Besuch vom Bestatter
Mit unserer Klasse 4a beteiligen wir uns im Religionsunterricht an der Themenwoche zum Thema "Tod und Trauer".
In den letzten Unterrichtsstunden haben wir uns damit beschäftigt, dass wir mit unserem Leben einem Lebenskreislauf folgen und dass jedes Leben einmal endet.
Mit dem Film "Willi will’s wissen – Wie ist das mit dem Tod?" haben wir uns darüber informiert, was passiert, wenn das Leben zu Ende ist. Die Aufgaben eines Bestatters wurden gezeigt, der eine Trauerfeier und eine Beerdigung vorbereitet und begleitet.
Es entstand, die Idee, einen Bestatter zu uns in die Schule einzuladen und ein Interview mit ihm durchzuführen.
Herr Otten vom Beerdigungsinstitut Otten ist dieser Einladung gerne gefolgt und heute zu uns in die Schule gekommen.
Diese Fragen haben sich die Kinder vorab überlegt:
1) Wie sind Sie denn auf diese Idee gekommen, Bestatter zu werden?
2) Wie lange haben Sie diesen Beruf schon?
3) Wie viele Menschen haben Sie schon begraben?
4) Wie ist es, diesen Beruf das erste Mal zu machen?
5) Ist es stressig, Ihre Arbeit zu machen?
6) Macht Ihnen die Arbeit Spaß?
7) Arbeiten Sie jeden Tag?
8) Finden Sie Ihren Beruf traurig?
9) Welche Aufgaben haben Sie als Bestatter?
10) Kleiden Sie die Toten ein?
11) Helfen Sie auch, die Gräber zu graben?
12) Wo machen Sie Ihre Arbeit?
13) Wie behandeln Sie die toten Menschen?
14) Wie sieht so ein Leichenwagen aus?
15) Wie ist es, wenn man die Toten sieht?
16) Haben Sie mehr kranke Menschen begraben oder mehr altersschwache?
17) Ist es eine Qual, zu sterben, oder eine Erlösung?
18) Wie ist es für Sie, wenn ein Bekannter stirbt?
19) Haben sie Angst vorm Tod?
20) Kann jeder Bestatter werden?
Herr Otten hat alle Fragen sehr genau und informativ beantwortet und den Kindern seinen Beruf kindgerecht nähergebracht.
Wir konnten erfahren, dass er - geschätzt – schon etwa 7000 - 8000 Menschen begraben hat. Und dass sich die Arten, wie Menschen begraben werden, ständig verändern und weiterentwickeln. Wir kennen nun auch den Unterschied zwischen einer Erd- und einer Feuerbestattung.
Er erzählte uns, dass er seinen Beruf sehr gerne macht, aber dass es natürlich auch schwere Momente gibt. Viele Einzelheiten aus seinem beruflichen Alltag haben wir gehört.
Besonders spannend war natürlich auch die Beschreibung des Leichenwagens. Herr Otten hatte dazu Fotos mitgebracht.
Am Ende des Tages war die einhellige Meinung der Schülerinnen und Schüler: Es war viel weniger „schlimm“ als man das vorher gedacht hatte. Es war sogar sehr gut und interessant, solche Informationen einmal aus erster Hand zu erfahren!