
Volleyball | Vor dem Bundesliga-Start - Berlin Volleys: Saisonziel Finale
Die Berlin Volleys starten als Titelverteidiger in die neue Bundesliga-Saison. Daher ist die Zielvorgabe klar: Man will zumindest wieder ins Endspiel, so Manager Niroomand. Für eine erfolgreiche Saison ist der Etat noch einmal erhöht worden. Allerdings rechnet der Verein wegen ungünstiger Spielansetzungen mit einem Zuschauer-Rückgang.
Der Deutsche Volleyball-Meister Berlin Volleys geht mit einem Rekordetat von 1,5 Millionen Euro in die neue Saison. Das sind 100.000 Euro mehr als in der letzten Spielzeit, wie Manager Kaweh Niroomand am Dienstag der Presse mitteilte. Mittelfristig wollen die Charlottenburger einen Etat von zwei Millionen Euro ansteuern.
Für 2015 planen die Volleys, das Final-Four-Turnier der Champions League in die Hauptstadt zu holen. "Das Potential für große Volleyball-Veranstaltungen in der Stadt ist auf jeden Fall vorhanden", so Niroomand. Voraussetzung sei aber, dass die eigene Mannschaft oben mitspiele. Saisonziel sei, zumindest wieder das Endspiel um die deutsche Meisterschaft zu erreichen.
Verärgerung über ausgebuchte Schmeling-Halle
Am 15. Oktober beginnt die neue Bundesliga-Saison für die Volleys mit einem Heimspiel gegen Pokalsieger Generali Haching. Am 24. Oktober steht das erste Spiel in der Champions League bei Diatec Trentino in Norditalien an. Und im DVV-Pokal wartet am 13. November der CV Mitteldeutschland auf die Berliner.
Verärgert zeigte sich Niroomand über den weiteren Bundesliga-Spielplan. Weil die Max-Schmeling-Hallle langfristig für andere Veranstaltungen gebucht ist, müssen die Volleys nach dem Saisonauftakt sechs Mal nacheinander auswärts antreten. Dafür gibt es zwischen dem 7. Dezember und dem 2. Februar gleich sieben Heimspiele. Niroomand: "So etwas darf nie wieder passieren." Wegen der ungünstigen Ansetzungen rechten die Volleys damit, dass der Zuschauer-Schnitt in dieser Saison von 4600 auf 4000 sinkt.
Hecht-Sohn im Team
Nach dem Gewinn der Deutschen Meisterschaft hat es keine großen Umbrüche im Team gegeben. Einziger echter Neuzugang ist der Serbe Srecko Lisinac, ein 2,05 m großer Mittelblocker, der zuletzt in Polen aktiv war.
Aus dem Nachwuchs der Volleys haben Ruben Schott (Außenangriff) und Florian Hecht (Mittelblock) den Sprung in die Mannschaft geschafft. Letzterer ist der Sohn von Rekordnationalspieler René Hecht, der mittlerweile Präsident des Berliner Volleyballverbands ist.

Belgien-Reise offenbarte noch Schwächen
Am Montag hatten die Volleys den letzten Härtetest vor dem Bundesligastart verloren. Beim belgischen Meister Knack Randstad Roselare unterlag der deutsche Titelträger am Montag mit 1:3 (18:25, 23:25, 25:17, 22:25). Robert Kromm mit 17 und Felix Fischer mit 12 Punkten waren die erfolgreichsten Angreifer der Gäste.
Für die Berliner war es der dritte Test im Nachbarland in drei Tagen. Am Samstag hatten die Volleys mit 3:0 gegen Topvolley Precura Antwerpen gewonnen, tags darauf dann 0:3 verloren.
"Uns bleibt bis zum Saisonstart noch viel Arbeit", lautete das Fazit von Trainer Mark Lebedew.


