
Eishockey | 6:1-Sieg gegen Nürnberg - Eisbären Berlin zeigen die Zähne
Die Eisbären Berlin haben sich mit ihrem bisher besten Saisonwochenende eindrucksvoll in der Deutschen Eishockey Liga zurückgemeldet. Zwei Tage nach dem Sieg gegen die Adler Mannheim fegte der Rekordmeister auch den Tabellenzweiten Nürnberg Ice Tigers vom Eis.
Der Aufwärtstrend des deutschen Eishockeymeisters Eisbären Berlin hält an. Mit dem 6:1 gegen den Tabellenzweiten Nürnberg Ice Tigers (37 Punkte) machte der Titelverteidiger am Sonntag in der Deutschen Eishockey-Liga (DEL) seinen zweiten Erfolg am Wochenende perfekt.
Schon am Freitag hatten die Eisbären in der Deutschen Eishockey Liga DEL den alten Rivalen Adler Mannheim besiegt. Durch den 4:2-Sieg konnte der in der Krise steckende Meister sein Selbstvertrauen wieder stärken, das nach einer 0:8-Pleite in Wolfsburg arg angeknackst war.
Vor 12.700 Zuschauern zeigten dabei die Berliner am Sonntag dann vor allem in den ersten beiden Abschnitten Bestleistung. André Rankel (5.), Barry Tallackson (6.) und Laurin Braun (14.) sorgten für ein 3:0 nach den ersten 20 Minuten. Die Gäste aus Franken konnten nach dem Anschlusstreffer durch Steven Reinprecht (26.) nur kurz auf eine Wende hoffen, denn nach Treffern von Mads Christensen (28.), Casey Borer (29.) und Shawn Lalonde (35.) markierten die Berliner schon vor der zweiten Pause den 6:1-Endstand.
Getrübt wurde die Berliner Freude jedoch durch die verletzungsbedingten Ausfälle der beiden Stürmer Rankel (Handgelenk) und Florian Busch (Knie), deren Einsatz am Dienstag in Straubing
fraglich ist.
Constantin Braun könnte bald zurückkehren
Die Eisbären, weiter auf Rang acht der Tabelle, können langfristig wieder mit Nationalverteidiger Constantin Braun rechnen. Die Rückkehr des an Depressionen erkrankten 25-Jährigen zeichnet sich ab.
Nachdem Braun bereits Ende Oktober für zwei Wochen mit dem Team trainiert hatte, kehrte er am Samstag nach kurzem Klinikaufenthalt ins Mannschaftstraining zurück. Wann er genau sein Comeback geben kann, ist aber noch offen.
Gerüchte über Bell als Neuzugang verdichten sich
Unterdessen ist der Kanadier Mark Bell als Neuzugang für die Eisbären ins Gespräch gebracht worden. Die "WAZ" berichtet in ihrer Samstagsausgabe, dass Bell bereits einen Vertrag bei den Eisbären unterschrieben habe und Anfang der kommenden Woche in Berlin eintreffen soll. Eisbären-Manager Peter John Lee bestätigte am Samstag Gespräche mit dem Angreifer, betonte aber, dass die Entscheidung über eine Verpflichtung noch nicht gefallen sei.
Der 33 Jahre alte Stürmer besitzt zwar noch einen Vertrag bis zum Saisonende bei den Iserlohn Roosters, kam aber wegen einer Schulteroperation im Sommer bisher nicht für den Tabellenvorletzten zum Einsatz. Im Vorjahr erzielte Bell, der 459 Einsätze in der NHL vorweisen kann, für die Sauerländer 13 Treffer und 15 Torvorlagen in 43 Spielen.
