
Sport zwischen den Jahren - Eisbären, Albatrosse, Füchse und Silvesterläufer
König Fußball hat im Winter Pause. So haben andere Sportarten endlich mal die Möglichkeit, stärker in den Mittelpunkt zu rücken. Während sich die Spieler von Hertha, Union und Cottbus ausruhen, stehen die Spieler von Alba, Eisbären und Füchsen auf dem Parkett oder auf dem Eis. Und auch die Läufer in Berlin und Brandenburg sind fleißig unterwegs.
Die Eisbären hat es mal wieder hart getroffen: Der Terminkalender des Deutschen Meisters ist prall gefüllt; auch zwischen den Jahren wird gespielt. Eisbären-Trainer Jeff Tomlinson nimmt es gelassen. "Das gehört einfach zum Leben und zum Eishockey dazu. Wir genießen am 24. die Zeit mit der Familie, da können Deutsche und Amerikaner mit ihrer Familie feiern."

Dass der Gänsebraten die Spieler eher fit und nicht etwa träge gemacht hat, zeigten die Eisbären am zweiten Feiertag gegen Ingolstadt: 3:2 hieß es in der Arena am Ostbahnhof. "Die Jungs brauchen all das Essen für ihre Energie. Viel spielen heißt auch viel essen. Ein bisschen Pute ist gar nicht so schlecht für Sportler", hatte Tomlinson vor dem Spiel angekündigt.
Die weihnachtliche Energieaufnahme hat auch für eine weitere Prüfung gereicht. Am 28. Dezember gewannen die Eisbären daheim gegen Straubing - wenn auch nur mit viel Glück. Am 30. Dezember folgte dann eine herbe Enttäuschung. Beim Tabellenletzten Düsseldorfer EG unterlagen die Berliner nach Penaltyschießen mit 1:2. Das nächste Spiel verspricht nicht einfacher zu werden: Am 3. Januar treffen die Eisbären auswärts auf ihren Tabellennachbarn Red Bull München. Bereits jetzt haben die Berliner zehn Punkte Rückstand auf den 6. Play-Off-Platz.

Drei Heimspiele und Liga-Rekord für Alba Berlin
Die Spieler von Alba Berlin hatten die Feiertage über frei, aber dann gleich drei Spiele vor der Brust - allerdings alle zuhause. Das erste gegen die Phantoms aus Braunschweig (29.12.) gewannen die Berliner deutlich mit 98:79 (54:37).
Ein Novum war es, dass die Albatrosse auch an Silvester spielen mussten - aber passend zum Datum brannten sie dann gegen Phoenix Hagen gleich ein richtiges Feuerwerk ab. Am Ende sprang ein 107:79 (56:43) heraus, wobei den Berlinern das Kunststück gelang, im ersten Viertel 40 Punkte zu erzielen - neuer Bundesliga-Rekord!
Wild gefeiert wird dennoch nicht: "Ich gehöre ja jetzt auch schon zum älteren Eisen", sagt Alba-Kapitän Sven Schultze. "Wir werden das jetzt nicht wie in jungen Jahren feiern. Wir wissen ja auch, dass wir am 3. und 5. ja auch wieder spielen." Genau! Am 3. Januar geht es - noch einmal zuhause - gegen die Baskets Oldenburg und am 5. Januar auswärts gegen die Tigers Tübingen.

Füchse arbeiten an ihrer Form
Der zweite Weihnachtsfeiertag wäre für die Füchse Berlin beinahe zu einem echten Trauertag geworden. Nachdem sich die Mannschaft bereits kurz vor dem Fest in Eisenach eine überraschende Niederlage eingehandelt hatte, lief es gegen Balingen vor heimischem Publikum auch nicht besonders glatt. Knapp, ganz knapp siegten die Füchse, und zwar mit 30:29 gegen den Tabellenvorletzten. Darum: Viel Arbeit für die Füchse vor ihrem ersten Spiel im neuen Jahr, am 5. Januar in Göppingen, beim Tabellenzwölften.

Sport zum Mitmachen
Über den Jahreswechsel wird in Brandenburg und Berlin auch gerne gelaufen, und zwar bei den traditionellen Silvester- und Neujahrsläufen.
Beim "Pfannkuchenlauf" des SC Charlottenburg (SCC) ging der Sieg über die Hauptstrecke von 9,9 Kilometern an Robert Krebs. Der Läufer vom SCC gewann die 38. Auflage 31:58 Minuten. Bei den Frauen setzte sich seine Clubkollegin Cornelia Schindler in 37:51 Minuten durch. Insgesamt waren im Grunewald 2012 Läufer und Läuferinnen am Start.
Auch in Potsdam wurde am Dienstag gelaufen. Das Hauptrennen über 7,2 Kilometer gewann Lasse Lührs (Triathlon Potsdam) in 23:26 Minuten. Bei den Frauen ging der Sieg an Julia Brugger vom TV Konstanz (26:34 Minuten).
Und am Neujahrstag waren dann die fleißigen Läufer erneut unterwegs: In Berlin am Pariser Platz sowie auch beim Neujahrslauf in Forst.

