
Reisen und Medizin -
Die Koffer sind gepackt, eine Reiseapotheke gehört dazu. Und wenn Sie doch etwas vergessen haben oder im Urlaub gar zum Arzt müssen, dann hilft der PRAXIS Sprachführer in fünf Sprachen.
Doch auch für Gesunde gilt: Vor jedem Trip die Reiseapotheke auffrischen, also das Verfallsdatum der Produkte prüfen. Und das Paket entsprechend dem Reiseziel ergänzen. Beispiel: Fliegen Sie in ein Gebiet, in dem das Risiko für Malaria erhöht ist, kümmern Sie sich um Insekten abweisende Mittel (Stand-by). Informieren Sie sich außerdem, in welchen Intervallen bestimmte Medikamente eingenommen werden müssen. Bei Reisen in ein Land mit Zeitverschiebung müssen diese beachtet werden.
Ihre Checkliste für die Reiseapotheke :
Sonnencreme: überall wichtig, schützt vor Sonnenbrand und Hautkrebs
Schmerzen/Fieber: Paracetamol 500 mg als Tablette oder Zäpfchen, Ibuprofen 400
Erbrechen: Metoclopramid, Dimenhydrinat
Durchfall: Brombeerblättertee, Elektrolyte (vor allem Salz), ausreichend Trinkwasser, Loperamid (nur in heftigen Fällen und nur kurzzeitig, denn der Opioid-Abkömmling blockiert die Bewegung des Darms)
Verstopfung: Wasser, Kleie, ballaststoffreiche Lebensmittel, Lactulose (nicht zur Daueranwendung wegen Mineralstoffmangel)
Schnupfen/Erkältung: ACC (Acetylcystein), Xylometazolin (bis maximal zehn Tage, die die Schleimhäute stark austrocknen und sich zurückbilden können)
Allergien: Antihistaminika, Cromoglicinsäure, Cetirizin: Salbe oder Tropfen
Insekten-/Sonnenstich: Arnikatinktur, kühlende Gels
Desinfektionsmittel, Pflaster, sterile Wundkompressen, Mullbinden und ein digitales Fieberthermometer sollten immer mit im Gepäck sein.

Noch mehr Tipps
Gegen Durchfall hilft am besten Vorbeugen. Nahrungsmittelhygiene ist in Ländern mit niedrigem Hygienestandard eine wichtige Grundregel: Vor Salat und Obst ohne Schale sollte man im Zweifel einen großen Bogen machen. Frischeisprodukte oder Eiswürfel sind auch potentielle Übertragungsquellen.
Flüssigkeitsverlust ist die größte Gefahr bei Durchfall, besonders für Kinder, Alte und Schwangere. Am wichtigsten ist es, den Verlust von Wasser und Salzen zu ersetzen. Elektrolytmischungen gibt es in Pulverform in der Apotheke und müssen bei Bedarf nur mit Wasser angemischt werden. Im Notfall geht es aber auch so: Je einen halben Liter abgekochtes Wasser mit einem halben Teelöffel Salz und fünf Teelöffel Traubenzucker auflösen, mit Orangensaft abschmecken. Davon sollte man mindestens drei Liter am Tag trinken. Ist man richtig krank, fällt das oft schwer.
Ist der Flüssigkeitsverlust mit Trinken nicht auszugleichen, muss man ins Krankenhaus, um eine Infusion zu erhalten. Loperamid stoppt den Durchfall in der Regel sofort. Aber das sollte nur eine kurzfristige Lösung sein, um zum Beispiel einen Transport zu überstehen. Denn der Erreger bleibt im Darm und man wird nicht schneller gesund.
Schon der Gedanke an fremde Toiletten und ein anderer Hygienestandard führen bei vielen Reisenden zu Verstopfung. Exotisches, unbekanntes Essen, kann auch für die Verdauung eine Belastung sein. Wer nicht regelmäßig zur Toilette kann, leidet nach wenigen Tagen unter Unwohlsein bis hin zu schweren Bauchkrämpfen. Kinder wirken geradezu schwer krank, wenn sie unter Verstopfung leiden. Um das zu vermeiden, sollte man unbedingt genügend trinken und reichlich ballaststoffreiche Ernährung zu sich nehmen.
Getrocknete Pflaumen, Feigen, aber auch Joghurt und Leinsamen sind sehr hilfreich. Milchzucker oder pflanzliche Quellmittel aus der Apotheke haben den gleichen Effekt. Manche schwören auf rohe Möhren, aber die sind wegen der Sauberkeit nicht an jedem Urlaubsort ratsam. Ein mildes Abführmittel sollte nur dann zum Einsatz kommen, wenn andere Methoden keinen Erfolg bringen. Denn auf Dauer bringen diese Mittel die Darmflora durcheinander und andere Beschwerden machen sich breit.
Gegen Durchfall hilft am besten Vorbeugen. Nahrungsmittelhygiene ist in Ländern mit niedrigem Hygienestandard eine wichtige Grundregel: Vor Salat und Obst ohne Schale sollte man im Zweifel einen großen Bogen machen. Frischeisprodukte oder Eiswürfel sind auch potentielle Übertragungsquellen.
Flüssigkeitsverlust ist die größte Gefahr bei Durchfall, besonders für Kinder, Alte und Schwangere. Am wichtigsten ist es, den Verlust von Wasser und Salzen zu ersetzen. Elektrolytmischungen gibt es in Pulverform in der Apotheke und müssen bei Bedarf nur mit Wasser angemischt werden. Im Notfall geht es aber auch so: Je einen halben Liter abgekochtes Wasser mit einem halben Teelöffel Salz und fünf Teelöffel Traubenzucker auflösen, mit Orangensaft abschmecken. Davon sollte man mindestens drei Liter am Tag trinken. Ist man richtig krank, fällt das oft schwer.
Ist der Flüssigkeitsverlust mit Trinken nicht auszugleichen, muss man ins Krankenhaus, um eine Infusion zu erhalten. Loperamid stoppt den Durchfall in der Regel sofort. Aber das sollte nur eine kurzfristige Lösung sein, um zum Beispiel einen Transport zu überstehen. Denn der Erreger bleibt im Darm und man wird nicht schneller gesund.
Schon der Gedanke an fremde Toiletten und ein anderer Hygienestandard führen bei vielen Reisenden zu Verstopfung. Exotisches, unbekanntes Essen, kann auch für die Verdauung eine Belastung sein. Wer nicht regelmäßig zur Toilette kann, leidet nach wenigen Tagen unter Unwohlsein bis hin zu schweren Bauchkrämpfen. Kinder wirken geradezu schwer krank, wenn sie unter Verstopfung leiden. Um das zu vermeiden, sollte man unbedingt genügend trinken und reichlich ballaststoffreiche Ernährung zu sich nehmen.
Getrocknete Pflaumen, Feigen, aber auch Joghurt und Leinsamen sind sehr hilfreich. Milchzucker oder pflanzliche Quellmittel aus der Apotheke haben den gleichen Effekt. Manche schwören auf rohe Möhren, aber die sind wegen der Sauberkeit nicht an jedem Urlaubsort ratsam. Ein mildes Abführmittel sollte nur dann zum Einsatz kommen, wenn andere Methoden keinen Erfolg bringen. Denn auf Dauer bringen diese Mittel die Darmflora durcheinander und andere Beschwerden machen sich breit.

Lästig sind Mücken und Stechfliegen. Da kommt keine Entspannung auf im Urlaub, wenn man übersäht ist mit juckenden, geröteten Stichen. In erster Linie gilt es vorzubeugen: Auf langärmelige Oberteile und lange Hosen sollte man wechseln, wenn es zu dämmern beginnt. Und dann am besten auch insektenabweisende Mittel (Repellentien) auftragen, um die Insekten fern zu halten. Stiche, die kitzeln, können mit verschiedensten Präparaten behandelt werden. Am besten nimmt man eins mit, das sich schon zuhause bewährt hat, egal ob Kühlgel-Rolle oder Spray.
Bei Wespen- und Bienenstichen hilft noch immer, eine frisch angeschnittene, rohe Zwiebel auf den Stich zu reiben. So genannte Antihistaminika müssen ins Gepäck, wenn eine Allergie besteht. Auch da kann der Hausarzt beraten, welches Präparat am geeignetsten ist.
Für Prellungen und Zerrungen braucht man eine kühlende Salbe und eine elastische Binde. Vor Ort sollte die schmerzende und geschwollene Stelle gekühlt werden und je nachdem braucht der Patient ein paar Tage Ruhe. Auch hier kommt ein Schmerzmittel zum Einsatz, zum Beispiel Ibuprofen oder Paracetamol.
Bei Wespen- und Bienenstichen hilft noch immer, eine frisch angeschnittene, rohe Zwiebel auf den Stich zu reiben. So genannte Antihistaminika müssen ins Gepäck, wenn eine Allergie besteht. Auch da kann der Hausarzt beraten, welches Präparat am geeignetsten ist.
Für Prellungen und Zerrungen braucht man eine kühlende Salbe und eine elastische Binde. Vor Ort sollte die schmerzende und geschwollene Stelle gekühlt werden und je nachdem braucht der Patient ein paar Tage Ruhe. Auch hier kommt ein Schmerzmittel zum Einsatz, zum Beispiel Ibuprofen oder Paracetamol.
Air-Condition und Klimawechsel
Um die Symptome eines Schnupfens oder einer Erkältung etwas zu mildern, sollte Nasenspray und Gurgellösung im Gepäck sein. Gegen das Dröhnen im Kopf kann auch ein Schmerzmittel genommen werden.
Im Urlaub setzt man sich automatisch mehr der Sonne aus als im Alltag zu Hause. Egal ob in den Bergen oder an der See – die Strahlung nimmt zu. Um die Augen zu schützen, brauchen wir eine vernünftige Sonnenbrille. Kinder übrigens auch! Gegen eine Bindehautentzündung gehören Augentropfen in die Reisetasche. Und auch Tropfen als Ersatz von Tränenflüssigkeit helfen bei gereizten Augen und Trockenheit.
Im Urlaub setzt man sich automatisch mehr der Sonne aus als im Alltag zu Hause. Egal ob in den Bergen oder an der See – die Strahlung nimmt zu. Um die Augen zu schützen, brauchen wir eine vernünftige Sonnenbrille. Kinder übrigens auch! Gegen eine Bindehautentzündung gehören Augentropfen in die Reisetasche. Und auch Tropfen als Ersatz von Tränenflüssigkeit helfen bei gereizten Augen und Trockenheit.

In sehr entlegenen Orten und medizinisch unterversorgten Gebieten ist es sinnvoll, Spritzen und Kanülen mitzunehmen. Bei mangelnder Wasserhygiene gibt es Desinfektionstabletten, die sogar Flusswasser trinkbar machen.
Um gesund und sicher zu reisen, muss an alle Mitreisenden gedacht werden. Kinder brauchen für eine Reise im Auto einen Kindersitz. Auch wer mit dem Flugzeug reist und am Urlaubsort ein Auto mietet oder mit dem Taxi fährt, darf die Sicherheit der Kinder nicht vernachlässigen! Kinder dürfen, bis sie zwölf Jahre alt sind, nur vorne im Auto sitzen, wenn sie in einem Rückhalte- system gesichert sind. Ab zwölf Jahren dürfen sie dann auch ohne Kindersitz. Ist ein Kind 1,50 m groß, egal wie alt, darf es vorne sitzen im normalen Gurt. Aber: Der sicherste Platz ist immer noch die Rückbank.
Auf langen Autofahrten sind regelmäßige Pausen wichtig. Auch wer schnell ans Ziel kommen möchte, profitiert davon, mal zwischendurch die Beine auszuschütteln und frische Luft zu schnuppern.
Auf Flugreisen macht oft die trockene Luft Probleme: Viel trinken heißt es da. Kontaktlinsenträger sollten frühzeitig auf eine Brille wechseln. Der Druck auf den Ohren macht besonders Kindern zu schaffen. Beim Start und bei der Landung ein Bonbon zu lutschen, Kaugummi zu kauen oder etwas zu trinken wäre eine gute Lösung. Babys nuckeln am besten an der Flasche. Gerade wenn die Atemwege durch einen Schnupfen angeschwollen sind, kann der Druck auf den Ohren unerträglich werden. Um das zu verhindern, sollte man abschwellende Nasentropfen am besten vor dem Start einsetzen.
Langes Sitzen auf eingeengtem Raum hebt das Risiko einer Beinvenenthrombose. So ist auch der Name entstanden: Economy-Class-Syndrom. Um dem Blutstau in den Beinen vorzubeugen, ist es ratsam, die Beine immer wieder zu bewegen. Da hilft es mal aufzustehen oder aber auch auf dem Sitz ein bisschen Fuß- und Beingymnastik zu machen. Kleine Bewegungen reichen schon: Fußkreisen oder abwechselnd sich auf die Fersen und Zehenspitzen stellen.
Text: Beate Wagner
Um gesund und sicher zu reisen, muss an alle Mitreisenden gedacht werden. Kinder brauchen für eine Reise im Auto einen Kindersitz. Auch wer mit dem Flugzeug reist und am Urlaubsort ein Auto mietet oder mit dem Taxi fährt, darf die Sicherheit der Kinder nicht vernachlässigen! Kinder dürfen, bis sie zwölf Jahre alt sind, nur vorne im Auto sitzen, wenn sie in einem Rückhalte- system gesichert sind. Ab zwölf Jahren dürfen sie dann auch ohne Kindersitz. Ist ein Kind 1,50 m groß, egal wie alt, darf es vorne sitzen im normalen Gurt. Aber: Der sicherste Platz ist immer noch die Rückbank.
Auf langen Autofahrten sind regelmäßige Pausen wichtig. Auch wer schnell ans Ziel kommen möchte, profitiert davon, mal zwischendurch die Beine auszuschütteln und frische Luft zu schnuppern.
Auf Flugreisen macht oft die trockene Luft Probleme: Viel trinken heißt es da. Kontaktlinsenträger sollten frühzeitig auf eine Brille wechseln. Der Druck auf den Ohren macht besonders Kindern zu schaffen. Beim Start und bei der Landung ein Bonbon zu lutschen, Kaugummi zu kauen oder etwas zu trinken wäre eine gute Lösung. Babys nuckeln am besten an der Flasche. Gerade wenn die Atemwege durch einen Schnupfen angeschwollen sind, kann der Druck auf den Ohren unerträglich werden. Um das zu verhindern, sollte man abschwellende Nasentropfen am besten vor dem Start einsetzen.
Langes Sitzen auf eingeengtem Raum hebt das Risiko einer Beinvenenthrombose. So ist auch der Name entstanden: Economy-Class-Syndrom. Um dem Blutstau in den Beinen vorzubeugen, ist es ratsam, die Beine immer wieder zu bewegen. Da hilft es mal aufzustehen oder aber auch auf dem Sitz ein bisschen Fuß- und Beingymnastik zu machen. Kleine Bewegungen reichen schon: Fußkreisen oder abwechselnd sich auf die Fersen und Zehenspitzen stellen.
Text: Beate Wagner




