Rot gekleidete Mitglieder des Deutschen Roten Kreuzes stellen sich zu einem Kreuz auf (dpa-Foto)

- Zum Weltrotkreuztag

Am 8. Mai ist Weltrotkreuztag. Er erinnert an den Geburtstag des Schweizers Henry Dunant, den Gründer der Internationalen Rotkreuz- und Rothalbmondbewegung, die zunächst Soldaten in Not helfen sollte. Mittlerweile feiert das DRK seinen 150. Geburtstag. 1863 wurde die Marke DRK auf einer Konferenz in Genf ins Leben gerufen.

Delegierte aus 16 Nationen einigten sich darauf, dass Ärzte, die der neuen Hilfsgesellschaft angehörten, eine weiße Armbinde mit rotem Kreuz als Erkennungszeichen tragen sollten. Dieses Zeichen wurde anlehnend an die Schweizer Nationalfahne gewählt.

Weltweit engagieren sich heute 187 Rotkreuz- und Rothalbmondgesellschaften. In Deutschland sind rund 400.000 Menschen ehrenamtlich beim Deutschen Roten Kreuz tätig. Das DRK bekennt sich zu den Rotkreuzgrundsätzen Menschlichkeit, Unparteilichkeit, Neutralität, Unabhängigkeit, Freiwilligkeit, Einheit und Universalität. In Deutschland koordiniert das DRK in Zusammenarbeit mit den Behörden den Katastrophenschutz sowie den zivilen Rettungsdienst. Ein weiterer Schwerpunkt liegt bei der Wohlfahrts- und Sozialarbeit.

Henry Dunant, Begründer des DRK (Quelle: DRK)
DRK Gründer Henry Dunant wurde am 8. Mai 1828 geboren und wuchs in einer calvinistischen, streng protestantischen Schweizer Kaufmannsfamilie auf. Während einer Geschäftsreise wurde er im Juni 1859 in der Nähe der italienischen Stadt Solferino Zeuge der Schlacht zwischen der Armee Österreichs sowie den Truppen Sardinien-Piemonts und Frankreichs. Zurück blieben 6000 Tote und mehr als 40.000 Verwundete und Sterbende.

Henry Dunant barg die Verletzten und Sterbenden, spannte Dorfbewohner in die Pflege ein und kümmerte sich darum, dass letzte Worte der Verstorbenen an die Angehörigen weitergeleitet wurden. Erschüttert von der Grausamkeit des Erlebten und der Hilflosigkeit der Opfer kämpfte Dunant fortan für eine bessere Versorgung der Verwundeten in Kriegen. Aus seiner Arbeit gingen die Gründung des Roten Kreuzes sowie die Genfer Konvention hervor. 1901 erhielt Dunant den Friedensnobelpreis. Er starb am 30. Oktober 1910.

Text: Nadine Bader

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