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Ungewöhnliche Aktion des 1. FC Union Berlin zur Fußball-WM - Public-Viewing auf dem eigenen Sofa

Besucher des 1. FC Union Berlins sollen zur Fußball-WM 2014 auf dem eigenen Sofa im Stadion "An der Alten Försterei" Platz nehmen können. Der Verein will ein Public Viewing im Stadion organisieren, zu dem Fußballfans ihr eigenes Möbelstück mitbringen können. Die Logistik ist allerdings noch ungeklärt.

Ein Public Viewing der besonderen Art plant Zweitligist 1. FC Union Berlin zur Fußball-WM 2014 in Brasilien. Zu den Live-Übertragungen im Stadion "An der Alten Försterei" dürfen Fans im kommenden Sommer Sofas mitbringen und im Innenraum aufstellen. Präsentiert wurde das Projekt am Dienstagabend bei der zweiten ordentlichen Hauptversammlung der Stadion AG.

"Das schönste Fußballstadion Berlins wird zum größten Wohnzimmer der Welt. Wir teilen unser Wohnzimmer mit Freunden und laden alle Berlinerinnen, Berliner und Gäste zu uns ein", lautet das Motto. Wie der Transport und der Wetterschutz organisiert werden, steht aber noch nicht fest. Das müsse noch geklärt werden, hieß es.

Haupttribüne wurde teurer als geplant

Der Verein veröffentlichte zudem die Höhe der Baukosten für die neue Haupttribüne. Diese haben statt der geplanten 15 Millionen Euro schlussendlich 16,7 Millionen Euro gekostet. Ursache für die höheren Baukosten seien Planungsänderungen in der Bauphase von Juli 2012 bis Juli 2013 gewesen. Die Mehrkosten hätten der Verein (1,5 Millionen Euro) und die AG (0,2 Millionen Euro) übernommen.

AG-Vorstand Oskar Kosche sagte, "die Gesellschaft ist sehr gut aufgestellt." Der Verein hatte während des Neubaus Anteile der Stadion-AG an seine Mitglieder verkauft und damit rund 2,73 Millionen Euro eingenommen.

Fußballplatz-Projekt in Südafrika

Fußball-Projekt in Lategansvlei - Union-Fan baut "Alte Försterei 2" in Südafrika

Die Anhänger des Zweitligisten 1. FC Union Berlin gelten als treue Fans. Einer von ihnen ist Dario Urbanski, der vor 18 Jahren nach Südafrika ausgewandert ist. Nach der Fußball-WM 2010 kam ihm die Idee, ein Union-Stadion in seinem afrikanischen Dorf aufzubauen - die "Alte Försterei 2". Dank der Hilfe aus Berlin ist daraus mittlerweile ein Sozialprojekt geworden. Von Björn Tritschler