Die Die Volleys-Spieler Scott Touzinsky, Felix Fischer und Kawika Shoji beim Block gegen Ewoud Gommans (Quelle: dpa)

Volleyball | Erfolgreicher Bundesliga-Auftakt - Meister BR Volleys schlägt Haching 3:1

Der deutsche Volleyball-Meister Berlin Recycling Volleys hat einen erfolgreichen Auftakt in die neue Saison gefeiert. Gegen den Pokalsieger Generali Haching kamen die Berliner zu einem verdienten 3:1-Erfolg. Mit 22 Punkten war Nationalspieler Robert Kromm herausragender Akteur der Volleys.

Die Berlin Volleys sind erfolgreich in die neue Bundesliga-Saison gestartet. In einer vorgezogenen Begegnung des ersten Spieltages bezwang der Hauptstadtclub den Pokalsieger Generali Haching am Dienstag mit 3:1 (25:22, 20:25, 25:17, 25:19).

 Vor 6621 Zuschauern in der Max-Schmeling-Halle hatten die Volleys zu Beginn noch Mühe, sich gegen die Abwehr von Haching Vorteile zu verschaffen. In dieser Phase hielten Robert Kromm und Paul Carroll die Gastgeber im Spiel. Nach 27 Minuten entschied Mittelblocker Felix Fischer den ersten Satz mit einem Aufschlag-Netzroller mit 25:22 zugunsten der Volleys.

6621 Zuschauer sahen den 3:1-Sieg der Volleys gegen Haching in der Max-Schmeling-Halle (Quelle: dpa)
6621 Zuschauer sahen Sieg der Volleys in der Max-Schmeling-Halle

Das weitgehend neu formierte Hachinger Team mit fünf deutschen Nationalspielern gewann zwar den zweiten Satz, konnte aber danach das ansprechende Niveau nicht halten.

Die Berlin Volleys setzten fast durchgängig auf die Bestbesetzung aus der Meistersaison. Sie fanden aufgrund ihres harmonischen Zusammenspiels immer wieder die Lücken beim Gegner und behielten relativ souverän die Oberhand.

Volleyball-Liga vor spannender Saison

Zum vierten Mal in Folge wurde die Volleyball-Bundesliga der Männer in der Hauptstadt eröffnet. Der Deutschen Volleyball-Liga (DVL) steht eine Saison bevor, die Spannung verspricht. Denn die Dominanz des VfB Friedrichshafen ist nach zwölf Titeln vorbei - seit die BR Volleys und Haching an Professionalität und Profil gewonnen haben. Einen Titeldreikampf hat es bereits im Vorjahr gegeben.

Nun wird der TV Bühl zum vierten Meisterschaftsaspiranten stilisiert. Volleys-Trainer Mark Lebedew erwartet jedenfalls viel von dem Team aus Baden-Württemberg. Und auch Friedrichshafens Coach Stelian Moculescu traut dem Team den Schritt an die Spitze zu: "Vor Bühl sollte sich jede Mannschaft in Acht nehmen."

Die Berlin Volleys gehen mit einem Rekordetat von 1,5 Millionen Euro in die neue Saison. Das sind 100.000 Euro mehr als in der letzten Spielzeit, wie Manager Niroomand mitteilte. Mittelfristig wollen die Charlottenburger einen Etat von zwei Millionen Euro ansteuern.

Für 2015 planen die Volleys, das Final-Four-Turnier der Champions League in die Hauptstadt zu holen. "Das Potential für große Volleyball-Veranstaltungen in der Stadt ist auf jeden Fall vorhanden", so Niroomand. Voraussetzung sei aber, dass die eigene Mannschaft oben mitspiele. Saisonziel sei, zumindest wieder das Endspiel um die deutsche Meisterschaft zu erreichen.

Ärger über viele Auswärts-Termine

Am 24. Oktober steht das erste Spiel in der Champions League bei Diatec Trentino in Norditalien an. Und im DVV-Pokal wartet am 13. November der CV Mitteldeutschland auf die Berliner.

Verärgert zeigte sich Niroomand über den weiteren Bundesliga-Spielplan. Weil die Max-Schmeling-Hallle langfristig für andere Veranstaltungen gebucht ist, müssen die Volleys nach dem Saisonauftakt sechs Mal nacheinander auswärts antreten. Dafür gibt es zwischen dem 7. Dezember und dem 2. Februar gleich sieben Heimspiele. Niroomand: "So etwas darf nie wieder passieren." Wegen der ungünstigen Ansetzungen rechten die Volleys damit, dass der Zuschauer-Schnitt in dieser Saison von 4.600 auf 4.000 sinkt.

Hecht-Sohn im Team

Nach dem Gewinn der Deutschen Meisterschaft hat es keine großen Umbrüche im Volleys-Team gegeben. Einziger echter Neuzugang ist der Serbe Srecko Lisinac, ein 2,05 m großer Mittelblocker, der zuletzt in Polen aktiv war.

Aus dem Nachwuchs der Volleys haben Ruben Schott (Außenangriff) und Florian Hecht (Mittelblock) den Sprung in die Mannschaft geschafft. Letzterer ist der Sohn von Rekordnationalspieler René Hecht, der mittlerweile Präsident des Berliner Volleyballverbands ist.

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Die Berlin Volleys starten als Titelverteidiger in die neue Bundesliga-Saison. Daher ist die Zielvorgabe klar: Man will zumindest wieder ins Endspiel, so Manager Niroomand. Für eine erfolgreiche Saison ist der Etat noch einmal erhöht worden. Allerdings rechnet der Verein wegen ungünstiger Spielansetzungen mit einem Zuschauer-Rückgang.