
Handball | Heimsieg gegen Balingen - Füchse schrammen nur knapp an weiterer Niederlage vorbei
Nur mit Ach und Krach ist Berlins Handball-Bundesligist einer neuen Blamage entgangen. Fünf Tage nach der Niederlage in Eisenach gewannen die Füchse am zweiten Weihnachtsfeiertag in eigener Halle mit nur einem Tor Unterschied gegen den Tabellenvorletzten aus Balingen.
Die Füchse Berlin haben in der Handball-Bundesliga die erwartete Reaktion vermissen lassen und gegen den Vorletzten HBW Balingen-Weilstetten nur hauchdünn 30:29 (19:12) gewonnen. Nach dem desaströsen 22:23 am vergangenen Samstag bei Aufsteiger ThSV Eisenach entging das Team von Trainer Dagur Sigurdsson nur knapp einer erneuten Blamage. Vor 8226 Zuschauern waren für Berlin Pavel Horak (8 Tore) und für die Gäste Manuel Liniger (9) die besten Werfer.
Sigurdsson hatte nach der Niederlage in Thüringen seinem Team ein arrogantes Auftreten vorgeworfen. Um seine Spieler wach zu rütteln, versuchte es der Isländer gegen Balingen mit Psycho-Tricks: Die Füchse setzten sich erstmals nicht auf die angestammte Bank, sondern auf die des Gästeteams. Dennoch verlief die Partie bis zum 10:9 knapp. Erst danach stand die Abwehr sicher und der Favorit warf schon zur Pause ein scheinbar sicheres Polster heraus.
Bis zum 25:16 nach 39 Minuten lief auch alles nach Plan. Was dann aber passierte, erinnerte an die Partie in Eisenach. Binnen rekordverdächtiger 16 Minuten verspielten die Füchse ihren komfortablen Vorsprung. Nach dem 28:28 in der 55. Minute durch Kai Häfner brachte der Nationalspieler Balingen dann sogar in Führung. Mit einem Kraftakt in den letzten Minuten konnte Berlin die Begegnung jedoch noch einmal drehen und kam so mit einem blauen Auge davon.



