
Nemec trifft zwei Mal - Union schießt Fortuna in die Krise
Mit einem doppelten Kopfballtreffer hat Union-Spieler Adam Nemec die "Eisernen" auf Platz 5 der 2. Fußball-Bundesliga geschossen. Im heimischen Stadion triumphierte das Team von Trainer Uwe Neuhaus am Montagabend mit 2:1 über Fortuna und brachte die Düsseldorfer in noch größere Bedrängnis.
"Eisern" Union schnuppert dank Doppeltorschütze Adam Nemec erstmals in dieser Saison an den Spitzenplätzen der 2. Liga. Die Berliner besiegten in der Montagspartie des 4. Spieltages Fortuna Düsseldorf mit 2:1 (1:0) und vergrößerten damit die Not des Erstliga-Absteigers.
Die Fortuna konnte schon vier Pflichtspiele nacheinander nicht gewinnen und rangiert in der Tabelle der 2. Fußball-Bundesliga mit vier Punkten nur auf Rang 13.
Der slowakische Nationalstürmer Nemec sorgte mit seinen Kopfballtreffern (43. und 55. Minute) für den ersten Heimsieg des 1. FC Union in der neuen Spielzeit. Mit sieben Punkten rückte das Team von Trainer Uwe Neuhaus auf Tabellenrang fünf vor.
Düsseldorfer wachten zu spät auf
Vor rund 20.850 Zuschauern im Stadion an der "Alten Försterei" waren die Gastgeber
von Beginn an das spielbestimmende und zweikampfstärkere Team. Kapitän Torsten Mattuschka, der agile Benjamin Köhler und Sören Brandy hatten schon zeitig gute Chancen zur Führung, die Fortuna-Schlussmann Fabian Giefer zunächst noch verhinderte.
Doch nach Balleroberung von Patrick Kohlmann, der für den verletzten Baris Özbek in die Union-Startelf gerückt war, und Flanke von Köhler war Giefer machtlos gegen Nemec. Der 28-jährige Angreifer hatte am vergangenen Wochenende sein Comeback für die Slowakei
gefeiert.
Gegen die zu spät erwachenden Düsseldorfer köpfte Nemec nach Freistoß-Eingabe von Mattuschka zu seinem dritten Saisontor ein. Der Anschluss von Axel Bellinghausen (77.) kam zu spät.

Hilfsaktion für Aniridie-Forschung
Die Berliner Fans feierten nicht nur ihr Team, sondern unterstützten auch eine besondere Aktion. Kinder hatten Hunderte Bilder gemalt, die am Montag überall im Stadion zu sehen waren und danach verkauft wurden.
Damit soll die Aniridie-Forschung unterstützt werden. Der Sohn von Union-Mittelfeldspieler Martin Dausch leidet an der seltenen Augenkrankheit, die von einem Gendefekt ausgelöst wird.


