
Frauenfußball | Champions League beginnt - Turbine selbstbewusst nach Budapest
Der ungarische Meister MTK Budapest fordert Turbine Potsdam am Donnerstag zum Auftakt der Champions League. Trainer Bernd Schröder erläuterte im rbb-Interview, wie er den Gegner einschätzt und warum er zuletzt mit dem Leistungsvermögen seiner Mannschaft nicht zufrieden war.
Für Turbine Potsdam beginnt am Donnerstag (15.00 Uhr) die Champions-League-Saison mit einem Auswärtsspiel beim ungarischen Meister MTK Budapest. "Wir müssen keine Angst haben, aber aufmerksam sein", sagte Trainer Bernd Schröder am Dienstag im rbb-Interview.
Budapest sei kein europäisches Spitzenteam, räumte Schröder ein. Die Ungarn hätten aber immer gute Einzelspielerinnen hervorgebracht. In der Qualifikation habe sich die Mannschaft souverän durchgesetzt und stehe deshalb zurecht in der Champions League.

Turbine nicht vollzählig
Schröder muss bei dem Gastspiel in der ungarischen Hauptstadt auf drei Spielerinnen verzichten: Jennifer Cramer fällt mit einem Anriss des Syndesmosebandes bis zu sechs Wochen aus, Ada Hegerberg fehlt wegen Problemen im Sprunggelenk, und Tabea Kemme zwickt es im Oberschenkel. Zudem steht die erkrankte Ersatztorfrau Anna Sarholz nicht zur Verfügung.
Das Problem der kollektiven Verunsicherung
Mit dem Leistungsvermögen seines Teams in der Bundesliga war Schröder trotz Tabellenführung zuletzt nicht ganz zufrieden. "Ein Problem ist, dass wir nach Gegentoren in eine kollektive Verunsicherung fallen." Schröder führt das auf ein "Trauma" nach einem Pokalspiel in Essen zurück, das Turbine nach 2:0-Führung noch 2:3 verloren hat. "Das ist Kopfsache. Daran müssen wir arbeiten."
Kein Durchmarsch zu erwarten
An eine Dominanz der deutschen Teams - neben Turbine spielt auch der VfL Wolfsburg in der Königsklasse - will der erfahrene Coach nicht glauben. "Da gibt es Malmö, Lyon, Liverpool - gegen solche Teams kann man auch schon mal in der Vorrunde Probleme bekommen", meint Schröder. Die Bundesliga sei aber stark genug, um eine gute Rolle zu spielen.
Mit Bernd Schröder sprach Guido Ringel



