
Fußball | 14. Bundesliga-Spieltag - Hertha verpasst Sieg gegen Augsburg
Ein torloses Unentschieden trotz drückender Feldüberlegenheit, dazu ein weiterer Ausfall in der Innenverteidigung: Für Hertha BSC war das Spiel gegen den FC Augsburg keines, an das man sich gerne erinnern wird. Zudem vergaben die Berliner die Chance, wieder näher an die Europa-League-Plätze heranzurücken.
Hertha BSC wartet in der Fußball-Bundesliga noch immer auf einen Sieg gegen den FC Augsburg. Die Hauptstädter mussten sich am Samstag vor 38.667 Zuschauern im Olympiastadion mit einem 0:0 begnügen und verpassten es, noch näher an die Europa-League-Plätze heranzurücken. Mit nun 19 Punkten rückten die Berliner auf Rang sieben.
Augsburg mauert, Hertha lahmt
Die Augsburger hingegen durften sich nach zuletzt vier Auswärtsniederlagen über einen schwer erkämpften Punkt freuen. Die Schwaben rangieren mit 17 Zählern auf Position neun.
In einer schwachen Begegnung konzentrierten sich die Augsburger fast nur auf die Defensive. Wenn die meist einfallslos angreifenden Gastgeber doch zu Chancen kamen, war FCA-Keeper Marwin Hitz zur Stelle. Vom flotten Angriffsfußball, den das Team von Trainer Jos Luhukay noch zu Beginn der Saison gezeigt hatte, war gegen seinen Ex-Club nicht viel zu sehen.
Langkamp verletzt raus
Die Berliner taten sich gegen aggressiv und kompakt auftretende Augsburger schwer. Ein flüssiges Kombinationsspiel oder der schnelle Pass in die Tiefe kam zu selten. Stattdessen versuchten es die Berliner zu Beginn häufig mit langen Bällen. In der 20. Minute musste der Ex-Augsburger Sebastian Langkamp mit einer Oberschenkelverletzung das Spielfeld verlassen - nach John Anthony Brooks der zweite Ausfall eines Innenverteidigers.
Die nach vorne zaghaften Gäste schlugen aber kein Kapital daraus. Auch Halil Altintop, der gegen Hoffenheim noch zwei Tore geschossen hatte, blieb blass. Der 30-Jährige absolvierte sein 250. Bundesligaspiel und ist nun alleiniger Rekordspieler mit türkischem Pass.
Schlechte Chancenverwertung
Trotz vieler Fehlpässe kamen die Berliner in der ersten Hälfte zu guten Chancen. Erst schoss der schwache Änis Ben-Hatira aus der Drehung nach einem der seltenen flinken Angriffe über links ganz knapp am Tor vorbei (18.). Der für Sami Allagui aufgelaufene frühere Augsburger Marcel Ndjeng hatte fein vorbereitet. In der 37. Minute war es der Passgeber selbst, der den Ball ans Außennetz drosch.
Im zweiten Abschnitt drängte Hertha den FCA noch tiefer in dessen Hälfte. Stürmer Adrian Ramos, der zuvor wenig Gefahr verbreitet hatte, drehte sich in der 55. Minute blitzschnell um seinen Gegenspieler und zwang FCA-Torwart Hitz mit einem Schuss aufs kurze Eck zu einer Glanzparade. Dennoch fehlte den Berliner Angriffs-Aktionen gegen die zäh verteidigenden Gäste die klare Linie. Zum Ende gab es sogar vereinzelte Pfiffe von den Rängen.



