
Handball | Berliner siegen mit 24:22 - Füchse erspielen sich glanzlosen Sieg in Melsungen
Die Füchse haben ihren Anspruch auf die Rückkehr ins internationale Geschäft zementiert. Mit einem Sieg gegen Melsungen verteidigten die Berliner den dritten Tabellenplatz. Allerdings war das Spiel alles andere als ein Durchmarsch für den Hauptstadtclub.
Die Füchse Berlin sind mit einem mühsamen Heimsieg in die Rückrunde der Handball-Bundesliga gestartet. Die Hauptstädter bezwangen am Sonntag vor 10.000 Zuschauern die MT Melsungen glanzlos mit 24:22 (12:10) und verteidigten ihren dritten Tabellenplatz.
Die Berliner gingen früh in Führung und lagen nach 21 Minuten mit vier Toren vorn. Doch die Hausherren verspielten diesen Vorsprung und gerieten Mitte der zweiten Halbzeit sogar kurzzeitig in Rückstand.
Erst in den letzten drei Minuten setzten sich die Füchse wieder ab und revanchierten sich so für die Niederlage aus dem Hinspiel.
Beste Werfer waren Bartlomiej Jaszka und Pavel Horak (je 4 Tore) für Berlin und Michael Allendorf (9) für die Gäste.
Vor allem im Angriff hatten die Füchse erneut große Probleme. Schwache Würfe machten Keeper Appelgren stark. So konnte Konstantin Igropulo keinen seiner fünf Versuche im Kasten unterbringen. Die Ex-Berliner Jonathan Stenbäcken und Johannes Sellin konnten sich bei den Gästen nur selten in Szene setzen. Stenbäcken traf dreimal, Sellin gar nicht.
Für die Füchse Berlin war es ein vorentscheidendes Duell. "Für mich ist es das wichtigste Spiel. Wenn wir diese Begegnung gewinnen, machen wir einen riesigen Schritt in Richtung Europa für die kommende Saison", hatte Manager Bob Hanning am Freitag gesagt.
Mit dem Erfolg baut der Tabellendritte aus der Hauptstadt den Abstand zu den momentan sechstplatzierten Melsungern auf sieben Zähler aus. Die ersten fünf Teams der Liga qualifizieren sich aller Voraussicht nach für das internationale Geschäft.
Revanche für verlorene Partie am 1. Spieltag
Dass Melsungen ein unangenehmer Gegner sein kann, hatte sich am 1. Spieltag der Handballbundesliga gezeigt. Damals verloren die Berliner auswärts mit 23:28. Anschließend spielten die Füchse jedoch "eine tolle und konstante Hinserie", meinte Hanning. Würden die Füchse ihren derzeitigen Tabellenplatz bis zum Ende der Saison verteidigen, hieße dies sogar: direkte Qualifikation für die Champions League.



