
Handballfest in Berlin? - Füchse wollen EHF-Pokalfinale ausrichten
Für die Champions League konnten sich die Füchse Berlin nicht qualifizieren - nun hoffen sie auf einen Sieg beim EHF-Pokal. Und um das Handballfest perfekt zu machen, wollen die Bundesligisten das Finale nach Berlin holen. Jetzt haben sie sich offiziell um die Ausrichtung beworben.
Die Füchse Berlin wollen das Finale des EHF-Pokals ausrichten. Die Bundesliga-Handballer hätten eine offizielle Bewerbung für die Ausrichtung abgegeben, sagte Manager Bob Hanning am Dienstag.
"Natürlich träumen wir von einem Titel", erklärte der Macher des Hauptstadtclubs. Die Endrunde der vier besten Mannschaften ist für den 17. und 18. Mai 2014 terminiert. Laut Füchse-Plan soll dann in der Max-Schmeling-Halle gespielt werden. Rund 9.000 Besucher finden hier Platz.
Nach der verpassten Champions-League-Qualifikation in den Playoff-Spielen gegen den HSV Hamburg treten die Berliner im zweitklassigen EHF-Pokal an. Ende November steigen die Füchse in der dritten K.o.-Runde in den Wettbewerb ein - der Gegner steht noch nicht fest. Aus den Viertelfinalisten wird der Endrunden-Ausrichter bestimmt, der für das Final-Turnier gesetzt ist.
Füchse suchen noch einen Sponsor
Seit neun Jahren gewann immer eine deutsche Mannschaft die Trophäe - zuletzt Göppingen zweimal in Serie. Den Füchsen fehlt in ihrer Vereinshistorie noch ein großer Titel im Männerbereich.
Ähnlich sieht es in puncto Hauptsponsor aus - auch da sind die Berliner weiter auf der Suche nach einem passenden Partner. "Wir warten auf den richtigen Moment. Ich habe immer gesagt, uns gibt es nicht geschenkt. Wir brauchen einen Preis, damit wir den Verein weiterentwickeln können", sagte Hanning. Dieser dürfte bei rund 700.000 Euro liegen.
"Wir könnten es uns jedoch als einer der wenigen Vereine auch erlauben, eine Saison ohne Partner auf der Brust zu spielen. Das ist aber nicht das Ziel", erklärte Hanning. Zudem betonte er, dass der Club mit potenziellen Geldgebern verhandele. Der bisherige Hauptsponsor hatte seinen Vertrag am Ende der vergangenen Saison auslaufen lassen.
Heimspiel gegen Minden am Mittwoch
Definitiv mit blanker Brust werden die Füchse am Mittwoch (19.00 Uhr) im Heimspiel gegen GWD Minden auflaufen. Nach zuletzt vier Bundesliga-Siegen in Serie und dem Sprung auf den dritten Tabellenplatz warnte Hanning vor Überheblichkeit. "Wir sind definitiv noch nicht stabil. Wenn wir die Konzentration schleifen lassen, sind wir nur Mittelmaß", meinte der 45-Jährige.
Gegner Minden bescheinigte er einen "klaren Qualitätssprung" im Vergleich zur vergangenen Saison. Dennoch: "Das Ergebnis bestimmen wir, wenn wir unsere Leistung abrufen."
Zuletzt gewannen die Füchse Berlin am Sonntag ein Bundesliga-Spiel gegen den SC Magdeburg. Damit bleiben sie - mit nun vier Siegen in Folge und zwei Punkten Rückstand - Tabellenführer THW Kiel auf den Fersen.


