
Fußball | FC Energie in der Krise - Streit um Fitness der Spieler kocht hoch
Ist der Absturz von Energie Cottbus auf den letzten Tabellenplatz auf mangelnde Fitness zurückzuführen? Und in welcher Verfassung hat Ex-Trainer Rudi Bommer die Mannschaft hinterlassen? Um diese Fragen ist jetzt ein handfester Streit zwischen dem Verein und seinem kürzlich entlassenen Übungsleiter entbrannt.
Der Fitnesszustand der Fußballprofis von Energie Cottbus beschäftigt mittlerweile auch Juristen. Nachdem der neue Trainer Stephan Schmidt den physischen Zustand seines Teams öffentlich kritisiert hatte ("was Fitness und Laufbereitschaft anbelangt, sind wir auf dem 18. Rang der Liga"), fühlt sich sein Vorgänger Rudi Bommer offenbar in der Ehre gekränkt.
Nach einem Bericht der "Bild"-Zeitung ging bei Energie Cottbus ein Brief von Bommers Anwalt ein - mit der Aufforderung, zu den Aussagen Stellung zu beziehen. Der Verein habe sich daraufhin telefonisch bei Bommer gemeldet und ihm gegenüber versichert, dass Schmidts Aussagen nicht als persönliche Kritik gemeint waren. Während für Energie-Präsident Ulrich Lepsch der Fall damit erledigt sei, bestehe Bommers Anwalt nach wie vor auf eine schriftliche Antwort, heißt es in dem Bericht.
Schmidt beim Fanforum: Kraft, Einsatz und Arbeit
Beim Energie-Fanforum am Montagabend bemühte sich Schmidt, nicht noch mehr Öl ins Feuer zu gießen. "Was gewesen ist, ist gewesen. Ich kann nur sagen: Wir trainieren sehr intensiv und hart und versuchen weiter, an unseren Defiziten zu arbeiten."
In der vergangenen Woche ließ Schmidt Laktat-Tests durchführen, es waren die ersten in diesem Jahr. Viel "Kraft, Einsatz und Arbeit" sei für die ausstehenden fünf Spiele bis zur Winterpause erforderlich, unterstrich der Coach. Erst in der Winterpause wird er sich an grundlegende Dinge heranmachen, vorerst ist er als Psychologe gefragt. Schmidt: "Auch wenn es schwerfällt, wir müssen mit Mut ins Spiel gehen."
Ein Fan brachte die derzeitige Situation beim Tabellenletzten auf den Punkt: "Es gibt Hoffnung. Ich meine, schlimmer kann's ja nicht werden."



