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Aluminium ist aus unserem Alltag gar nicht mehr wegzudenken - als rostfreies Baumaterial, als Leichtmetall im Autobau oder als geschmacksneutrale Verpackung. Das Leichtmetall steckt aber nicht nur in Autos und Dosen, sondern ist auch Inhaltsstoff von Kosmetikartikeln wie Deos, die wir direkt auf die Haut auftragen. Ist der Einsatz unbedenklich und wurden die Gesundheitsrisiken genügend erforscht? rbb PRAXIS klärt auf.
Die meisten Deos enthalten Aluminiumsalze. Diese verschließen die Hautporen und verhindern oder verringern das Schwitzen. Dass das Aluminium so auch auf die Schweißdrüse einwirkt, kann aber weitergehende Konsequenzen haben als das alleinige Unterbinden der Achselschweißbildung, sagt der britische Toxikologe, Prof. Chris Exley, der seit Jahren zu den Risiken von Aluminium forscht.
Aluminium und Brustkrebs
Aluminiumsalze stehen laut dem Toxikologen im Verdacht, Brustkrebs auszulösen. So konnte bei einigen Frauen mit Brustkrebs ein erhöhter Aluminiumgehalt in Tumorzellen der Brust nachgewiesen werden. Woher das Aluminium stammt, ist allerdings unklar. Studien, die einen klaren Zusammenhang zwischen aluminiumhaltigen Deos und Brustkrebs belegen, gibt es bisher nicht.
Zudem sind Deos nur eine Quelle, über die Aluminium in unseren Körper gelangen kann. Das Metall steckt zum Beispiel in Verpackungen, Lebensmitteln und gelangt über die Wasseraufbereitung ins Trinkwasser. Im Trinkwasser stellt Aluminium laut Prof. Chris Exley jedoch kein großes Problem dar, da klare Grenzwerte existieren.
Aluminium und Brustkrebs
Aluminiumsalze stehen laut dem Toxikologen im Verdacht, Brustkrebs auszulösen. So konnte bei einigen Frauen mit Brustkrebs ein erhöhter Aluminiumgehalt in Tumorzellen der Brust nachgewiesen werden. Woher das Aluminium stammt, ist allerdings unklar. Studien, die einen klaren Zusammenhang zwischen aluminiumhaltigen Deos und Brustkrebs belegen, gibt es bisher nicht.
Zudem sind Deos nur eine Quelle, über die Aluminium in unseren Körper gelangen kann. Das Metall steckt zum Beispiel in Verpackungen, Lebensmitteln und gelangt über die Wasseraufbereitung ins Trinkwasser. Im Trinkwasser stellt Aluminium laut Prof. Chris Exley jedoch kein großes Problem dar, da klare Grenzwerte existieren.

Aluminium und Demenz
Immer wieder tauchen in der Presse Berichte auf, dass es auch einen Zusammenhang zwischen der Erkrankung an Alzheimer und der Aufnahme von Aluminium in den Körper geben könnte. Italienische Forscher haben erst kürzlich eine erhöhte Alu-Konzentration im Blut von Alzheimerpatienten entdeckt.
In der Anfang des Jahres in der Fachzeitschrift "Clinical Biochemistry" veröffentlichten Studie berichtet die Forschergruppe um Professor Pasquale de Sole, dass das Eiweiß Ferritin bei Alzheimerpatienten mehr Aluminium im Blut bindet als bei einer gesunden Kontrollgruppe. Ferritin ist für den Eisentransport im Körper zuständig und kann die so genannte Blut-Hirn-Schranke überwinden. So könnte Aluminium ins Gehirn gelangen, vermutet die Forschergruppe. Auskunft darüber, ob die nachgewiesene höhere Aluminiumkonzentration bei Alzheimerpatienten die Ursache oder eine Folge der Demenz ist, gibt die Studie allerdings nicht. Der genaue Zusammenhang ist also nach wie vor unklar.
Das Bundesinstitut für Risikobewertung sieht deshalb bisher keinen Handlungsbedarf. Der in der Presse wiederholt diskutierte Zusammenhang zwischen der Anwendung von Aluminiumsalzen in kosmetischen Mitteln und der Alzheimer-Erkrankung sowie der Entstehung von Brustkrebs sei wissenschaftlich bisher nicht belegt.
Immer wieder tauchen in der Presse Berichte auf, dass es auch einen Zusammenhang zwischen der Erkrankung an Alzheimer und der Aufnahme von Aluminium in den Körper geben könnte. Italienische Forscher haben erst kürzlich eine erhöhte Alu-Konzentration im Blut von Alzheimerpatienten entdeckt.
In der Anfang des Jahres in der Fachzeitschrift "Clinical Biochemistry" veröffentlichten Studie berichtet die Forschergruppe um Professor Pasquale de Sole, dass das Eiweiß Ferritin bei Alzheimerpatienten mehr Aluminium im Blut bindet als bei einer gesunden Kontrollgruppe. Ferritin ist für den Eisentransport im Körper zuständig und kann die so genannte Blut-Hirn-Schranke überwinden. So könnte Aluminium ins Gehirn gelangen, vermutet die Forschergruppe. Auskunft darüber, ob die nachgewiesene höhere Aluminiumkonzentration bei Alzheimerpatienten die Ursache oder eine Folge der Demenz ist, gibt die Studie allerdings nicht. Der genaue Zusammenhang ist also nach wie vor unklar.
Das Bundesinstitut für Risikobewertung sieht deshalb bisher keinen Handlungsbedarf. Der in der Presse wiederholt diskutierte Zusammenhang zwischen der Anwendung von Aluminiumsalzen in kosmetischen Mitteln und der Alzheimer-Erkrankung sowie der Entstehung von Brustkrebs sei wissenschaftlich bisher nicht belegt.

Aluminium und Hyperhidrose
Auch bei der medizinischen Behandlung von krankhaftem Schwitzen, der Hyperhidrose, werden Aluminiumchloride verwendet. Laut den Leitlinien der Deutschen Dermatologischen Gesellschaft ist die Behandlung mit so genannten Antiperspiranzien, die den Wirkstoff Aluminiumchlorid enthalten, erstes Mittel der Wahl. Die Antiperspiranzien werden an den Achselhöhlen aufgetragen und sollen so die Ausführungsgänge der Schweißdrüsen verstopfen.
Die Dermatologin, Dr. Kerstin Lommel sieht bisher keine Veranlassung, von der Behandlung mit Aluminiumchlorid abzusehen. Nach jetzigem wissenschaftlichem Stand sei das von Aluminiumchlorid ausgehende Risiko gering und die Vorteile überwiegten. "Ein theoretisches Risiko ist denkbar, zumal die Achselhöhle gut durchblutet ist. Aber die Studienlage ist zu dünn und es gibt keine Studien, die einen kausalen Zusammenhang zwischen der Aufnahme von Aluminium und Brustkrebs belegen."
Grundsätzlich gilt: Deos sollte man nicht auf frisch rasierte Achselhöhlen auftragen. Die in vielen Deos enthaltenen Aluminiumsalze könnten bei empfindlichen Menschen die Haut reizen und zu Entzündungen führen können. Da die Verbraucher aufmerksamer auf die Problematik geworden sind, bieten immer mehr Hersteller aluminiumfreie Deos an.
Diese Deos sollen auch ohne Aluminiumsalze und zum Teil auch ohne Konservierungsstoffe und Alkohol einen sicheren und hautfreundlichen Schutz gegen Schweißgeruch bieten. Die meisten Deos in konventionellen Drogeriemärkten enthalten jedoch alle Aluminiumsalze. Wer sicher gehen will, muss also genau hinsehen und die Inhaltsliste überprüfen.
Text: Nadine Bader
Auch bei der medizinischen Behandlung von krankhaftem Schwitzen, der Hyperhidrose, werden Aluminiumchloride verwendet. Laut den Leitlinien der Deutschen Dermatologischen Gesellschaft ist die Behandlung mit so genannten Antiperspiranzien, die den Wirkstoff Aluminiumchlorid enthalten, erstes Mittel der Wahl. Die Antiperspiranzien werden an den Achselhöhlen aufgetragen und sollen so die Ausführungsgänge der Schweißdrüsen verstopfen.
Die Dermatologin, Dr. Kerstin Lommel sieht bisher keine Veranlassung, von der Behandlung mit Aluminiumchlorid abzusehen. Nach jetzigem wissenschaftlichem Stand sei das von Aluminiumchlorid ausgehende Risiko gering und die Vorteile überwiegten. "Ein theoretisches Risiko ist denkbar, zumal die Achselhöhle gut durchblutet ist. Aber die Studienlage ist zu dünn und es gibt keine Studien, die einen kausalen Zusammenhang zwischen der Aufnahme von Aluminium und Brustkrebs belegen."
Grundsätzlich gilt: Deos sollte man nicht auf frisch rasierte Achselhöhlen auftragen. Die in vielen Deos enthaltenen Aluminiumsalze könnten bei empfindlichen Menschen die Haut reizen und zu Entzündungen führen können. Da die Verbraucher aufmerksamer auf die Problematik geworden sind, bieten immer mehr Hersteller aluminiumfreie Deos an.
Diese Deos sollen auch ohne Aluminiumsalze und zum Teil auch ohne Konservierungsstoffe und Alkohol einen sicheren und hautfreundlichen Schutz gegen Schweißgeruch bieten. Die meisten Deos in konventionellen Drogeriemärkten enthalten jedoch alle Aluminiumsalze. Wer sicher gehen will, muss also genau hinsehen und die Inhaltsliste überprüfen.
Text: Nadine Bader


