
Fußball | Krisengipfel gegen Bochum - "Natürlich sind wir zum Erfolg verdammt"
Energie Cottbus will endlich Abstand zu den unteren Tabellenplätzen gewinnen, derzeit liegen die Lausitzer auf Rang 15 der Zweitliga-Tabelle. Das könnte am Freitag gelingen - zu Gast ist der noch schlechtere VfL Bochum. Energie-Trainer Rudi Bommer setzt auf die Heimstärke seines Teams.
Für Fußball-Zweitligist FC Energie Cottbus zählt im Heimspiel am Freitag gegen den VfL Bochum nur ein Sieg. "Natürlich sind wir zum Erfolg verdammt, haben uns in eine missliche Situation gebracht und müssen uns aus dieser befreien", erklärte FCE-Trainer Rudi Bommer. Die Lausitzer belegen Rang 15 und sind nur einen Zähler vom Relegationsplatz entfernt, auf dem wiederum die Bochumer stehen. Seit 279 Minuten wartet der FC Energie auf ein Tor.
Der Trainer setzt auf die Heimstärke: Im eigenen Stadion hat Energie in dieser Saison erst ein Spiel verloren - dem stehen drei Siege und ein Remis gegenüber.
Inwiefern auch der Trainer unter Druck steht, darüber will Bommer sich keine Gedanken machen. "Im Übrigen ist es völlig unwichtig, was mit mir ist. Es geht um den Club. Um den FC Energie Cottbus. Dem Verein sind wir alle verpflichtet und wollen deshalb am Freitag mit aller Macht gewinnen", ergänzte Bommer.

Wieder mit zwei Spitzen?
Um den Sieg einzufahren, erwägt der Energie-Coach mit zwei Stürmen angreifen zu lassen: Boubacar Sanogo (6 Saisontore) und Erik Jendrisek. "Wir wollen den VfL von Beginn an unter Druck setzen und zu Fehlern zwingen", erläuterte Bommer. Gegen die Bochumer kann er wieder auf Stammtorwart Robert Almer zurückgreifen, der seine Magen-Darm-Probleme überwunden hat.
Als eine Konsequenz aus den Ausschreitungen Cottbuser Anhänger beim Derby in Dresden (0:1) am vergangenen Sonntag hat der Club den Ticketverkauf für das nächste Auswärtsspiel am 11. November beim FC St. Pauli reglementiert. Ab sofort werden die Tickets personalisiert. Energie verkauft nur noch eine Karte pro Person gegen Vorlage des Personalausweises. Aus dem Cottbuser Fanblock waren Leuchtfeuer auf das Spielfeld geworfen worden.


