Torsten Mattuschka (l) und Union-Präsident Dirk Zingler (Quelle: dpa)

Fußball | Rekordetat beim Zweitligisten - Union will mit Mattuschka zu weiteren Höhen

In der Alten Försterei war schon am Dienstag Bescherung. Der Verein verfügt über so viel Geld wie noch nie und will das auch gleich gut anlegen: Kapitän Torsten Mattuschka bleibt bei den "Eisernen". Mit dem Rest der 24 Millionen Euro in der Kasse geht der Verein bei den Neuverpflichtungen ein "vernünftiges Risiko" ein.

Fußball-Zweitligist 1. FC Union Berlin hat zuletzt zwar ein bisschen Federn lassen müssen im Zweitliga-Spielbetrieb, aber noch immer streben die Eisernen in Richtung Aufstiegsplätze. Rückwind bekommen sie dabei vom Kassenwart des Vereins: Der Euro rollt in Köpenick.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2012/13 erwirtschaftete der Verein ein Plus in Höhe von knapp 1,2 Millionen Euro bei einem Gesamtetat von 19,3 Millionen Euro. Wie Präsident Dirk Zingler am Dienstag auf der Mitgliederversammlung mitteilte, soll die finanzielle Zukunft für Union noch besser aussehen: In der Saison 2013/14 setze sich die positive Entwicklung mit einem Rekordetat von gut 24 Millionen Euro fort.

Union-Präsident Dirk Zingler (Bild: imago)
Sehr zufrieden: Dirk Zingler, der Präsident will mit Rekordetat noch höher hinaus.

"Tusche ist mehr als nur ein reiner Profifußballer"

Davon profitieren zuallererst die Profis, wie der Verein mitteilte. Während in der letzten Saison gut 9,9 Millionen für die Lizenzspielerabteilung ausgegeben wurden, soll sich in der aktuellen Saison der Etat auf 11,2 Millionen erhöhen.

Mit dem neuen Geld hat der Verein dann auch gleich mit dem alten Kapitän neu verhandelt: Mittelfeldregisseur Torsten Mattuschka bleibt noch mindestens eine Saison. Der 33-Jährige, der seit 2005 für Union spielt und dessen Vertrag im Sommer ausgelaufen wäre, erhielt einen neuen Kontrakt bis 2015 mit einer Option für eine weitere Spielzeit.

"Tusche ist bald zehn Jahre bei uns. Er ist für Union mehr als nur ein reiner Profifußballer", lobte Zingler Unions Antreiber und Spielgestalter am Rande der Sitzung in den Räumen der neuen Haupttribüne.

Uwe Neuhaus, Trainer von Union Berlin (Quelle: dpa)
Trainer Uwe Neuhaus kann mit seinem Kapitän weitermachen.

Stolz auf die Tribüne – aber Aufstieg kein "Muss"

In seiner Bilanz des zurückliegenden Geschäftsjahres würdigte Zingler vor allem die Anstrengungen um das letzte Großprojekt des Vereins. "Wir haben ein gutes Jahr hinter uns, das vom Neubau der Tribüne geprägt war. Priorität war es, die Haupttribüne im Juli in Betrieb zu nehmen. Das ist uns gelungen." Die Etaterhöhung für den Bau entschuldigte Zingler damit, dass so der zeitliche Rahmen eingehalten werden konnte.

Ein Saisonziel wurde im Beisein der Union-Profis sowie von Trainer Uwe Neuhaus an seinem 54. Geburtstag erneut nicht ausgegeben. Der Traum vom Aufstieg lebt aber weiter. "Wir haben als Vereinsführung das Ziel, in die 1. Liga aufzusteigen. Es ist aber kein Muss. Wenn wir es in dieser Saison nicht schaffen, bricht für uns die Welt nicht zusammen", sagte der Präsident. In punkto Neuzugänge sei Union bereit, in der Winterpause ein "vernünftiges Risiko" einzugehen. Wie im Vorjahr werde ein Lizenz-Antrag für die Bundesliga gestellt.

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