
-
Schimmelpilze gehören zu unserer natürlichen Umwelt. Sie spielen sogar eine wichtige Rolle im Kreislauf der Natur. In der Wohnung oder auf Nahrungsmitteln können Schimmelpilze aber die Gesundheit beeinträchtigen und haben dort nichts zu suchen. rbb PRAXIS informiert.
Seite 2 von 2

Schimmel auf Lebensmitteln
Wenn Schimmelpilze Nahrungsmittel befallen, durchziehen sie das ganze Produkt, auch wenn der Verbraucher lediglich den „Schimmelrasen“ auf der Oberfläche sieht. Gesundheitsgefährdend sind die so genannten Mykotoxine - Giftstoffe, die von den Schimmelpilzen produziert werden.
Sie können in Nahrungs- und Futtermitteln bereits auf dem Feld und bei Lagerung, Transport und Weiterverarbeitung entstehen und dann in die Nahrungskette gelangen. Sehr hohe Gehalte können akut toxisch wirken, die chronische Aufnahme niedriger Mengen kann zu Organschäden führen. Manche Mykotoxine können Krebs auslösen. Dieses Risiko ist aufgrund von Lebensmittelkontrollen und festgelegten Grenzwerten gering.
Grundsätzlich rät das Bundesinstitut für Risikobewertung jedoch, verschimmelte Lebensmittel sofort zu entsorgen und nicht länger offen liegen zu lassen. Bei Schimmelstellen auf Brotstücken sollten das ganze Brot weggeworfen werden. Je flüssiger die Lebensmittel (z. B. Kompott, Saft, Konfitüren, weiche Pfirsiche usw.) sind, desto schneller ist die Ausbreitung des Schimmels und seiner Toxine möglich.
Solche befallenen Lebensmittel umgehend wegwerfen, dasselbe gilt für befallene Milch und Milchprodukte, wie zum Beispiel Joghurt und Quark. Unbedenklich sind allein schimmelgereifte Käse (z.B. Roquefort, Camembert); zur besseren Abgrenzung von "echtem" Schimmelbefall sollte Käse immer in separaten Verpackungen aufbewahrt werden.
Text: Nadine Bader


