Der neue Cottbuser Trainer Stephan Schmidt bei seiner ersten Trainingseinheit (Bild: dpa)

Fußball | Von Paderborn nach Cottbus - Erster Arbeitstag für neuen Energie-Trainer Stephan Schmidt

Der Trainerwechsel in Cottbus ging blitzschnell über die Bühne: Nur zwei Tage nach der Trennung von Rudi Bommer leitete Stephan Schmidt die erste Einheit mit den Profis des FC Energie - und bemängelte deren Fitness und Laufbereitschaft. Aber: "Das wird sich bald ändern", kündigte Schmidt anschließend bei seiner offiziellen Vorstellung an. Die erste Bewährungsprobe steht dem neuen Coach am Montag bevor.

Der neue Cheftrainer Stephan Schmidt hat zügig seine Arbeit beim Fußball-Zweitligisten FC Energie Cottbus aufgenommen. Nur einen Tag nach der Vertragsunterschrift versammelte der 37-Jährige am Donnerstag die Lausitzer Profis zu einer ersten Trainingseinheit.

"Redet miteinander" forderte Schmidt dabei seine Spieler lautstark zu mehr Kommunikation auf dem Platz auf. Nach überstandenen kleineren Blessuren konnten Topstürmer Boubacar Sanogo und Marc Andre Kruska wieder mit dem Team trainieren.

Am Mittag wurde der Nachfolger von Rudi Bommer dann auf einer Pressekonferenz offiziell vorgestellt - und wurde dabei gleich ziemlich deutlich: "Was Fitness und Laufbereitschaft anbelangt, liegen wir auf dem 18. Rang der Liga", sagte der 37-Jährige und kündigte eine Wende an: "Das wird sich bald ändern."

Schmidt, früher in Diensten des Liga-Konkurrenten SC Paderborn und bekannt für ein gesundes Selbstbewusstsein, will die kriselnden Lausitzer schnellstmöglich aus dem Tabellenkeller holen. "Der Abstieg ist für mich kein Thema. Schon vor der Saison habe ich gesagt, dass die Cottbuser Mannschaft in die obere Tabellenhälfte der zweiten Liga gehört", sagte der gebürtige Berliner. Schmidt, der zuvor den Ligakonkurrenten SC Paderborn trainiert hatte, unterschrieb in Cottbus einen Vertrag bis Juni 2015.

Schmidt soll Lausitzer Absturz stoppen

"Stephan Schmidt kennt die zweite Liga bestens, die Stärken und Schwächen unserer Spieler. Seine fußballerischen Vorstellungen sind absolut plausibel, zudem kann er nachweislich junge Spieler entwickeln und verbessern", erklärte Energie-Präsident Ulrich Lepsch.

Die dringendste Aufgabe des neuen Trainers ist es jedoch, die sportliche Talfahrt des FCE zu stoppen. Nach vier Spielen ohne Sieg und ohne Tor sind die Lausitzer auf Tabellenplatz 17 abgestürzt. In den vergangenen neun Spielen hatte es nur einen einzigen Sieg gegeben. Schlechter ist der Club nie in eine Zweitliga-Saison gestartet.

Die erste Bewährungsprobe steht Schmidt am Montag beim FC St. Pauli mit dessen Interimstrainer Roland Vrabec bevor. Die Hanseaten hatten sich überraschend von Coach Michael Frontzeck getrennt - immerhin steht St. Pauli momentan auf einem ordentlichen achten Rang.

In Paderborn wegen Erfolglosigkeit entlassen

Schmidts Vorgänger Rudi Bommer war am Dienstag beurlaubt worden. Schmidt selbst war in den Medien schon tagelang als ein möglicher Kandidat für den Posten gehandelt worden. Wie Bommer soll der 37-Jährige neben dem Trainer-Job auch das Amt des Sportdirektors ausüben. Assistenztrainer bliebt Uwe Speidel.

Als gebürtiger Berliner spielte Schmidt unter anderem für die Reinickendorfer Füchse, die Amateure von Hertha BSC, für Tennis Borussia und den SV Babelsberg 03. Bei Hertha gehörte er zum Trainerstab von Lucien Favre und trainierte auch die U19 der Berliner. Seinen bisher größten Erfolg als Trainer feierte Schmidt mit der Deutschen U19-Meisterschaft des VfL Wolfsburg.

Seine erste Trainerstation in der zweiten Fußball-Bundesliga war in der vergangenen Saison der SC Paderborn. Dort war Schmidt wegen anhaltender Erfolglosigkeit allerdings entlassen worden.

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