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Der zweiteilige Film "Essen im 21. Jahrhundert" zeigt an den Schnittpunkten von Wissenschaft und Industrie, wie Lebensmittel immer weiter optimiert werden, um einerseits noch vielfältigere Produkte für den Verbraucher zu entwickeln und gleichzeitig Alternativen für eine bessere Verwertung der klassischen Rohstoffe wie Fleisch, Getreide und Fisch für die weltweite Ernährungslage zu schaffen.
"Trends und Visionen" zeigt, wie in der Experimentierküche eines großen deutschen Fischverarbeiters neue Produkte entwickelt werden, die normale Kochgrenzen überschreiten und noch raffiniertere Fertiggerichte entstehen lassen. In Europa gibt es heute Lebensmittel im Überfluss - billig oder teuer, mit viel Qualität oder viel Täuschung. Mittels Erforschung von Gehirnaktivitäten wollen Anbieter herausfinden, was wir gern mögen und wie wir auf neue Aromen und Gerüche reagieren. Wissenschaftler an einem staatlichen Forschungsinstitut dagegen hinterfragen den in der Werbung versprochenen "Mehrwert" für den Verbraucher - etwa ob das sogenannte "functional food" wirklich gesundheitsfördernd ist. Wissenschaftler des Deutschen Instituts für Ernährung in Potsdam sagen voraus, dass Menschen in Zukunft ihre Gene analysieren lassen, um dann mit gezielter Ernährung prognostizierten Erkrankungen vorbeugen zu können. Doch es gibt auch Alternativen zu diesen hochgezüchteten Lebensmitteln: "Slowfood" setzt nicht nur auf langsamen Genuss und höchste Qualität sondern auch auf regionale Produktion und Pflege langer Traditionen.
Film von Christian Schulz
Erstausstrahlung 19.01.2010/ARTE
© Rundfunk Berlin-Brandenburg
http://www.rbb-online.de/rbbummitternacht/archiv/rbb_um_mitternacht41/essen_im_21__jahrhundert0.html