine Leistung der gesetzlichen Krankenkassen. Die Praxisgebühr für die Früherkennungsuntersuchung entfällt.
       
Darm: Darmkrebs-Früherkennung; Untersuchung des Stuhls auf verborgenes Blut Frauen und Männer ab 50 Jahre, einmal jährlich bis 55 Jahre Bei dem so genannten Hämocult-Test streicht der Patient mehrere Tage hintereinander eine erbsengroße Menge Stuhl auf Testbriefchen. Pro „Sitzung“ nimmt er zwei Proben, insgesamt übergibt er dem Arzt sechs Stuhlproben. Der Nachweis von verborgenem Blut im Stuhl zählt zu den besterprobten Methoden der Früherkennung. Er ist einfach und senkt nachweislich die Sterblichkeit, wenn bei dem Patienten bei positivem Befund anschließend der Darm gespiegelt wird. Der Test ist im Programm zur Krebsfrüherkennung der Gesetzlichen Krankenkassen enthalten, Männer und Frauen zwischen 50 und 55 Jahren haben Anspruch. Ab 55 Jahren können sie wählen: entweder alle zwei Jahre einen Stuhltest oder insgesamt zweimal im Abstand von zehn Jahren eine Darmspiegelung
Große Darmspiegelung (Koloskopie) zum frühzeitigen Nachweis von Darmkrebs und dessen Vorstufen Frauen und Männer ab 55 Jahren: zweimal im Abstand von zehn Jahren Bei der Darmspiegelung wird der gesamte Dickdarm untersucht. Vor der Untersuchung muss der Patient gründlich abführen, der Darm muss frei von Speise- und Stuhlresten sein. Dann führt der Arzt einen biegsamen, etwa fingerdicken Schlauch vom After her ein. An dessen Ende befindet sich eine Lichtquelle. Die Bilder aus dem Innern des Darms werden von einer Kamera aufgenommen und auf einen Bildschirm übertragen. Bei verdächtigen Veränderungen entnimmt der Arzt Gewebeproben, größere Polypen entfernt er mit einer elektrischen Schlinge. Die Darmspiegelung gilt als die beste Möglichkeit, um den Darm auf verdächtige Veränderungen hin zu untersuchen. Seit 2002 wird die Darmspiegelung kostenlos zur Früherkennung angeboten. Die gesetzlichen Krankenkassen übernehmen die Kosten.
       
Knochen: Knochendichtemessung zur Früherkennung der Osteoporose Frauen ab 55 Jahre: je nach Befund Bei der Untersuchung wird der Mineralsalzgehalt des Knochens gemessen. Es gibt verschiedene Verfahren wie zum Beispiel Röntgenuntersuchungen (DXA-Methode oder Computertomografie) oder Ultraschall. Die Röntgenstrahlen oder Ultraschallwellen durchdringen den Knochen mit einer bestimmten Intensität. Je nachdem wie dicht der Knochen ist, wird die Strahlung mehr oder weniger stark abgeschwächt. Ultraschall zur Knochendichtemessung ist weit verbreitet, aber unzuverlässig. Die Computertomografie bringt eine hohe Strahlenbelastung mit sich. Am ehesten eignet sich die so genannte DXA-Methode (Dual-Röntgen-Absorptiometrie) an der Lendenwirbelsäule oder am Oberschenkelhals. Mit den ermittelten Daten lassen sich allein aber keine Vorraussagen über die Entwicklung einer Osteoporose treffen. Die Knochendichtemessung ist als generelle Vorsorge ungeeignet. Sinn macht sie nur für Risikopatienten: Menschen, in deren Familie Osteoporose vorkommt oder die über längere Zeit Kortison einnehmen. Die Krankenkassen übernehmen die Kosten nur, wenn ein begründeter Verdacht auf die Knochenschwundkrankheit (Osteoporose) besteht, unmittelbar ein Knochen gebrochen ist und bei Risikopatienten. Igel-Leistung für Gesunde: Gesunde müssen die Kosten von rund 30 Euro selbst aufbringen.
       
Gebärmutterhals: Pap-Test zur Früherkennung von Gebärmutterhalskrebs (benannt nach den griechischen Arzt George Papanicolaou) Frauen ab 20 Jahren: einmal jährlich Der Arzt tastet die Genitalorgane durch die Bauchdecke ab und untersucht mit dem so genannten Spekulum den Gebärmutterhals (Spiegelung). Zur Kontrolle auf Krebszellen und Vorstufen entnimmt er einen Abstrich von der Schleimhaut (Pap-Test) von Muttermund und Mit dem Pap-Test werden im Labor frühzeitig verdächtige Zellveränderungen festgestellt, die durch eine chronische Entzündung mit bestimmten Viren entstehen. Der Abstrich wird als Teil der kostenlosen Krebsvorsorge von den gesetzlichen Krankenkassen bezahlt.
Prostata: Rektales Abtasten der Prostata zur Früherkennung von Prostatakrebs Männer ab 45 Jahre: einmal jährlich Der Patient liegt auf der Seite oder auf dem Rücken, der Arzt befühlt die Vorsteherdrüse mit einem Finger durch den After. Außerdem inspiziert der Arzt die äußeren Genitalorgane und die Lymphknoten in der Leiste. Der Arzt entdeckt nur etwa ein Drittel der vorhandenen Karzinome. Bei Männern, die älter als 75 Jahre alt sind, überwiegen die Risiken. Wer gesetzlich versichert ist, hat einmal im Jahr Anspruch auf die Tastuntersuchung.
Check-Up zur Früherkennung von Herzkreislauf- und Nierenerkrankungen sowie Diabetes Männer und Frauen ab 35 Jahre: alle zwei Jahre; wenn das Risiko für Herzinfarkt und Schlaganfall gering ist, reicht auch ein Intervall von fünf bis zehn Jahren Der Check-Up umfasst verschiedene Untersuchungen: Zunächst spricht der Arzt mit dem Patienten über dessen eigene und familiäre Krankengeschichte und dessen Lebensstil. Er hört dessen Lunge und das Herz ab, lässt Puls und Blutdruck messen, tastet den Bauchraum ab und inspiziert den Bewegungsapparat, die Haut und die Sinnesorgane. Blut lässt er auf Gesamtcholesterin und Glukose untersuchen. Aus dem Urin werden Eiweiß, Zucker, rote und weiße Blutkörperchen und Nitrit bestimmt. Ein gründliches Durchchecken wird von vielen Ärzten und Patienten als sinnvoll angesehen. Nachgewiesen ist der Nutzen noch nicht. Der Check-Up ist eine Leistung der gesetzlichen Krankenkassen. Die Praxisgebühr für die Früherkennungsuntersuchung entfällt.