Fans von Energie Cottbus blockieren nach dem Spiel die Ausfahrt der Mannschaft aus dem Stadion. (Quelle: dpa)
Audio: Antenne Brandenburg | 26.11.2013

Fußball | Krise in Cottbus - FCE sucht Schulterschluss mit Fans

Zum Dialog mit seinen enttäuschten Fans hatte Zweitliga-Schlusslicht Energie Cottbus am Dienstagabend geladen. Rund 200 FCE-Anhänger machten ihrem Ärger Luft und stießen bei Mannschaft und Trainer auf viel Verständnis. Kapitän Möhrle rang sich zu einem Versprechen durch.

Nach dem Absturz auf den letzten Tabellenplatz haben sich Mannschaft und Trainer von Energie Cottbus am Dienstagabend einem Fan-Dialog gestellt. Mehr als 200 Anhänger des FCE kamen zu dem Treffen in der Sporthalle des "Stadion der Freundschaft".

Cheftrainer Stephan Schmidt, dessen bisherige Bilanz bei 0:6 Punkten und 1:7 Toren steht, sprach im Anschluss von einem fruchtbaren Dialog. "Ich finde es gut, dass die Mannschaft die Sorgen der Fans hautnah kennenlernt."

Möhrle: Werden alles tun

Viele enttäuschte Fans schilderten, wie schmerzlich die sportliche Situation des Teams sei. "Wir müssen dreckige Siege einfahren. Für Schönheit kriegt niemand einen Preis", meinte ein Fan. "Alle hoffen, alle wollen, und einen solchen Abgang haben wir uns eigentlich nicht verdient", klagte ein anderer. "Für mich ist die dritte Liga nicht denkbar. Wir können nur die Daumen drücken", lautete das Fazit einer Energie-Anhängerin.

Schmidt sagte dazu, er sei ein Freund deutlicher Worte und befürworte diese Aktion sehr. "Ich teile die Sorgen der Fans, uns ist diese schwierige Situation absolut bewusst", fügte er hinzu.

Für die Mannschaft erklärte Kapitän Uwe Möhrle: "Wir sind genauso enttäuscht wie ihr und werden alles tun, so schnell es geht wieder in die Erfolgsspur zurückzukehren."

Schwere Aufgaben warten

Das Treffen war nach der 1:4-Heimniederlage gegen den FSV Frankfurt am vergangenen Freitag vereinbart worden. Mit nur 13 Punkten aus 15 Spielen liegt Energie am Tabellenende, zuletzt gab es vier Niederlagen in Folge.

Auch die kommenden Aufgaben haben es in sich: Am Sonntag reist Energie nach Fürth, dann kommen die Ingolstädter, die auswärts gerade den Tabellenführer 1. FC Köln gestürzt haben.

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