Jeff Tomlinson (Quelle: imago)

Titelverteidiger mit schwachem Saisonstart - Trainer Tomlinson macht Druck bei den Eisbären

Noch haben die Berliner Eisbären ein ausgeglichenes Konto, aber das letzte Wochenende kam einem Debakel gleich - zumindest aus Sicht eines deutschen Rekordmeisters: In Krefeld und Nürnberg setzte es Niederlagen für die Berliner. Am Freitagabend gegen Wolfsburg will Trainer Jeff Tomlinson nun wieder einen Sieg sehen.

Gerade einmal vier Matches wurden in der neuen Saison gespielt und schon steht der Titelverteidiger unter Druck. Zwar weisen die Eisbären Berlin nach den beiden verlorenen Spielen am Wochenende in Krefeld (0:2) und Nürnberg (1:4) als Tabellensechster noch eine ausgeglichene Bilanz aus. Auch wurden die beiden Niederlagen gegen die zwei einzigen noch ungeschlagenen DEL-Teams kassiert. Dennoch entschuldigt dies für Trainer Jeff Tomlinson nicht den "harmlosen" Auftritt des Meisters.

Florian Busch setzt sich gegen Nürnbergs Paul Traynor durch (Foto: dpa)
Mehr Einsatz ist jetzt gefragt.

"Wir hatten nur wenige Chancen", kritisierte der Coach nach dem 1:4 in Nürnberg die schwache Angriffsleistung seiner Mannschaft. Für das kommende Wochenende nimmt Tomlinson deshalb seine Spieler in die Pflicht.

Trainer fordert Sieg gegen Wolfsburg

Im Spiel am Freitag gegen den EHC Wolfsburg erwartet der Übungsleiter nichts anderes als einen Sieg. Der sei wichtig, um im Plan zu bleiben, wie Tomlinson erklärt. "Ich teile die Vorrunde in Segmente zu je fünf Spielen ein. Von denen müssen wir drei gewinnen, also neun Punkte holen." Nach zwei Siegen und zwei Niederlagen muss daher am Freitag ein Erfolg her.

Schwere Wochen für die Berliner

Auf die Eisbären kommen ohnehin schwere Wochen zu. Was aber in erster Linie am Spielplan liegt. "Wir haben ein schweres Startprogramm, müssen in den ersten zehn Spielen siebenmal auswärts antreten", erklärte Tomlinson.

Nach dem kommenden Wochenende mit den beiden Heimspielen gegen Wolfsburg und den Kölner Haien folgen Gastspiele in Düsseldorf, Schwenningen, Mannheim und Augsburg.

Leistungsträger noch nicht in Form

Dass der DEL-Rekordmeister mit solchen Situationen umgehen kann, hat er in der Vergangenheit oftmals schon bewiesen. Allerdings bedarf es zum Erfolg einer wesentlichen Steigerung der Leistungsträger wie André Rankel, Darin Olver, Florian Busch oder James Sharrow. Die suchen - wie einige andere Spieler auch - noch ihre Form.

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