
Vierte Niederlage in Folge - Eisbären Berlin schlittern in die Krise
Die Eisbären Berlin geraten immer mehr ins Straucheln und haben den erhofften Befreiungsschlag gegen die Kölner Haie verpasst. Die Berliner verloren am Sonntag mit 1:3 (0:0.1:2,0:1) auf eigenem Eis. Es war beereits die vierte Liga-Pleite in Folge.
Die Eisbären Berlin haben den erhofften Befreiungsschlag in der Deutschen Eishockey-Liga (DEL) verpasst und rutschen immer tiefer in eine Krise.
Der DEL-Rekordchampion verlor am Sonntag in eigener Halle gegen die Kölner Haie 1:3 (0:0.1:2,0:1). Es war bereits die vierte Liga-Pleite der Eisbären in Folge. Mit nur sechs Punkten liegt der deutsche Meister in der Tabelle nun auf Platz Zwölf. Vor 13.100 Besuchern in der Arena am Ostbahnhof konnten beide Teams nicht an die dramatischen Finalduelle des Frühjahrs anknüpfen.
Erst durch die Treffer von Torsten Ankert (30.) und Christopher Minard (39.) sowie dem Berliner Anschlusstor durch Shawn Lalonde (40.) nahm die Partie an Fahrt auf. Im Schlussdurchgang boten die Eisbären dann endlich eine ansprechende Leistung, wofür sie jedoch nicht belohnt wurden. Minard (59.) sorgte kurz vor Schluss für den 3:1-Endstand für die Gäste vom Rhein.

"Kein Selbstvertrauen vor dem Tor"
Die Eisbären Berlin sind kurz nach Saisonbeginn in eine erste sportliche Krise gerutscht. Die Profis versuchten noch vor dem "Krisengipfel", Ruhe zu bewahren. "Es besteht noch kein Grund, den Kopf in den Sand zu stecken", sagte Eisbären-Stürmer Florian Busch.
Erst am Freitag kassierten die Berliner die dritte Niederlage in Serie in dieser Saison gegen Wolfsburg. "Momentan fehlt uns das Selbstvertrauen vor dem Tor", räumte Busch ein. "Aber wir werden unseren Torinstinkt schon wiederfinden."
Der Meister unterlag auf eigenem Eis dem EHC Wolfsburg mit 1:3 (0:0, 0:2, 1:1) und blieb erstmals nach neun Jahren gegen die Niedersachsen in einem Heimspiel ohne Punktgewinn.
Eisbären derzeit zu "harmlos"
Die Heimniederlage gegen Wolfsburg war bereits die dritte Pleite in Serie. Zuvor verloren die Berliner in Krefeld mit 0:2 und in Nürnberg deutlich mit 1:4. Bereits vor dem Spiel gegen Wolfsburg war Trainer Jeff Tomlinson angefressen, der vor allem die "harmlosen" Auftritte seiner Mannschaft bemängelte.
Nach dem Heimspiel gegen die Kölner Haie folgen vier Auswärtsbegegnungen in Folge - in Düsseldorf, Schwenningen, Mannheim und Augsburg.


