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Inforadio-Moderator Thomas Kroh: - Draufgehalten

Ist Fußball noch die "schönste Nebensache der Welt"? Inforadio-Moderator Thomas Kroh bezweifelt das, angesichts von gehängten Lämmern, tödlichen Wurfgeschossen und Randale in Fußballstadien.

Der Fußball ist der Tummelplatz für Gesindel aller Art: Schläger, Kaputte, Idioten und korruptes Pack! Hier sind die Schlagzeilen der vergangenen Woche - ein Potpourri aus Gewalt, Ekel und Bestechung.

Rund 15 Anhänger von Rapid Wien haben sich am Donnerstag auf das heutige Derby gegen Austria eingestimmt. Der vermummte Abschaum lauerte einem 19-jährigen Austria-Spieler auf und prügelte ihn ins Krankenhaus.

Offenbar grenzdebile Vollpfosten aus Braunschweig haben am Freitag ein totes Lamm an den Zaun des Trainingsgeländes von Hannover 96 gehängt. Neben dem "Opfer-Lamm" prangte ein Schild mit der Aufschrift "Am Sonntag geht Euch Mistviechern die Luft aus". Offenbar

Dann haben wir da noch einen toten Fan von Djurgarden Stockholm zum Saisonauftakt in Schweden. Der vierfache Familienvater und - soweit bekannt - unbescholtene Anhänger war zur falschen Zeit am falschen Ort, und bekam am Rande des Spiels gegen Helsingborg ein Wurfgeschoss an den Kopf. "Flutlicht" aus! 

Der norwegische Ex-Profi Erik Hagen - genannt der Panzer - plauderte schließlich über die Bestechung eines Schiedsrichters während seiner Zeit bei Zenit St. Petersburg. Der Klub gehört mehrheitlich dem russischen Erdgas-Riesen Gazprom, der nebenbei die Champions League sponsort. Der ehemalige Chef von Zenit, Fursenko, ist ein Kumpel von Towarisch Putin und sitzt im Exekutiv-Komitee der UEFA. 

Wenn das die schönste Nebensache der Welt ist, dann will ich die anderen nicht kennen lernen. - Ach ja, eins noch: 2.700 Elitesoldaten der brasilianischen Armee haben gestern laut "Spiegel online" das Armenviertel Complexo da Maré in Rio de Janeiro besetzt. Sie sollen die Favela mit ihren 130.000 Einwohnern befrieden und herausputzen. Die riesige Elends-Siedlung liegt nämlich genau zwischen Flughafen und Rios Zentrum. Die Weltmeisterschaft - ich freu mich drauf! Wenn

weitere Themen der Sendung

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Durch das 1:1 gegen Hoffenheim hält die Sieglos-Serie von Aufsteiger Hertha BSC an. Mit dem Remis verspielten beide Teams ihre wohl letzte Chance auf einen Europapokalplatz. Der Sieger wäre bis auf fünf Punkte an Platz sieben herangerückt, der in dieser Saison zur Europa League-Qualifikation reichen könnte.

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Der 1.FC Union Berlin wartet in der 2.Liga weiterhin auf den ersten Auswärtssieg im Jahr 2014. Die Köpenicker unterlagen am Sonntag in einem torreichen Derby bei Erzgebirge Aue mit 2:3 (2:2). Nach der heutigen Niederlage dürften auch die letzten Aufstiegsträumereien ad acta gelegt werden.

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Robert Kromm von den Berlin Volleys gegen den Block des TV Bühl (Quelle: dpa)

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Die Berlin Recycling Volleys haben im ersten Playoff-Halbfinale um die deutsche Volleyball-Meisterschaft den TV Bühl mit einer eindrucksvollen Leistung mit 3:0 bezwungen. In der mit 4034 Zuschauern gefüllten Max-Schmeling-Halle gelang der erste Schritt in Richtung Finale souverän. Doch ein Berliner war am Sonntag sicherlich nicht zufrieden. Die Volleys trafen nämlich auf Björn Höhne, und der spielt mittlerweile auf Bühler Seite.

FSV Optil Rathenow Trainer Ingo Kahlisch (Quelle: imago)

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Optik Rathenow war heute in Babelsberg gefordert. Das Regionalliga-Schusslicht hofft, sollte es sportlich nicht reichen die Klasse zu halten, auf den Zwangsabstieg einiger Konkurrenten,  die die Auflagen aus wirtschaftlichen Gründen nicht erfüllen. Babelsberg könnte einer der Kandidaten sein. Das Team von Cem Efe soll mehrere Millionen Euro Schulden haben.

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Am Wochenende fanden in Frankfurt/Oder die Deutschen Meisterschaften im Armwrestling statt. Wer bei diesem Kampfsport an ein Kneipenvergnügen denkt, täuscht sich. Gekämpft wird an einem 1.04 m hohen Tisch im Stehen. Ein Haltegriff am Tischrand dient den Athleten als Gegenpol für die freie Hand. Wer krönte sich diesmal zum Deutschen Meister? 

Mal unter uns (Quelle: rbb)

Mal unter uns mit Otto Rehhagel

Am Donnerstag bekam Otto Rehhagel den DFB-Ehrenpreis für sein Lebenswerk  überreicht. Damit ist der 75-Jährige offiziell in den Kreis der Größten in der deutschen Trainerzunft erhoben worden. Torsten Michels blickt auf die außergewöhnliche Laufbahn von "König Otto".