
Eishockey | 90 Strafminuten in Berlin - Eisbären quälen sich zum Sieg gegen Straubing
Wenig Tore, viele Strafzeiten: Die Eisbären haben es sich unnötig schwer gemacht gegen Straubing. Der Meister sah schon wie der sichere Sieger aus, als die Bayern zurückschlagen und die Berliner sich ins Penaltyschießen quälten.
Die Eisbären Berlin können im Kampf um den sechsten Tabellenplatz wieder etwas Hoffnung schöpfen. Am Samstag bezwang der Titelverteidiger auf eigenem Eis die Straubing Tigers mit 3:2 (0:0, 1:0, 1:2) im Penalty-Schießen.
Da zeitgleich Wolfsburg und Ingolstadt ihre Spiele in der Deutschen Eishockey Liga verloren, rückten die Berliner bis auf acht Punkte an den direkten Playoff-Platz heran.
Frühes Aus für Lalonde und Hendry
14.000 Zuschauer in der erstmals in dieser Saison ausverkauften Arena am Ostbahnhof bekamen allerdings von beiden Mannschaften eine äußerst niveauarme und überharte DEL-Partie mit wenig Toren, aber vielen Strafzeiten zu sehen. Die Schiedsrichter verhängten insgesamt 90 Strafminuten. Bereits nach sieben Minuten war der Abend für den Berliner Shawn Lalonde und den Straubinger Jordan Hendry nach einer handfesten Auseinandersetzung beendet.
Eines der zahlreichen Überzahlspiele nutzte Casey Borer (30.) zur Berliner Führung. Als Kristopher Sparre (48.) das 2:0 für die Eisbären erzielte, deutete alles auf einen sicheren Heimsieg hin. Doch Straubing kam innerhalb von 30 Sekunden durch René Röthke (53.) und Sandro Schönberger (53.) zum Ausgleich.
Für den insgesamt glücklichen Sieg der Eisbären sorgte nach torloser Verlängerung im fälligen Penalty-Schießen Mark Bell, der zweimal traf. Olver und Tallackson hatten ihre Penaltys zuvor vergeben.
