Energies Ivica Banovic (Quelle: dpa)

Fußball | Erstes "Endspiel" ohne Punkt - Energie Cottbus verliert sechste Partie in Folge

"18 Endspiele" hatte Cottbus-Coach Stephan Schmidt vor der Partie gegen Ingolstadt ausgerufen. Lange Zeit sah es auch so aus, als würde Energie zumindest einen Punkt mitnehmen können. Doch gut zehn Minuten vor Schluss folgte dann der Nackenschlag für die Lausitzer - nach einem bitteren Fehlpass von Kruska.

Energie Cottbus bleibt Tabellenletzter der 2. Fußball-Bundesliga. Nach der 1:2-Niederlage am Sonntag gegen Ingolstadt beträgt der Abstand auf Relegations-Platz 16 nun schon 6 Punkte. Dort steht derzeit Fortuna Düsseldorf, die auch noch eine Partie weniger absolviert haben.

Gegen Ingolstadt schlugen sich die Cottbuser vor enttäuschten 7406 Zuschauern im Stadion der Freundschaft quasi selbst. Beim Gegentor zum 0:1 durch den Brasilianer Caiuby (15.) fälschte Innenverteidiger Julian Börner den eigentlich harmlosen Schuss unhaltbar ab.

Nachdem Ivica Banovic der zwischenzeitliche Ausgleich per Kopf gelungen war (28.), leitete der eingewechselte Marc-André Kruska mit einem fatalen Fehlpass das 1:2 durch Moritz Hartmann (77.) ein.

Blackout von Torhüter Almer

Die Gastgeber waren von Beginn an bemüht, Druck auf Ingolstadt aufzubauen. Die Gäste versteckten sich allerdings nicht. Nach dem unglücklichen Rückstand wurden die Cottbuser Fans ungeduldiger und pfiffen bei Fehlern im Spielaufbau. Die Verunsicherung machte auch vor Torhüter Robert Almer nicht halt, der ein peinliches Eigentor nach einem Stockfehler nur mit Mühe verhinderte.

Die TV-Bilder zeigten, dass der Ball wohl knapp hinter der Linie war. Eine Standardsituation brachte Energie aber zurück ins Spiel. Nach einem Freistoß von Marco Stiepermann köpfte Banovic mit Wucht zum 1:1 ein. Auch nach dem Seitenwechsel kämpften beide Teams verbissen um jeden Ball. Zuerst traf Energie-Stürmer Boubacar Sanogo mit einem Kopfball nur die Latte (63.), auf der Gegenseite köpfte FCI-Kapitän Marvin Matip ans Aluminium (65.).

Die Gäste setzten mit Kontern immer wieder kleine Nadelstiche und wurden dafür mit 2:1 belohnt. Neben Matip wusste auf Seiten der Ingolstädter auch Torschütze Caiuby zu überzeugen. Cottbus hatte in Stiepermann und Börner seine besten Spieler.

Nach Bommer muss auch Speidel gehen

Cottbus blieb damit auch im vierten Spiel unter dem neuen Trainer Stephan Schmidt ohne Punktgewinn und steckte sogar die sechste Niederlage in Folge ein. Schmidt hatte im Vorfeld deutliche Zeichen gesetzt. Erst leitete er die Freistellung von Co-Trainer Uwe Speidel wegen unterschiedlicher Auffassungen in die Wege, dann warf er Mittelfeldspieler Amin Affane aus disziplinarischen Gründen aus dem Kader.

Speidel war zu Beginn des Jahres von Bommer aus der Nachwuchsabteilung des FC Bayern München in die Lausitz geholt worden. Bis ein neuer Assistent gefunden ist, soll Schmidt die Mannschaft nun alleine führen. Er werde vom Funktionsteam und von Fitnesscoach Dirk Keller bei der täglichen Arbeit unterstützt, hieß es.

Archivbild (03.08.2013): Der damalige Trainer von Energie Cottbus, Rudi Bommer (rechts) und sein damaliger Co-Trainer Uwe Speidel (links) beim Pokalspiel in Magdeburg (Quelle: dpa)

Fußball | Neue Personalie - Nach Bommer muss auch Speidel gehen

Es ist nicht lange gutgegangen: Erst seit vier Wochen arbeiten der neue Cottbus-Trainer Stephan Schmidt und der noch vom Vorgänger Rudi Bommer installierte Co-Trainer Uwe Speidel zusammen. Doch jetzt ist Schluss: Energie stellt Speidel frei - und spricht von unterschiedlichen Auffassungen in der Trainingsarbeit.

Stephan Schmidt, neuer Trainer von Fußball-Zweitligist FC Energie Cottbus (Quelle: dpa)

Schnelle Lösung in Cottbus - Stephan Schmidt wird neuer Trainer des FC Energie

Nur einen Tag nach der Entlassung von Rudi Bommer hat Energie Cottbus einen neuen Trainer vorgestellt. Wie der Fußball-Zweitligist am Mittwochabend mitteilte, wird Stephan Schmidt die Mannschaft übernehmen. Bei Hertha BSC gehörte der 37-Jährige zum Trainerstab von Lucien Favre, in der vergangenen Saison trainierte er das Zweitliga-Team des SC Paderborn.