
Fußball | Kaum Kritik bei "Hertha im Dialog" - Friede, Freude, Hertha
Platz sieben in der Fußball-Bundesliga und weniger Schulden: Knapp eine Woche vor der Mitgliederversammlung herrscht bei Aufsteiger Hertha BSC gute Stimmung. Das zeigte sich bei der Diskussionsveranstaltung "Hertha im Dialog" am Dienstag im Berliner ICC. Kritik gab es nur wenig. Und Manager Preetz bekräftigte vor den rund 270 Vereinsmitgliedern die baldige Rückkehr des ausgeliehenen Stürmers Lasogga.
Die Diskussionsveranstaltung "Hertha im Dialog" ist ohne Streit über die Bühne gegangen. 269 Vereinsmitglieder waren am Dienstag ins Berliner ICC gekommen, um zum vierten Mal mit Vertretern des Präsidiums und der Geschäftsführung über aktuelle Themen des Hauptstadtclubs zu diskutieren. Kritische Fragen blieben dabei so gut wie aus.
Hertha holt Lasogga 2014 zurück
Manager Michael Preetz konnte die Hertha-Mitglieder zum Thema Pierre-Michel Lasogga beruhigen: Der an den Hamburger SV ausgeliehene Stürmer kehrt zum Hauptstadtclub zurück. "Wir freuen uns im Sommer auf Pierre, wenn er komplett austrainiert vom HSV zurückkommt", bekräftigte Preetz.
Der Aufsteiger hatte Lasogga zu Beginn der Spielzeit an die Hanseaten ausgeliehen, damit er Spielpraxis sammeln kann. Das hat er dann auch mit Erfolg getan: In acht Spielen schoss der bullige Angreifer acht Tore. Wegen Lasoggas guter Torquote war in den Medien bereits über einen Verkauf im Sommer spekuliert worden. Der Vertrag des Stürmers in Berlin läuft noch bis 2015. Preetz betonte am Dienstag aber nachdrücklich: "Es ist ein Ausleihgeschäft ohne Kaufoption."
"Das Team ist absolut konkurrenzfähig"
Hertha-Präsident Werner Gegenbauer, aber auch Manager Michael Preetz und Finanzchef Ingo Schiller betonten desweiteren, dass die gute Tabellenplatzierung mit 18 Punkten nicht zu erwarten gewesen sei. "Das ist eine Situation, die wir uns nicht viel besser hätten vorstellen können", meinte Präsident Gegenbauer und Preetz ergänzte: "Das Team ist absolut konkurrenzfähig."
Die positive sportliche Entwicklung ergänzte der finanzielle Geschäftsführer Schiller mit erfreulichen Nachrichten: "Wir haben die Verbindlichkeiten in einem Jahr deutlich gesenkt." Konkrete Zahlen möchte Schiller erst bei der offiziellen Mitgliederversammlung in einer Woche nennen. Nur so viel: "Eine drei steht vorne." Zuletzt lasteten in der Saison 2011/12 rund 42 Millionen Euro Schulden auf dem Club.
Präsidium im Dialog mit den Fans
Die Hertha-Fans nutzten aber auch die Chance, um von der Basis zu berichten. So beschwerte sich ein Fan aus Spandau zum Beispiel, dass die Zubringerbusse seit dem Heimspiel gegen Eintracht Frankfurt wegrationalisiert worden sind. Das betrifft etwa 3.500 bis 4.000 Menschen pro Heimspiel. Von der BVG hieß es als Antwort: Die Nachfrage sei nicht da.
Aber auch der Spieleinsatz des Mittelfeldspielers Ronny und der Umgang mit dem ehemaligen Torwarttrainer Christian Fiedler standen zur Diskussion. Vom Podium aus gab es Verständnis für den Unmut der Fans, manche Fragen wurden zwar nicht gerne gehört, aber es wurde versucht Antworten zu finden.
Kein Wunder, dass sich Präsident Gegenbauer nach der Veranstaltung zufrieden zeigte mit der Erkenntnis: "Heute herrscht eine entspanntere Situation als früher."


