
rbb PRAXIS Sommersprechstunde -
Karin B. hat Vitiligo, die so genannte Weißfleckenkrankheit. Es ist eine chronische nicht ansteckende Hauterkrankung, die man an Pigmentstörungen in Form weißer Flecken erkennt. Von der rbbPRAXIS möchte sie wissen, wie sie sich im Urlaub am besten vor der Sonne schützen kann.
Sehr geehrte Damen und Herren,
ich habe Vitiligo. Bei mir ist es derart ausgeprägt, dass ich keine Pigmente mehr habe. Nun möchte ich im Sommer in der Schweiz eine Woche mit den Bergbahnen eine Rundfahrt unternehmen. Meine Frage betrifft den Sonnenschutz. Nun dachte ich, dass ich den höchsten Sonnenschutz nehmen sollte, den es auf dem Markt gibt, wie den LSF 80 – die Produkte sind allerdings sehr teuer. Eine weitere Frage betrifft eine vorbereitende Einnahme von speziellen "Sonnenschutz-Kapseln". Ist es Ihrer Meinung nach empfehlenswert?
Ich danke Ihnen für Ihre Antwort im Voraus und verbleibe
mit freundlichen Grüßen,
Karin B.
ich habe Vitiligo. Bei mir ist es derart ausgeprägt, dass ich keine Pigmente mehr habe. Nun möchte ich im Sommer in der Schweiz eine Woche mit den Bergbahnen eine Rundfahrt unternehmen. Meine Frage betrifft den Sonnenschutz. Nun dachte ich, dass ich den höchsten Sonnenschutz nehmen sollte, den es auf dem Markt gibt, wie den LSF 80 – die Produkte sind allerdings sehr teuer. Eine weitere Frage betrifft eine vorbereitende Einnahme von speziellen "Sonnenschutz-Kapseln". Ist es Ihrer Meinung nach empfehlenswert?
Ich danke Ihnen für Ihre Antwort im Voraus und verbleibe
mit freundlichen Grüßen,
Karin B.
Antwort der rbb PRAXIS
Sehr geehrte Frau B.
der LSF 50 reicht sicherlich aus, denn damit erreicht man bereits eine "Sun-Blocker" Wirkung. Ob Vitiligo-Betroffene eine erhöhte Hautkrebs-Gefahr haben, weiß man nicht sicher. In jedem Fall sollte man die Stellen gut eincremen, aber natürlich auch die übrige Haut, und zwar eine halbe Stunde vor dem Gang in die Sonne.
Dabei kann man zwischen zwei unterschiedlichen Varianten von Sonnencremes wählen: entweder Sonnencremes mit rein mineralischem Filter oder mit chemischem Filter. Beide Filter wirken in der obersten Hautschicht, aber in unterschiedlicher Form: Chemische Filter nehmen das UV-Licht auf und geben dabei Wärme ab. Mineralische Filter dagegen reflektieren das Sonnenlicht, ähnlich wie kleine Spiegel. Der mineralische Lichtschutz wird vor allem für Kinder empfohlen.
Eine gute Alternative sind so genannte Liposomen-Sonnencremes (wie Daylong). Das Besondere: Die Cremes ziehen besonders gut in die Haut ein. Die Schutzpigmente sitzen direkt zwischen den Hautzellen. Das macht die Creme besonders widerstandsfähig gegen Wasser und das Abreiben durch Sand, Kleidung oder das Badehandtuch. Dazu kommt, dass kein fettiger Film auf der Haut entsteht. Aufgrund dieser Eigenschaften wurde die Creme, die der Hersteller gemeinsam mit der Hautklinik der Berliner Charité entwickelt hat, in das Hautkrebs-Präventions-Programm der Europäischen Union aufgenommen. Spezielle Produktempfehlungen geben wir nicht. Aktuelle Einschätzungen von Sonnencremes bietet die Stiftung Warentest.
Doch die beste Creme nützt nichts, wenn zu wenig Creme verwendet wird. Etwa 36 Gramm müssen es für den erwachsenen Körper sein. Wichtig ist es auch, alle Körperpartien sorgfältig einzucremen: Achten Sie auf die typischen "Cremelücken" auf dem Rücken, Fußrücken oder am Textilrand. Außerdem muss man für einen richtigen Schutz nicht nur nach dem Baden, sondern generell mehrmals täglich nachcremen, denn auch durch Schweißabsonderungen oder durch Abreibungen verliert sich an manchen Stellen der Schutzfilm. Zu einem maßvollen Sonnengenuss gehört es auch, die Mittagssonne von 11 - 15 Uhr zu meiden. Generell sollte man sich eher im Schatten aufhalten und nicht in der prallen Sonne.
der LSF 50 reicht sicherlich aus, denn damit erreicht man bereits eine "Sun-Blocker" Wirkung. Ob Vitiligo-Betroffene eine erhöhte Hautkrebs-Gefahr haben, weiß man nicht sicher. In jedem Fall sollte man die Stellen gut eincremen, aber natürlich auch die übrige Haut, und zwar eine halbe Stunde vor dem Gang in die Sonne.
Dabei kann man zwischen zwei unterschiedlichen Varianten von Sonnencremes wählen: entweder Sonnencremes mit rein mineralischem Filter oder mit chemischem Filter. Beide Filter wirken in der obersten Hautschicht, aber in unterschiedlicher Form: Chemische Filter nehmen das UV-Licht auf und geben dabei Wärme ab. Mineralische Filter dagegen reflektieren das Sonnenlicht, ähnlich wie kleine Spiegel. Der mineralische Lichtschutz wird vor allem für Kinder empfohlen.
Eine gute Alternative sind so genannte Liposomen-Sonnencremes (wie Daylong). Das Besondere: Die Cremes ziehen besonders gut in die Haut ein. Die Schutzpigmente sitzen direkt zwischen den Hautzellen. Das macht die Creme besonders widerstandsfähig gegen Wasser und das Abreiben durch Sand, Kleidung oder das Badehandtuch. Dazu kommt, dass kein fettiger Film auf der Haut entsteht. Aufgrund dieser Eigenschaften wurde die Creme, die der Hersteller gemeinsam mit der Hautklinik der Berliner Charité entwickelt hat, in das Hautkrebs-Präventions-Programm der Europäischen Union aufgenommen. Spezielle Produktempfehlungen geben wir nicht. Aktuelle Einschätzungen von Sonnencremes bietet die Stiftung Warentest.
Doch die beste Creme nützt nichts, wenn zu wenig Creme verwendet wird. Etwa 36 Gramm müssen es für den erwachsenen Körper sein. Wichtig ist es auch, alle Körperpartien sorgfältig einzucremen: Achten Sie auf die typischen "Cremelücken" auf dem Rücken, Fußrücken oder am Textilrand. Außerdem muss man für einen richtigen Schutz nicht nur nach dem Baden, sondern generell mehrmals täglich nachcremen, denn auch durch Schweißabsonderungen oder durch Abreibungen verliert sich an manchen Stellen der Schutzfilm. Zu einem maßvollen Sonnengenuss gehört es auch, die Mittagssonne von 11 - 15 Uhr zu meiden. Generell sollte man sich eher im Schatten aufhalten und nicht in der prallen Sonne.

Sonnenschutz von innen:
Studien zeigen: Wer viel rotes Gemüse isst, hat besonders viele Antioxidantien in der Haut. Diese Schutzmoleküle fangen „freie Radikale“ und schützen die Haut. Fältchen und Falten treten später auf und auch vor Sonnenstrahlen ist die Haut besser geschützt. Alternativ kann man den Sonnenschutz von innen auch mit speziellen Sonnenschutzkapseln verbessern. In diesen Nahrungsergänzungsmitteln sind beispielsweise Pflanzenextrakte und Beta Karotin enthalten. Damit kann man jedoch maximal einen LSF von 2 - 3 erreichen. Dies ist zumindest ein zusätzlicher Schutz, wenn man beim Eincremen nachlässig war. Ganz verlassen auf die Kapseln darf man sich jedoch nicht. Und ein vollwertiger Ersatz für Obst und Gemüse sind sie auch nicht. Denn Karotte, Tomate und Co. bieten natürlich viel mehr als nur Schutz für die Haut.
Freundliche Grüße,
Susanne Faß
Fachärztin für Innere Medizin
rbb PRAXIS Team
Studien zeigen: Wer viel rotes Gemüse isst, hat besonders viele Antioxidantien in der Haut. Diese Schutzmoleküle fangen „freie Radikale“ und schützen die Haut. Fältchen und Falten treten später auf und auch vor Sonnenstrahlen ist die Haut besser geschützt. Alternativ kann man den Sonnenschutz von innen auch mit speziellen Sonnenschutzkapseln verbessern. In diesen Nahrungsergänzungsmitteln sind beispielsweise Pflanzenextrakte und Beta Karotin enthalten. Damit kann man jedoch maximal einen LSF von 2 - 3 erreichen. Dies ist zumindest ein zusätzlicher Schutz, wenn man beim Eincremen nachlässig war. Ganz verlassen auf die Kapseln darf man sich jedoch nicht. Und ein vollwertiger Ersatz für Obst und Gemüse sind sie auch nicht. Denn Karotte, Tomate und Co. bieten natürlich viel mehr als nur Schutz für die Haut.
Freundliche Grüße,
Susanne Faß
Fachärztin für Innere Medizin
rbb PRAXIS Team



