
rbb PRAXIS Sommersprechstunde -
Dieter Th. fragt die rbb PRAXIS, ob meistens die Lendenwirbelsäule die Ursache für Wadenkrämpfe ist.
Sehr geehrtes Team,
ich habe gehört, dass Wadenkrämpfe meist von der Lendenwirbelsäule kommen. Stimmt das?
Mit freundlichen Grüßen,
Dieter Th.
ich habe gehört, dass Wadenkrämpfe meist von der Lendenwirbelsäule kommen. Stimmt das?
Mit freundlichen Grüßen,
Dieter Th.
Antwort der rbb PRAXIS
Sehr geehrter Herr Th.,
Wadenkrämpfe können ganz unterschiedliche Ursachen haben, wie eine Überbelastung der Muskulatur durch Sport und eben auch Nervenwurzelreizungen der Bandscheibe. Meist treten sie in der Nacht auf. Warum das so ist, weiß man nicht sicher. Vermutlich hängt es damit zusammen, dass die Füße im Liegen leicht Richtung Matratze "hängen". Dadurch werden die Muskelfasern der Wade verkürzt. Bewegt man sich dann im Schlaf, verkürzen sich die Muskeln reflexartig weiter und es kommt zu Krämpfen.
Überlastete Muskeln gehören in jedem Fall zu den wichtigsten Faktoren: Ist man tagsüber also viel gewandert oder geradelt, steigt die Wahrscheinlichkeit, dass nachts die Wade zwickt. Auch Spreizfüße, verdickte Fußballen oder das Tragen hoher Absätze können zu einer Grundspannung in der Wade führen, die sich dann nachts durch Krämpfe bemerkbar macht. Ob die Einnahme von Magnesium hilft ist bei Experten umstritten. Zumindest helfen die Tabletten nicht im Akutfall, sondern nur vorbeugend.
Während des Krampfs hilft nur dehnen: Man greift die Zehenspitzen mit den Händen und zieht den Fuß leicht zum Körper hin. Oder man stellt die Füße gerade auf den Boden und beugt den Oberkörper leicht nach vorne. Eine warme Dusche oder eine Massage können ebenfalls helfen.
Bei sehr starken Schmerzen oder sehr häufigen Krämpfen, die auch tagsüber auftreten, sollte man einen Arzt aufsuchen. Denn auch Krankheiten können dahinter stecken, wie Gefäßerkrankungen, Diabetes mellitus, Erkrankungen des Nervensystems oder Bandscheibenprobleme.
Freundliche Grüße,
Susanne Faß
Fachärztin für Innere Medizin
rbb PRAXIS Team
Wadenkrämpfe können ganz unterschiedliche Ursachen haben, wie eine Überbelastung der Muskulatur durch Sport und eben auch Nervenwurzelreizungen der Bandscheibe. Meist treten sie in der Nacht auf. Warum das so ist, weiß man nicht sicher. Vermutlich hängt es damit zusammen, dass die Füße im Liegen leicht Richtung Matratze "hängen". Dadurch werden die Muskelfasern der Wade verkürzt. Bewegt man sich dann im Schlaf, verkürzen sich die Muskeln reflexartig weiter und es kommt zu Krämpfen.
Überlastete Muskeln gehören in jedem Fall zu den wichtigsten Faktoren: Ist man tagsüber also viel gewandert oder geradelt, steigt die Wahrscheinlichkeit, dass nachts die Wade zwickt. Auch Spreizfüße, verdickte Fußballen oder das Tragen hoher Absätze können zu einer Grundspannung in der Wade führen, die sich dann nachts durch Krämpfe bemerkbar macht. Ob die Einnahme von Magnesium hilft ist bei Experten umstritten. Zumindest helfen die Tabletten nicht im Akutfall, sondern nur vorbeugend.
Während des Krampfs hilft nur dehnen: Man greift die Zehenspitzen mit den Händen und zieht den Fuß leicht zum Körper hin. Oder man stellt die Füße gerade auf den Boden und beugt den Oberkörper leicht nach vorne. Eine warme Dusche oder eine Massage können ebenfalls helfen.
Bei sehr starken Schmerzen oder sehr häufigen Krämpfen, die auch tagsüber auftreten, sollte man einen Arzt aufsuchen. Denn auch Krankheiten können dahinter stecken, wie Gefäßerkrankungen, Diabetes mellitus, Erkrankungen des Nervensystems oder Bandscheibenprobleme.
Freundliche Grüße,
Susanne Faß
Fachärztin für Innere Medizin
rbb PRAXIS Team


