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Waltraud B. hatte eine kleine Rente. Als Sekretärin hatte sie gearbeitet, auch mal als Reinigungskraft. Einen Mann hatte sie nicht, auch keine Kinder. Im Sommer dieses Jahres ist sie gestorben. So unauffällig wie ihr Leben zuvor.
Die Nachbarn bekamen nichts mit, niemand sorgte sich um den Nachlass. Beigesetzt wurde sie ohne Grabstein.
Waltraud B. ist kein Einzelfall: Immer mehr Menschen sterben einsam. Es ist keiner da, weil man übrig geblieben ist, als Letzter in der Familie oder zerstritten mit den Kindern, meist des Erbes wegen. Man kann die Wohnung nicht mehr verlassen und ist angewiesen auf den Pflegedienst und den mobilen Mittagstisch. Ein kurzer Wortwechsel, dann wieder das Warten auf den nächsten Tag, der auch nichts anderes bringen wird.
Wie geht unsere Gesellschaft damit um? Der Film spürt dem einsamen Sterben der Waltraud B. nach und portraitiert Charlotte W., die ebenfalls auf sich allein gestellt ihren Lebensabend verbringt. Über die Angst vor dem Ende in Einsamkeit erzählt der Film in eindrucksvollen Bildern und anrührenden Aussagen.
Film von Caterina Woj
Erstausstrahlung: 27.11.2066 WDR
© Rundfunk Berlin-Brandenburg
http://www.rbb-online.de/rbbummitternacht/archiv/rbb_um_mitternacht38/fast_am_ende___gestorben.html