Ada Hegerberg im Trikot der norwegischen Nationalmannschaft (Bild dpa)

Zweite Runde - Pokal-Aus für Turbine Potsdam

Bis zur 75. Spielminute bestimmten die Potsdamerinnen das Spielgeschehen auf dem Platz und führten bereits 2:0 gegen Essen. Doch dann folgte der Einbruch: Das Team war laut Trainer Bernd Schröder nicht mehr konzentriert und kassierte drei Gegentore. Ausgerechnet eine Ex-Potsdamerin schoss Essen ins Achtelfinale des DFB-Pokals.

Mit dem vierten Sieg des DFB-Pokals wird es in der Saison 2013/2014 nichts: Der dreimalige Cupsieger Turbine Potsdam ist bereits in der 2. Runde des DFB-Pokals der Frauen ausgeschieden. Die Mannschaft von Trainer Bernd Schröder unterlag trotz 2:0-Führung am Sonntag im Top-Spiel bei der SGS Essen mit 2:3 (0:0).

Nach Treffern von Genoveva Anonma (47.) und Ada Hegerberg (67.) schien alles für den Favoriten aus Brandenburg zu laufen, doch Charline Hartmann (76.), Linda Dallmann (79.) und Sara Doorsoun-Khajeh (88.) drehten die Partie an der Hafenstraße zugunsten des Revierclubs. Bei den letzten beiden Gegentreffern patzte Potsdams Torhüterin Ann-Katrin Berger.

Turbine-Trainer Bernd Schröder

"Die Mannschaft hatte das Spiel schon abgehakt"

"So ein Ding muss man nach Hause fahren. Wir waren klar überlegen. Die Mannschaft hatte das Spiel schon abgehakt und war am Ende nicht mehr konzentriert", erklärte Turbine-Coach Bernd Schröder die frühzeitige Pokal-Aus seiner Mannschaft.

"Wir haben irgendwann aufgehört, vorne ranzugehen. Das hat uns das Genick gebrochen", ergänzte Turbine-Keeperin Ann-Katrin Berger.

Ex-Potsdamerin Doorsoun-Khajeh schießt Essen ins Achtelfinale

Potsdam bestimmte bis zu 75. Minute das Spielgeschehen und führte durch die Treffer von Anonma und Hegerberg mit zwei Toren. Doch in der Schlussphase nutzte die SGS Konzentrationsschwächen des Gegners und dicke Patzer der Turbine-Keeperin.

Nach dem Anschlusstreffer durch Hartmann zog Dallmann aus 20 Metern ab, doch Turbine-Keeperin Berger griff daneben - Ausgleich. Zwei Minuten vor dem Abpfiff war es dann die Ex-Potsdamerin Doorsoun-Khajeh, die Essen ins Achtelfinale schoss.

"Eine Zweitore-Führung aus der Hand zu geben ist schon bitter", sagte die Torschützin, die mit ihren Ex-Kolleginnen mitfühlte. Zu gewinnen und den Siegestreffer zu schießen, sei aber auch "voll geil".

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