SV Sandhausen - FC Energie Cottbus (Quelle: dpa)

Trotz spielerischer Überlegenheit - Energie Cottbus holt nur einen Punkt in Sandhausen

Energie-Trainer Rudi Bommer hatte vorher gewarnt: "Da fährt man nicht so einfach hin und macht mal locker drei bis vier Tore." Zwei sind es für Energie Cottbus am Sonntag im Spiel gegen Sandhausen geworden. Für einen Auswärtssieg hat es trotzdem nicht gereicht.

In der 2. Fußball-Bundesliga ist Energie Cottbus am Sonntag beim SV Sandhausen nicht über ein 2:2 hinausgekommen.

Die Lausitzer lagen bereits nach gut 20 Minuten mit 0:2 zurück. Julian Schauerte per Foulelfmeter (9. Minute) und Ranisav Jovanovic (21.) brachten Sandhausen in Führung und sorgten für die ersten Saisontore des Gastgebers.

Energie startete zwar flott und offensiv in die Partie. Sanogo, der trotz seiner Sprunggelenk-Probleme auflief, und Bittroff hatten zu Beginn zwei gute Tormöglichkeiten. Nach Sandhausens Führung war von Cottbus aber nichts mehr Gefährliches zu verzeichnen. Die Lausitzer hatten mehr Spielanteile, präsentierten sich aber anfällig für Konter.

Der Anschlusstreffer gelang Marc Andre Kruska (29. Minute), als er den Ball von der Strafraumgrenze ins Tor zirkelte und so die Cottbuser im Spiel hielt.

Der Cottbuser Trainer Rudi Bommer, dpa
Trainer Bommer hatte vor dem Spiel vor Leichtsinn gewarnt.

Bommer: "Für das dritte Tor fehlte die Kraft"

Die Laune von Energie-Trainer Rudi Bommer hellte sich erst etwas auf, als Kruska mit einem Schuss in den Winkel (29.) den 1:2-Anschlusstreffer besorgte. Und es kam noch besser: In der zweiten Hälfte bewies Energie mehr Zug zum Tor und wurde prompt belohnt. Marco Stiepermann passte präzise in den Lauf von Sanogo, der SVS-Torsteher Manuel Riemann überlief und mit seinem vierten Saisontor zum 2:2 vollendete (58.).

Auch wenn Cottbus mehr für ein weiteres Tor tat, fehlten gegen verbissen verteidigende Gastgeber letztendlich die Mittel für den zweiten Ligasieg. "Das war phasenweise zu hektisch und fehlerhaft", kritisierte Trainer Bommer: "Für das dritte Tor fehlte die Kraft."

Der SV Sandhausen hat damit den ersten Saisonsieg in der 2. Fußball-Bundesliga erneut verpasst. Eine Woche nach der Pokalsensation gegen den 1. FC Nürnberg mussten die Kurpfälzer sich mit dem glücklichen 2:2 gegen Energie Cottbus zufrieden geben.

SV Sandhausen - FC Energie Cottbus (Quelle: dpa)
Erzielte den Ausgleichstreffer: Energie-Stürmer Boubacar Sanogo (Mitte).

Verletzungssorgen vor dem Spiel

Vor dem Spiel hatte Energie Cottbus große Verletzungssorgen. Wegen Schmerzen im Sprunggelenk hatte Stürmer Boubacar Sanogo unter der Woche zwei Tage nicht am Mannschaftstraining teilnehmen können. Sein Einsatz war bis zum Samstag unsicher. Glück für Energie, dass Sanogo doch spielen konnte - immerhin erzielte er den Ausgleichstreffer gegen Sandhausen.

Verzichten mussten die Lausitzer jedoch auf Sanogos Sturmpartner Erik Jendrisek, den eine Angina zur Pause zwingt. "Es hat mich ganz schön erwischt. Ich bin bis Dienstag krank geschrieben und musste auch schon der slowakischen Nationalmannschaft absagen", sagte Jendrisek.

Zufrieden kann Energie-Couch Rudi Bommer jedoch nicht sein. Er hatte seine Mannschaft vor dem Spiel eindrücklich vor dem Gegner gewarnt: "Ich hebe den Zeigefinger. Da fährt man nicht so einfach hin und macht mal locker drei bis vier Tore", sagte der 55-Jährige noch am Freitag.

Sandhausen entwickelt sich somit langsam aber sicher zu einem unliebsamen Gegner für Energie Cottbus. In der vergangenen Saison hatte Cottbus beide Spiele in Sandhausen verloren - 0:3 im Pokal und 1:3 in der Liga.

Die Statistiken zum Spiel

Sandhausen: Riemann - Schauerte, Kister, Schulz, Achenbach - Matthias Zimmermann, Kulovits - Klotz (79. Ulm), Thiede, Knoll (67. Stiefler) - Ranisav Jovanovic (79. Löning). - Trainer: Schwartz
Cottbus: Almer - Schulze, Möhrle, Börner, Bittroff - Banovic, Kruska - Takyi (83. Susic), Fomitschow (67. Rivic) - Stiepermann, Sanogo (75. John Jairo Mosquera). - Trainer: Bommer
Schiedsrichter: Martin Petersen (Stuttgart)
Tore:
1:0 Schauerte (9., Foulelfmeter), 2:0 Ranisav Jovanovic (21.), 2:1 Kruska (29.), 2:2 Sanogo (58.)
Zuschauer: 3200
Gelbe Karten: Kulovits (3), Kister (2) - Kruska, Börner (2)

Quelle: SID

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