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Verheimlicht, zurückgezogen und heute nun doch veröffentlicht, das Fluglärm-Gutachten des Umweltbundesamtes. Das rbb SPEZIAL stellt die Eckpunkte des Gutachtens vor, holt die Reaktionen der Bürgerinitiativen ein und fragt nach, warum es nicht zum angekündigten Termin veröffentlicht werden sollte. Moderator Gerald Meyer spricht u.a. mit dem Präsidenten des Umweltbundesamtes, Jochen Flasbarth.
Es soll auch geklärt werden, welchen Einfluss das Gutachten auf die Entscheidung des Bundesaufsichtsamtes für Flugsicherung haben könnte.
Die Behörde plädiert für ein generelles Nachtflugverbot, für die Verlegung der umstrittenen Abflüge über den Müggelsee und Flugrouten, die den Wannsee, Potsdam und die Havelseen-Region in Potsdam-Mittelmark von Überflügen verschonen.
Die ursprünglich für Dienstag geplante Veröffentlichung der Untersuchung war überraschend abgesagt worden. Zur Begründung hieß es, es habe noch Gesprächsbedarf zwischen beiden Behörden gegeben. Bürgerinitiativen sprachen von einem Maulkorb für das Umweltbundesamt.
Das Umweltbundesamt ist dafür, die Flugrouten-Vorschläge für den künftigen Flughafen Berlin-Brandenburg zu überarbeiten und für mehr Lärmschutz zu sorgen.
Die bisherigen Pläne seien nicht optimal angesichts der Besiedlung in der Umgebung des Flughafens, heißt es in einer Studie der Behörde, die am Mittwoch im Internet veröffentlicht wurde. Der Fluglärm in der Nähe des Wannsees, des Müggelsees und der Havelseen müsse gemindert werden. Über dem Wannsee dürfe es keine Flüge zwischen 6 bis 22 Uhr geben.
Das Umweltbundesamt empfiehlt, die Routen ein Jahr lang zu testen und dann gegebenenfalls zu ändern. Die Empfehlungen sind nicht verbindlich. Das Bundesamt für Flugsicherung legt die Routen fest.
Moderation: Gerald Meyer
© Rundfunk Berlin-Brandenburg