Jurica Buljat vom FC Energie Cottbus liegt enttäuscht auf den Boden (Quelle: dpa)

Fußball | Bittere Heimniederlage - Cottbus unterliegt Frankfurt mit 1:4

Es war ein misslungener Einstand. Bei der Heimpremiere ihres neuen Trainers Stephan Schmidt machten die Kicker von Energie Cottbus alles andere als einen guten Eindruck. Die Lausitzer mussten im eigenen Stadion vier Tore einstecken.

Fußball-Zweitligist FC Energie Cottbus wartet unter seinem neuen Trainer Stephan Schmidt weiter auf den Befreiungsschlag. Der Tabellenletzte unterlag am Freitagabend bei Schmidts Heimpremiere dem FSV Frankfurt mit 1:4 (0:1) und kassierte damit die vierte Niederlage hintereinander. Die Lausitzer sind nun seit sechs Spielen ohne Sieg.

"Fußball kann grausam sein", resümierte Schmidt nach dem Spiel. "Das hat man heute auch gesehen." Das Ergebnis spiegele jedoch nicht das wider, was "auf dem Spielfeld heute abgelaufen ist über 90 Minuten".

Man sei zunächst "gut reingekommen" und es habe intensive Zweikämpfe gegeben. In der zweiten Halbzeit hätten die Spieler auch mehr Selbstvertrauen gezeigt, sagte Schmidt. Der Treffer zum 1:2 sei dann allerdings ein "Nackenschlag" gewesen. Er sei allerdings überzeugt, dass die Mannschaft aus dieser Situation herauskomme.

Die Tore für den FSV, der sich nach vier sieglosen Partien wieder drei Punkte sicherte, erzielten Denis Epstein (35./77. Minute), Nils Teixeira (75.) und Edmond Kapllani (90.+3/Foulelfmeter). 

Den zwischenzeitlichen Ausgleich für Energie vor 7384 Zuschauern im Stadion der Freundschaft hatte Amin Affane (61.) geschossen. Frankfurt verbesserte sich mit nun 19 Punkten vorerst auf Rang neun.

Stephan Schmidt, neuer Trainer von Fußball-Zweitligist FC Energie Cottbus (Quelle: dpa)
Kein guter Einstand für Stephan Schmidt im Stadion der Freundschaft

Hessen besser organisiert

Cottbus hatte zwar mehr vom Spiel, brachte jedoch die ersatzgeschwächten, aber gut organisierten Frankfurter kaum in Bedrängnis. Energie-Torjäger Boubacar Sanogo hatte nach einem Missverständnis der Hessen die beste Gelegenheit: Der Ivorer umkurvte FSV-Keeper Sören Pirson, legte sich den Ball aber zu weit vor.

Die nach vorne sehr zurückhaltenden Frankfurter gingen nach einem zu kurz abgewehrten Ball von Routinier Ivica Banovic durch den völlig frei stehenden Epstein überraschend 1:0 in Führung (35.).

Der eingewechselte Youngster Affane glich für die spielerisch schwachen Hausherren mit einem direkt verwandelten Freistoß aus (61.) - und beendete 519 torlose Cottbuser Minuten. Anschließend schockten die Hessen die Gastgeber indes mit einem Doppelschlag innerhalb von zwei Minuten zum 1:3. Kapllani sorgte dann für den Schlusspunkt.

"Wenn du denkst, es geht nicht schlimmer, kommt so ein Spiel", fasste Kapitän Uwe Möhrle die Gemütslage der frustrierten Cottbuser zusammen. Routinier Ivica Banovic ergänzte nach dem Spiel: "Es ist einfach unglaublich, wie es gelaufen ist."

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