
Basketball | Harter Abend für Ex-Albatrosse - Alba Berlin fegt Bayern vom Parkett
Die Isar-Boys holen sich eine Klatsche an der Spree: Mit 20 Punkten Unterschied schickt Alba Berlin den FC Bayern München nach Hause. Für mehrere Ex-Albatrosse im Dienste der Süddeutschen war es ein doppelt bitterer Abend.
Die Basketballer von Alba Berlin haben im Prestige-Duell dem FC Bayern München die erste Niederlage der Saison zugefügt - und das in deutlicher Manier. Die Berliner gewannen am Sonntag gegen den Bundesliga-Tabellenführer dank einer starken ersten Halbzeit mit 94:74 (50:36). Mit ihrem dritten Heimsieg kletterten die Albatrosse auf den siebten Platz, die Bayern bleiben Tabellenführer.
"Wir haben das Spiel von Beginn an dominiert. Das war ein großer Schritt in unserer Entwicklung», sagte Alba-Trainer Sasa Obradovic. Bayern-Coach Svetislav Pesic erkannte die Überlegenheit der Berliner neidlos an: "Es war ein exzellentes Spiel von Alba. Wir haben nur reagiert und konnten dem Gegner nicht Paroli bieten."

Vojdan Stojanovski mit 21 und Clifford Hammonds mit 20 Punkten waren die besten Werfer des Hauptstadtclubs, bei den Münchnern überzeugte Malcolm Delaney mit 19 Zählern.
Nach einer ausgeglichenen Anfangsphase starteten die Berliner Mitte des ersten Viertels einen 9-Punkte-Lauf und setzen sich auf 21:13 ab. Vor 14.500 lautstarken Zuschauern in der ausverkauften Arena ließen die extrem aggressiv verteidigenden Albatrosse die Bayern auch im Anschluss kaum ins Spiel kommen und führten zur Halbzeit 50:36. Die vielen Ex-Berliner Spieler der Münchner - allen voran Nationalspieler Heiko Schaffartzik - mussten sich das gesamte Spiel über gellende Pfiffe der Alba-Fans gefallen lassen.
Hoeneß: "Problem innerhalb der Mannschaft"
In die zweite Hälfte erwischten die Bayern den besseren Start. Doch Alba fing sich nach wenigen Minuten und konnte angeführt vom starken Hammonds mit einem 65:53-Vorsprung ins Schlussviertel gehen. Hier erspielten sich die Berliner mit einer 7-Punkte-Serie ein komfortables Polster, das sie entschlossen bis zur Schlusssirene verteidigten.
Vor der Saison waren Nationalmannschaftskapitän Heiko Schaffartzik, Yassin Idbihi, Nihad Djedovic und Deon Thompson von der Spree an die Isar gewechselt. Uli Hoeneß hatte vor dem Spiel die Transferpolitik noch einmal verteidigt. "Viele Berliner Spieler waren einfach auf dem Markt, weil sie offensichtlich weg wollten aus Berlin. Es gab ja wohl auch das eine oder andere Problem innerhalb der Mannschaft", sagte der Klub-Präsident dem "Tagesspiegel".

