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Die Rituale des Todes haben den Hinterbliebenen zu allen Zeiten Trost und Halt gegeben. Doch die Sterbebräuche haben sich verändert oder sind heute fast verschwunden.
In alter Zeit war der Tod im Alltagsbild präsent - wenn ein Familienmitglied starb, gehörte das zur Normalität, so wie Geburt oder Hochzeit. Da hat man den Großvater aufgebahrt, später begleitete die Dorfgemeinschaft den Verstorbenen zur letzten Ruhestätte. Heute ist der Gedanke an die eigene Vergänglichkeit das größte Tabuthema unserer Zeit.
So zeigt die Filmautorin, wie man früher Abschied genommen hat und wie es sich heute verhält: Lebendiges Sterbebrauchtum findet sie in der Kunstschmiede der Brüder Bergmeister und Larasser, die Grabkreuze herstellen und für historische Kreuze ein Museum eingerichtet haben. Rudi Wolfbeisser kleidet Särge aus und will im individuellen Faltenwurf den Verstorbenen etwas Persönliches zuteil werden lassen. Wandelmaler Alfred Opiolka bemalt Särge mit Blumen und Schmetterlingen.
Wie umfangreich das Thema "letzte Ruhestätte" ist, wird klar bei der Bandbreite: vom schaurigen Gebeinhaus in Greding bis zur Naturbestattung im "Friedwald", die gerade groß in Mode kommt.
Film von Annette Hopfenmüller
Erstausstrahlung: 01.11.2008 BR
© Rundfunk Berlin-Brandenburg
http://www.rbb-online.de/rbbummitternacht/archiv/rbb_um_mitternacht38/das_letzte_geleit.html