- Schüler der Astrid Lindgren Schule Fulda, Hessen
Schmunzelsteine für die Liebsten
"Projekt 'Schmunzelsteinchen'
Zwei katholische Religionsgruppen (Klasse 2a und c –Leitung Frau Hohmann- sowie Klasse 1 –Leitung Frau Heil-Herda-) der Astrid Lindgren Schule überlegten sich an dem Projekt 'Glück verschenken – Schulklassen werden Glücksbringer' teilzunehmen.
Innerhalb einer Unterrichtseinheit erarbeiteten die Kinder mit Hilfe der Erzählvorlage 'Die Geschichte vom Schmunzelsteinchen' zunächst, wie Sie anderen Menschen eine Freude schenken können. Die Geschichte war der Gesprächs- und Ideenanlass, um den Kindern zu verdeutlichen, dass wenn man etwas schenkt auch etwas zurückbekommt.
Nach dem Hören der Geschichte tauschten sich die Kinder in einem Gesprächskreis über diese aus. Die Kinder überlegten, wem sie denn die Steine schenken könnten. Hierbei kam es zu völlig verschiedenen Überlegungen. Manche Kinder wollten den Stein gerne einem Familienmitglied schenken (Mama, Papa, Oma, Opa), andere dem Freund oder der Freundin. Wieder andere kamen auf die Haustiere oder gar Gott. Die Begründungen waren ebenso vielfältig wie die Auswahl der zu beschenkenden Personen. Einige Kinder wählten die Mama, weil sie so viel zu Hause macht. Andere wollten dem Papa eine Freude machen, weil er doch so viel arbeitet. Die nächsten nahmen den Opa, weil er krank ist und gesund werden soll oder Gott, um ihm danke zu sagen.
Als die Kinder in der folgenden Stunde erzählten, wie ihre Schmunzelsteinchen angekommen sind, war es im Raum ganz still. Alle wollten hören, wie die Schmunzelsteinchen beim Geschenkten angekommen sind und wen die Kinder beschenkt haben.
Dabei waren oft die 'Mamas' die beschenkte Person. Die Kinder erzählten, dass sie ihr damit danke sagen wollten, für das, was sie immer macht. Eine Mama hat ihr Steinchen in ihre Jackentasche gesteckt, so dass es sie begleitet. Sie hat gesagt: 'Immer wenn ich in die Tasche fasse, dann muss ich schmunzeln.' Eine andere Variante war, dass das Steinchen dem Opa geschenkt wurde und dieser sich so gefreut hat, dass er zwei Tage später das Kind besuchte und ihm ein kleines Geschenk vorbei gebracht hat. Dies waren nur zwei Beispiele, der vielen Äußerungen der Kinder.
Die Geschichte hat somit wirklich recht behalten, indem die Zwergenmenschen durch ihr verschenken auch immer etwas zurück bekommen haben.
Den Kindern ist allerdings aufgefallen, dass man gar nicht immer etwas Materielles zurückgeschenkt bekommen muss, sondern die Freude der beschenkten Menschen war ihnen Geschenk genug.
Alle berichteten, dass sich die beschenkten Personen freuten, also haben sie ein klein bisschen Glück verschenkt, wenn auch nur für einen kurzen Moment in unserer doch so hektischen Zeit."

