Sonnenbad im Park, Quelle: dpa

- Sonnenschutz und Hauttypen

Sonnenstrahlen streicheln die Seele und sind gesund: Sie kurbeln die Produktion von körpereigenem Vitamin D und das Herz-Kreislauf-System an, helfen bei Ekzemen und Schuppenflechte. Allerdings kommt es auf das Maß an. Zuviel Sonne ist riskant und die Hauptursache für die zunehmenden Fälle von Hautkrebs.

Wie intensiv und somit gefährlich die Strahlung für unsere Haut als größtes Organ ist, hängt von Faktoren wie dem Sonnenstand, dem Ozongehalt der Luft, der Reflexion durch Schnee, Sand, Wasser und der Höhenlage ab. So nimmt die Intensität der UV-Strahlung beispielsweise im Hochgebirge pro 1000 Meter Höhenunterschied um 15 bis 20 Prozent zu. Eine zentrale Rolle spielt die angeborene Hautempfindlichkeit: wie dick die Hornschicht ist und wie pigmenthaltig die Haut. Je nach Hauttyp variiert demnach die Eigenschutzzeit. Das ist die Spanne, nach der es auf ungeschützter Haut zu einer Rötung kommt.

Sonnencreme verlängert diesen Zeitraum. Ein gutes Produkt schützt vor UV-A wie UV-B-Strahlen. Der Lichtschutzfaktor (LSF) gibt an, wie viel UV-B-Strahlung die Haut erreicht. Bei Faktor 10 ist es ein Zehntel, bei Faktor 20 ein Zwanzigstel – allerdings gemessen bei zwei Milligramm Schutzmittel pro Quadratzentimeter Haut. Das ist eine richtig dicke Schmierschicht – rund viermal so viel, wie die meisten Menschen verwenden.

Sonnencremes mit chemischem Faktor müssen mindestens eine halbe Stunde vor dem Sonnenbad aufgetragen werden, damit sie richtig wirken. Sie können die Sensibilität gegenüber UV-Strahlung verstärken und allergische Reaktionen hervorrufen. Für Kinder sind sie daher nicht unbedingt geeignet. Mittel mit physikalischen Filtern wie Zinkoxid und Titanoxid wirken sofort und rufen keine Hautirritationen hervor. Dafür sind sie schwieriger in die Haut einzuarbeiten und hinterlassen auf ihr manchmal einen weißen Schimmer.

Eine Tabelle mit allen Hauttypen und den entsprechend notwendigen Schutzmaßnahmen finden Sie hier oder auf der nächsten Seite...

So sollten sich die unterschiedlichen Hauttypen vor der Sonne schützen:

HauttypMerkmaleVerbreitungEigenschutzzeitSchutzmaßnahmen
Der "keltische" Typ- wenig bis gar keine Pigmentierung, helle, blasse Haut, blaue oder grüne Augen, rotes bis rotblondes Haar, neigt extrem zum Sonnenbrand, wird kaum braunetwa zwei Prozent der Europäer5 bis 10 MinutenSonnencreme mit hohem Lichtschutzfaktor ab 30, Kopfbedeckung sowie lange Kleidung, die am besten die gesamte Hautoberfläche vor UV-Strahlung schützt
Der dunkle Typ- extrem unempfindlich gegenüber der Sonne, stark pigmentiertvor allem in äquatornahen Ländernmehr als eine StundeWer sich der Sonne länger aussetzt, sollte eine Creme mit niedrigem bis mittlerem Schutzfaktor benutzen
Der Mischtyp- hellbraune Haut, dunkelblonde bis dunkle Haare, graue oder braune Augen, gut pigmentierte Haut, deshalb: lang anhaltende Bräune, selten Rötungenetwa 78 Prozent der Europäer20 bis 30 MinutenNeben einer Kopfbedeckung ist auf jeden Fall auch Sonnencreme angeraten, allerdings reicht meist ein Lichtschutzfaktor zwischen zehn bis 25
Der Mischtyp II- blondes oder hellbraunes Haar, blaue oder grüne Augen, geringe, kurz anhaltende Bräunung, häufig Sonnenbrändeetwa zwölf Prozent der Europäer10 bis 20 MinutenLichtschutzfaktor 15 bis 30 und Kleidung zum Schutz der besonders gefährdeten Bereiche Schulter, Nacken und Kniekehlen
Der "mediterrane" Typ- dunkel- braune Augen und eher dunkle Haut, wird schnell und dauerhaft braun, hat praktisch nie Sonnenbrändeacht Prozent der Europäer30 bis 40 MinutenMit seiner sehr guten Pigmentierung macht es dem mediterranen Typ nichts aus, auch mal ungeschützt in der Sonne zu sitzen. Setzt er sich jedoch längere Zeit der UV-Strahlung aus, sollte auch er sich eincremen. Ein mittlerer Lichtschutzfaktor reicht aus

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