Erdbeere mit Schimmelfleck, Quelle: imago

- Vorsicht, Schimmel!

Schimmelpilze gehören zu unserer natürlichen Umwelt. Sie spielen sogar eine wichtige Rolle im Kreislauf der Natur. In der Wohnung oder auf Nahrungsmitteln können Schimmelpilze aber die Gesundheit beeinträchtigen und haben dort nichts zu suchen. rbb PRAXIS informiert.

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Nützliche Links

bfr.bund.de - Schimmelpilze und Mykotoxine in Lebensmitteln

Bundesinstitut für Risikobewertung

Verschimmelte Wurst, Zeitronenhälfte, Quelle: imago

Schimmel auf Lebensmitteln

Wenn Schimmelpilze Nahrungsmittel befallen, durchziehen sie das ganze Produkt, auch wenn der Verbraucher lediglich den „Schimmelrasen“ auf der Oberfläche sieht. Gesundheitsgefährdend sind die so genannten Mykotoxine - Giftstoffe, die von den Schimmelpilzen produziert werden.

Sie können in Nahrungs- und Futtermitteln bereits auf dem Feld und bei Lagerung, Transport und Weiterverarbeitung entstehen und dann in die Nahrungskette gelangen. Sehr hohe Gehalte können akut toxisch wirken, die chronische Aufnahme niedriger Mengen kann zu Organschäden führen. Manche Mykotoxine können Krebs auslösen. Dieses Risiko ist aufgrund von Lebensmittelkontrollen und festgelegten Grenzwerten gering.

Grundsätzlich rät das Bundesinstitut für Risikobewertung jedoch, verschimmelte Lebensmittel sofort zu entsorgen und nicht länger offen liegen zu lassen. Bei Schimmelstellen auf Brotstücken sollten das ganze Brot weggeworfen werden. Je flüssiger die Lebensmittel (z. B. Kompott, Saft, Konfitüren, weiche Pfirsiche usw.) sind, desto schneller ist die Ausbreitung des Schimmels und seiner Toxine möglich.

Solche befallenen Lebensmittel umgehend wegwerfen, dasselbe gilt für befallene Milch und Milchprodukte, wie zum Beispiel Joghurt und Quark. Unbedenklich sind allein schimmelgereifte Käse (z.B. Roquefort, Camembert); zur besseren Abgrenzung von "echtem" Schimmelbefall sollte Käse immer in separaten Verpackungen aufbewahrt werden.

Text: Nadine Bader

wEITERE bEITRÄGE

Schimmel im Rettungsturm (Quelle: rbb)

Interview - Wenn Sporen die Atemluft verseuchen

Der enge Zusammenhang zwischen Schimmelpilzen und der Entwicklung von Asthma wurde in diversen Studien bewiesen. Doch bis heute fehlt es beispielsweise an verlässlichen allergologischen Tests für die Diagnose des Schimmelpilzbedingten Asthmas. rbb PRAXIS hat mit Dr. Thomas Lob-Corzilius vom Christlichen Kinderhospital Osnabrück über weitere Besonderheiten der Erkrankung gesprochen. Er leitet die Kinder-Pneumologie der Klinik und ist Sprecher der Arbeitsgruppe Umweltmedizin der Gesellschaft für Pädiatrische Allergologie und Umweltmedizin.