
Schalke - Hertha 2:0 -
Zwei Punkte aus den letzten sechs Spielen, vier Niederlagen in Folge - und jetzt ist der unerwünschte Gast im Team dabei - die sportliche Krise stattet den Berlinern einen langen Besuch ab. Hertha BSC ist nach den europäischen Träumen im Liga-Alltag eines Aufsteigers angekommen.
Nach vier Niederlagen in Serie fehlt bei Hertha BSC die Gelassenheit der Hinrunde. Trainer Jos Luhukay wirkt verstimmt und ärgert sich über die Medien. Den Niederländer stört die Erwartungshaltung im Umfeld nach der sehr guten Hinrunde des Aufsteigers mit 28 Punkten und Rang sechs. «Für uns ist das eine normale Situation. Wir hatten erwartet, dass es mal nicht so gut läuft», erklärte Luhukay. «Je länger das Erfolgserlebnis fehlt, desto mehr wird das ein mentales Problem», gab der Aufstiegstrainer zu bedenken.
DIe Hoffnungen ruhen dabei auf Alexander Baumjohann. Der Mittelfeldspieler feierte nach sechseinhalbmonatiger Verletzungspause bei Schalke ein 30-minütiges Comeback. Für Jos Luhukay war dies einer der wenigen positiven Aspekte der Niederlage in Gelsenkirchen: «Das Schönste war die Rückkehr von Alexander.» Nach seinem überstandenen Kreuzbandriss verbreitet Baumjohann positive Stimmung, die der Hertha gerade fehlt.
Fast sieben Monate hat Alexander Baumjohann jeden Tag darauf hingearbeitet. An sein Knie denke er überhaupt nicht mehr. Besonders schön sei es gewesen, dass er sein Comeback auf Schalke geben konnte. «Hier habe ich zehn Jahre verbracht, den Verein trage ich im Herzen», erzählte er.
Ein fitter Baumjohann könnte die Probleme in der Hertha-Offensive beheben. In den fünf Spielen bis zu seiner schweren Verletzung hatte er drei Tore vorbereitet.










