
Eisbären-Verteidiger in "tiefer persönlicher Krise" - Depressionen: Constantin Braun unterbricht Karriere
"Ich befinde mich aktuell in einer tiefen persönlichen Krise, aus der ich mich ohne professionelle Hilfe nicht herausarbeiten kann": Eisbären-Verteidiger Constantin Braun nimmt eine Pause vom Sport. Er ist nicht der einzige Profi, der mit Depressionen zu kämpfen hat.
Die Eisbären Berlin müssen auf unbestimmte Zeit auf ihren Verteidiger Constantin Braun verzichten. Der Nationalspieler unterbricht seine Karriere wegen einer akuten Depression. Das teilte der Verein am Freitag mit.
Der 25-Jährige hat sich bereits außerhalb von Berlin in medizinische Behandlung begeben. "Ich befinde mich aktuell in einer tiefen persönlichen Krise, aus der ich mich ohne professionelle Hilfe nicht herausarbeiten kann", wird Constantin Braun in der Club-Mitteilung zitiert.
Schwierige Situation für Bruder Laurin
In enger Absprache mit seinem privaten Umfeld und dem Eisbären-Manager Peter John Lee habe er sich für "eine intensive Behandlung sowie den schwierigen Weg an die Öffentlichkeit entschieden". Manager Lee lobte den Spieler für seine Entscheidung: "Es ist ein wichtiger und mutiger Schritt."
Wann der Berliner Leistungsträger auf das Eis zurückkehren kann, ist ungewiss. Constantins Bruder und Eisbären-Mitspieler Laurin sprach von einer "schwierigen Situation auch für mich". Er wolle sich jetzt voll auf die Eisbären konzentrieren und sei sicher, "dass wir das alles meistern werden".
Fünf Meisterschaften mit den Eisbären
Constantin Braun spielt seit seinem 16. Lebensjahr für die Eisbären und gehört seit 2005 zum Profiteam des DEL-Rekordmeisters. Braun stand 370 Mal in der DEL für die Berliner auf dem Eis und gewann dabei fünf deutsche Meisterschaften, 2010 die European Trophy sowie 2008 den DEB-Pokal.
Depressive Erkrankungen sind im Leistungssport keine Seltenheit. Bekannteste Fälle sind die früheren Fußball-Nationalspieler Sebastian Deisler und Torwart Robert Enke, der sich aufgrund seiner Krankheit das Leben nahm.


