Mücke saugt Blut aus einem Arm (Quelle: dpa)

- Wenn die Hitze kommt: Fiebererkrankungen durch Mücken

Fast überall, wo es warm ist, sind auch sie da: Mücken. Ihr harmloses Sirren täuscht. Sie können eine Vielzahl von Erkrankungen übertragen.

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Diese Krankheiten werden von Mücken übertragen:

Pappataci-Fieber
Sandmücken übertragen die Erreger, die Sandmücken-Viren, dieser grippeähnlichen Erkrankung. Sie beginnt etwa drei bis vier Tage nach dem Mückenstich. Neben hohem Fieber treten Kopf-, Augen- und Gliederschmerzen auf, die nach einigen Tagen wieder abklingen. Gelegentlich steigt dann das Fieber erneut. Zusätzlich kann eine Hirnhaut- oder Gehirnentzündung auftreten. Die Zeit der Genesung ist oft lang und wird von wiederkehrenden Kopfschmerzen begleitet. Das Virus ist in den meisten Ländern des Mittelmeerraumes sowie dem zentralasiatischen Bereich weit verbreitet. Am besten untersucht ist das Vorkommen in Mittelitalien: Hier ist das Virus in den Sommermonaten bei Kindern und Erwachsenen für den Großteil der akuten viralen Infektionen mit Beteiligung des zentralen Nervensystems (ZNS) verantwortlich.
West Nil-Fieber
Das Virus wird durch Stechmücken übertragen, nachdem diese mit dem Virus infizierte Vögel gestochen haben. Menschen entwickeln daraufhin Anzeichen von grippeähnlichen Symptomen wie Fieber, Muskel- und Kopfschmerzen begleitet von Durchfall, Übelkeit und Erbrechen. Ältere Leute sind gefährdet für Gehirn- und Hirnhautentzündung. Bei rund einem Drittel der Patienten können geschwollene Lymphknoten und ein Hautausschlag an Brust, Rücken und Armen auftreten. Das Virus hat sich seit 1999 rasant in den USA ausgebreitet. In den vergangenen Jahren wurden auch Infektionen in Süd- und Südosteuropa wie auf der Krim und Rumänien beobachtet. Wissenschaftler befürchten deshalb, dass das Virus bereits unerkannt Deutschland erreicht hat.
Dengue-Fieber
Die Symptome des Dengue-Fiebers treten zwei bis zehn Tage nach dem Mückenstich auf und ähneln einer Grippe: Betroffene klagen über hohes Fieber, starke Kopf- und Gliederschmerzen sowie Druckschmerz hinter dem Auge. Nach einer Woche lassen Fieber und Schmerzen in der Regel nach. Allerdings fühlen sich die Patienten oft über Wochen hinweg schlapp. Das Gefährliche beim Dengue-Fieber: Bei der ersten Infektion bleibt es oft unentdeckt. Bei einer zweiten oder dritten Infektion treten dann die Symptome viel stärker auf und können von inneren Blutungen und Schocksymptomen begleitet werden. Für 2017 wird eine Impfung gegen das Dengue-Fieber erwartet.
Chikungunya
Das Virus wird von der Tigermücke übertragen. Die Zeit von der Ansteckung bis zur Erkrankung dauert zwei bis acht Tage. Typischerweise treten Fieber, Schüttelfrost, Kopf-, Glieder- und Gelenkschmerzen an Knie, Knöchel und die kleinen Gelenke der Arme und Beine. Der begleitende Hautausschlag wird durch stecknadelkopfgroße Blutungen aus kleinsten Blutgefäßen in die Haut oder Schleimhäute verursacht. Ausgeprägte Blutungen sind selten. In einigen Fällen kann nach einer Phase der Besserung das Fieber erneut ansteigen und mit starken Schmerzen in den kleinen Gelenken einhergehen. Bei schweren Fällen halten dieGelenkbeschwerden monatelang an.

Text: Constanze Löffler

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