
Fussball | 16. Spieltag in der Zweiten Liga - Energie Cottbus verliert auch in Fürth
Seit Anfang September wartet der FC Energie Cottbus auf einen Sieg, und die Wahrscheinlichkeit, dass dieser ausgerechnet beim Bundesliga-Absteiger in Fürth gelingen würde, war eher klein. Am Ende hat es aber noch nicht einmal zu einem Punkt gereicht - die Lausitzer kassierten die fünfte Niederlage in Folge.
Brandenburgs Fußball-Zweitligist Energie Cottbus taumelt weiter in Richtung Drittklassigkeit. Das Tabellenschlusslicht aus der Lausitz verlor am Sonntag mit 0:1 bei der SpVgg Greuther Fürth und hat nun bereits vier Punkte Rückstand auf einen Relegationsplatz. Unter dem neuen Trainer Stephan Schmidt hat Energie in drei Spielen noch keinen Punkt geholt. Die Fürther schoben sich dagegen in der Tabelle wieder auf den zweiten Platz vor.

Vor dem Spiel hatte Energie-Trainer Stephan Schmidt noch erklärt: "Wir haben sehr intensiv gearbeitet. Das gilt es jetzt, in Fürth umzusetzen". In der aktuellen Situation würden nur Punkte helfen, "sonst nichts", ergänzte der neue Cottbuser Chefcoach.
Doch schon in der 6. Minute erzielte Fürths Mittelfeldspieler Florian Trinks vor 9.119 Zuschauern den Siegtreffer. Cottbus beendete die Partie zudem in Unterzahl, nachdem Abwehrspieler Michael Schulze in der 70. Minute wegen wiederholten Foulspiels die Gelb-Rote Karte sah.
Vier Veränderungen in der Startelf
Energie-Coach Schmidt hatte im Vergleich zur peinlichen 1:4-Heimpleite gegen den FSV Frankfurt gleich vier Veränderungen in der Startelf vorgenommen. Dennoch gab es einen Fehlstart. Beim 0:1 genügte ein langer Pass von Mergim Mavraj auf Torschütze Trinks, um die Energie-Abwehr auszuhebeln. FCE-Torwart Robert Almer kassierte dann von Trinks auch noch einen Beinschuss.
Den Cottbusern war die Verunsicherung aufgrund der vielen Negativ-Erlebnisse zuvor deutlich anzumerken, auch wenn man dem Team um Kapitän Ivica Banovic magelnde Einstellung nicht vorwerfen konnte. Fürth ruhte sich dagegen zu sehr auf seinen knappen Vorsprung aus und hatte in der 44. Minute Glück, als Torhüter Wolfgang Hesl mit einem starken Reflex gegen Christian Bickel die Halbzeitführung rettete.
Zum Seitenwechsel reagierte Schmidt auf den Rückstand und brachte in Steffen Bohl den erst unter der Woche verpflichteten Neuzugang für Marc André Kruska. Diese Maßnahme brachte den gewünschten Effekt, Cottbus übte vor allem mit langen Bällen auf den wuchtigen Stoßstürmer Boubacar Sanogo deutlich mehr Druck aus. Die Hausherren setzten kaum noch Akzente nach vorne. Neben dem starken Keeper Hesl wusste bei Fürth auch Torschütze Trinks zu überzeugen. Bei Energie verdiente sich Marco Stiepermann die beste Note.
Energie verpflichtet Mittelfeldspieler Steffen Bohl
Unterdessen hat Energie Cottbus Steffen Bohl verpflichtet, der mit Eintracht Braunschweig in der Vorsaison in die 1. Liga aufgestiegen war, dann aber keinen neuen Vertrag bekommen hatte. Der Mittefeldmann hat ein Probetraining in der Lausitz absolviert und nach Aussagen von Schmidt einen positiven Eindruck hinterlassen. Er wird schon gegen Greuther Fürth im Kader stehen.


