
Titelverteidiger verlieren Anschluss an Tabellenspitze - Eisbären mit dritter Niederlage in Folge
Die Eisbären Berlin haben in der Deutschen Eishockey Liga zum dritten Mal nacheinander verloren. Sie unterlagen am Freitagabend in eigener Halle dem EHC Wolfsburg mit 1:3. Als Tabellenneunter haben sie damit erst einmal keinen Kontakt mehr zur Spitze.
Die Eisbären Berlin schlittern schon kurz nach Saisonbeginn in die erste kleine sportliche Krise. Der Meister unterlag am 5. Spieltag der Deutschen Eishockey Liga (DEL) auf eigenem Eis dem EHC Wolfsburg mit 1:3 (0:0, 0:2, 1:1) und blieb erstmals nach neun Jahren gegen die Niedersachsen in einem Heimspiel ohne Punktgewinn.
Nach der dritten Niederlage in Folge für die Berliner wird die Final-Neuauflage am Sonntag gegen die Kölner Haie zum Krisengipfel, nachdem die Kölner beim Neuling Schwenningen überraschend mit 1:2 verloren.

Eisbären nur auf Platz neun
Die Gäste aus Wolfsburg gingen am Freitagabend durch einen Doppelschlag innerhalb von 54 Sekunden von Brett Palin (25.) und Sebastian Furchner (26.) in Führung. Das 2:0 war durchaus verdient, denn Wolfsburg war bis dahin spielbestimmend und zeigte vor allem im Angriffsspiel den nötigen Biss.
Die Eisbären boten bis dato einen undurchdachten und abermalig völlig harmlosen Auftritt vor 12.900 enttäuschten Zuschauern.
Der Berliner Anschlusstreffer durch Jullian Talbot (54.) fiel aus dem Nichts, sorgte aber nur kurze Zeit für Spannung. Furchner (56.) machte mit seinem zweiten Treffer für Wolfsburg alles klar.
Die Wolfsburger haben jetzt 13 Punkte und übernehmen hinter Spitzenreiter Nürnberg mit 14 Punkten Rang zwei. Die Eisbären Berlin rangieren hingegen in der Tabelle mit sechs Zählern nur auf Platz neun.
Eisbären derzeit zu "harmlos"
Die Heimniederlage gegen Wolfsburg ist bereits die dritte Pleite in Serie. Zuvor verloren die Berliner in Krefeld mit 0:2 und in Nürnberg deutlich mit 1:4. Bereits vor dem Spiel gegen Wolfsburg war Trainer Jeff Tomlinson angefressen, der vor allem die "harmlosen" Auftritte seiner Mannschaft bemängelte.
Tomlinson hatte deshalb vor dem Spiel nichts anderes als einen Sieg gefordert. Der sei wichtig, um im Plan zu bleiben, wie er erklärte: "Ich teile die Vorrunde in Segmente zu je fünf Spielen ein. Von denen müssen wir drei gewinnen, also neun Punkte holen." Dieses Ziel haben die Eisbären erst einmal verpasst.
Das nächste Spiel bestreiten die Berliner noch einmal zu Hause - gegen die Kölner Haie. Danach folgen Gastspiele in Düsseldorf, Schwenningen, Mannheim und Augsburg.


