
Fußball | Achtelfinale gegen Lyon - Turbine Potsdam in ungewohnter Außenseiterrolle
Die Fußballerinnen von Turbine Potsdam schlüpfen am Sonntag in eine ungewohnte Rolle - die des Außenseiters. Im Achtelfinale der Champions League empfangen die Potsdamerinnen den Titelanwärte Olympique Lyon. Doch die Turbinen zeigen sich vor dem Heimspiel selbstbewusst: "Wir sind ja auch nicht irgendwer".
Sehr früh in der diesjährigen Champions League der Fußballfrauen steht Turbine Potsdam vor einer riesigen Hürde. Der deutsche Vizemeister empfängt am Sonntag im Achtelfinal-Hinspiel den Titelanwärter Olympique Lyon.
Der "Klassiker", wie der Potsdamer Verein das Duell anpreist, kommt Turbines Trainer-Urgestein Bernd Schröder einige Runden zu früh. "Beide Teams gehören zum Favoritenkreis auf den Titelgewinn." Vor allem hinsichtlich des Gesamtwettbewerbs sei schade, dass ein Spitzenteam bereits so früh aus dem Titelrennen ausscheidet. Und trotz der klaren Rollenverteilung soll das Lyon sein.
"Wir sind für das Hinspiel am Sonntag gerüstet und wollen als Außenseiter eine Runde weiterkommen", zeigte sich Turbine-Kapitän Stefanie Draws selbstbewusst. Und die 17-jährige Pauline Bremer bestätigt: "Wir sind ja auch nicht irgendwer." Die Ansetzung sei wie ein vorgezogenes Endspiel. "Die Hosen haben wir nicht voll, aber gehörigen Respekt."
Die Potsdamerinnen waren mit zwei souveränen Siegen in das Achtelfinale eingezogen. Im Duell mit dem ungarischen Meister MTK Hungaria Budapest hatten sie sich mit 5:0 und 6:0 durchgesetzt. Auf das Hinspiel gegen Lyon hat sich Turbine nun akribisch vorbereitet.
Die Französinnen standen in den vergangenen vier Jahren immer im Champions-League-Finale - zuletzt mussten sie sich gegen den deutschen Meister VfL Wolfsburg geschlagen geben. 2010 holten sich die Potsdamerinnen, die 2005 erstmals die Champions League gewonnen hatten, gegen den französischen Meister die europäische Krone. Ein Jahr später revanchierte sich Lyon für die Niederlage.

